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Hat das doch eine Zukunft? An einem Runden Tisch möchte die Gemeinde Schliersee ausloten, ob Skifahrer doch weiterhin auf den Taubenstein fahren können und dort präparierte Pisten vorfinden.

Taubensteinbahn

Rettungsversuch am Runden Tisch

Spitzingsee - Einstellung des Taubensteinbahn-Winterbetriebs: Die Gemeinde will versuchen, Alpenbahnen umzustimmen.

Die Ankündigung, dass der Winterbetrieb der Taubensteinseilbahn eingestellt wird, hat in Schliersee hohe Wellen geschlagen (wir berichteten). Während die einen jubeln, dass die Natur zurückbekommt, was ihr zuvor entrissen wurde oder dass nun die Tourengeher quasi ihr eigenes Terrain bekommen, schmeckt anderen die Schließung des alpinen Skigebiets ganz und gar nicht. Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) etwa. Er hatte gegenüber dem Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee, Peter Lorenz, seine Vorbehalte schon mitgeteilt, als dieser ihm die Nachricht von der Einstellung des Winterbetriebs übermittelte. Nun will der Rathaus-Chef darauf hinwirken, dass der Schritt nicht doch rückgängig gemacht wird. Dazu hat er für den 8. Juni diverse Parteien zu einem Runden Tisch eingeladen. Dies hat er nun im Gemeinderat mitgeteilt, nachdem Wolfgang Schauer (PWG) nach dem Stand der Dinge gefragt hatte. „Wir wollen ausloten, worum es geht“, sagte Schnitzenbaumer. Die Pisten am Taubenstein gehören zwar zum Skigebiet Tegernsee-Spitzingsee, doch das alpine Treiben spielt sich vor allem am Stümpfling und Rosskopf ab. Der Taubenstein ist somit gerade bei Einheimischen beliebt, wann die Warteschlangen an der Stümpflingbahn zu lang werden – und auch Tourengeher schätzen die Aufstiegsmöglichkeiten. Während letztere sich wegen wiederholten Pistensperrungen (wir berichteten) ausgesperrt fühlten, schauen jetzt die Alpinfahrer in die Röhre. Schauer hält die Stilllegung von einem Drittel der Lifte für den falschen Weg. „Die sind eine absolut wichtige Alternative“ – etwa auch für Skiclubs in der Region. Er appelliere an die Alpenbahnen, „die drei Tage Betrieb aufrecht zu erhalten“. Vor ein paar Jahren waren die Betriebszeiten der Taubensteinbahn außerhalb der Schulferien auf Freitag bis Sonntag beschränkt worden. Den Schritt zur Einstellung des Winterbetriebs begründen die Alpenbahnen damit, dass das Teilgebiet nicht mehr zeitgemäß sei, etwa weil aufgrund der Geländebeschaffenheit kräftezehrende Zwischenaufstiege bewältigt werden mussten. Nicht zuletzt sank der Zuspruch stetig. Nun sollen die Alpenbahnen an einem Runden Tisch umgestimmt werden. Dort sitzen neben Gemeinde, Skiclubs, Almbauern als Grundeigentümer, Hüttenbesitzer und -betreiber, die Berggemeinschaft Spitzingsee und die Bayerische Staatsforsten. Schnitzenbaumer hat den Eindruck, dass die Alpenbahnen auch vor der umfangreichen Pistensicherung zurückschrecken und will versuchen, in der großen Runde ein Lösung zu finden.

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