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Expertise aus Österreich: Die Bauarbeiten am Sudelfeld werden von einer Tiroler Spezialfirma durchgeführt. Jetzt gibt es auch noch einen Geldgeber von dort.

Lanserhof-Investor wohl als Geldgeber

Tiroler investiert ins Sudelfeld

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Bayrischzell – Am Sudelfeld wollen sie den Skitourismus retten und lassen sich das Millionen kosten. Die Investoren sind bekannt. Fast. Im Hintergrund gibt es nämlich noch einen bislang geheimen Geldgeber.

Ein Speicherteich, 250 Beschneiungsanlagen, Lifte, Zufahrtsstraßen. Die Modernisierung des Skigebiets Sudelfeld (Kreis Kiesbach/Kreis Rosenheim) ist umfassend – und kostet. Bis alles fertig ist, sollen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 21 Millionen Euro geflossen sein.

Keine Kleinigkeit also, die die Bergbahnen Sudelfeld GmbH aufbringen muss. Allerdings steht sie nicht alleine da. Neben den bekannten Gesellschaftern, der Gemeinde Bayrischzell und zwei Privatleuten, gibt es noch einen weiteren finanzstarken Geldgeber. Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich um den Tiroler Unternehmer Anton Pletzer, 70, handeln. Er ist einer der Investoren des Lanserhofs in Waakirchen.

Bislang gab es in dieser Sache nur Gerüchte. Nun ist klar, dass ein Österreicher in den umstrittenen Ausbau des Sudelfelds einsteigt. Pletzer selbst war am Freitagabend nicht mehr zu erreichen. Auf der Homepage seiner Firmengruppe, zu der mehrere Unternehmen gehören, zeigt sich aber, dass er auch in Sachen Skitourismus und Bergbahnen alles andere als unbeleckt ist. Ab 1972 saß er im Aufsichtsrat der Bergbahnen Hohe Salve in den Kitzbüheler Alpen. 2000 übernahm er als Mehrheitseigentümer die Geschäftsführung und verantwortete damit auch den Bau eines Speicherteichs mit mehreren Beschneidungsanlagen im Skigebiet.

Hauptsächlich ist Pletzer aber Unternehmer. Seine Firmengruppe hat rund 800 Mitarbeiter und erwirtschaftet laut Homepage einen Gesamtumsatz von etwa 120 Millionen Euro.

Das könnte auch für die Modernisierung des Sudelfelds eine Rolle spielen, dann nämlich, wenn es um die Genehmigung von Fördergeldern geht. Möglich sind nach dem bayerischen Seilbahn-Förderprogramm rund 35 Prozent der Kosten. Allein für den ersten Bauabschnitt stellen sich die Bauherren laut Wirtschaftsministerium rund 3,9 Millionen Euro vor.

Ob sie nun den vollen oder nur einen reduzierten Fördersatz erhalten, hängt vor allem damit zusammen, ob die Gesellschaft als kleines, mittleres oder großes Unternehmen eingestuft wird. 35 Prozent Fördermittel gibt’s nur für die Kleinen. Die dürfen aber laut EU-Definition nicht mehr als 50 Mitarbeiter und höchstens zehn Millionen Euro Jahresumsatz haben.

Allein Pletzers Unternehmensgruppe liegt weit darüber. Von dem Problem weiß natürlich auch Egid Stadler, der Geschäftsführer der Bergbahnen Sudelfeld GmbH. Unserer Zeitung gegenüber betont er aber, dass er an eine hohe Fördersumme glaube. „Wir haben im Vorfeld geprüft, ob es bei der Förderung Probleme geben könnte.“ Darum sei der Investor auch nur mit einer Teilsumme beteiligt – jedenfalls unter 25 Prozent. Kein Wunder, dass die Regierung von Oberbayern im Falle der Sudelfeld-Investoren von einer „komplexeren Unternehmensstruktur“ spricht, die „intensiven Prüfaufwand“ erfordere. Bislang liegt der Behörde jedenfalls noch kein förderfähiger Antrag vor.

Mit dem österreichischen Großunternehmer haben sich die Sudelfeld-Investoren augenscheinlich einen honorigen Geldgeber mit ins Boot geholt. Auf der Homepage ist eine ganze Reihe von Auszeichnungen aufgelistet, mit denen sich der 70-Jährige schmücken darf. Darunter das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Und, zuletzt: Seilbahner des Jahres 2009.

Marcus Mäckler

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