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Martin Walch.

Offenlegung aller Beiratstätigkeiten gefordert

SPD bezeichnet Aufwandsentschädigungen als "unappetitlich hoch"

Landkreis - Die SPD-Fraktion im Kreistag fordert die Offenlegung aller Beiratstätigkeiten der Kreisräte und des Landrats für alle direkten und indirekten Beteiligungen und Einrichtungen des Landkreises, „selbstverständlich unter Angabe der Höhe der Aufwandsentschädigung“.

Das geht aus einer Pressemitteilung von Fraktionssprecher Martin Walch als Reaktion auf den Bericht über die Entschädigung des Verwaltungsrats der Kreissparkasse hervor. Dem Gremium gehören neben dem Landrat auch fünf Kreisräte von CSU, Freien Wählern und Grünen an.

Walch bezeichnet die Höhe der Aufwandsentschädigungen für eine ehrenamtliche Nebentätigkeit als „unappetitlich hoch“. Im Jahr 2012 beliefen sich die Gesamtausgaben für den neunköpfigen Verwaltungsrat auf 187 000 Euro, unter dem Bilanzposten wurden unter anderem die Kosten für die Feier zum 60. Geburtstag des Landrats verbucht. „So viel Geld kann dazu verleiten, die Aufsicht nicht ganz so genau zu nehmen“, sagt Walch. Die SPD, die nicht im Verwaltungsrat vertreten ist, halte eine monatliche Entschädigung in Höhe von 250 Euro für angemessen.

Walch stellt auch klar, dass die neunköpfige SPD-Fraktion im Dezember 2012 geschlossen gegen den Antrag Kreidls gestimmt hat, ihn für seine Verwaltungsratstätigkeit bei der BayernLB von der Ablieferungspflicht zu befreien. „Die SPD möchte sich von dieser Bedienungs- und Selbstbedienungspraxis ausdrücklich distanzieren“, schreibt Walch, „und nicht mit denjenigen Kreisräten in einen Topf geworfen werden, die solch hohe Vergütungen erhalten oder diese befürwortet haben.“

sh

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