Lawinenabgang

Riesendusel für Tourengeher

Spitzingsee - Mordsmäßiges Glück für eine vierköpfige Skitourengruppe: Obwohl einer der vier eine Lawine auslöste, blieben alle unverletzt. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte ausgerückt - unter anderem mit drei Hubschraubern.

Wie die Bergwacht meldet, war eine vierköpfige Gruppe am Freitag mit Tourenskiern zum Miesing im Rotwandgebiet aufgestiegen und wollten über die Nordrinne abfahren. Als der Zweite der Gruppe in die Rinne einfuhr, löste sich eine Lawine, und der Wintersportler rutschte mit dem Schnee talwärts. Der Mann verschwand aus dem Sichtbereich der restlichen Gruppe, worauf diese um 12.05 Uhr einen Notruf absetzte. Aufgrund dieser Meldung und der örtlichen Gegebenheiten gingen die Retter von mindestens einem Verschütteten aus, woraufhin eine groß angelegte Rettung eingeleitet wurde. Mit der Unterstützung von zwei Rettungshubschraubern des ADAC (Christoph Murnau und Christoph 1) wurden Bergretter und ein Lawinenhundeführer auf den Berg geflogen. 

Bereits beim ersten Anflug meldete sich allerdings der scheinbar verschüttete Tourengeher bei der Leitstelle in Rosenheim und gab an, dass er zwar selbst die Lawine ausgelöst hat und teilverschüttet war, sich jedoch selbst befreien konnte und keine weiteren Personen unter den Schneemassen begraben seien. Vorsorglich wurde noch ein Retter auf der Lawine abgesetzt, um mit den Tourengehern Kontakt aufzunehmen. Als feststand, dass niemand verletzt und keine Person verschüttet war, wurde der Einsatz von Seiten der Bergwacht beendet.

Die weitere Bearbeitung der Lawine wurde durch die Alpine Einsatzgruppe der Polizei übernommen. Im Einsatz waren: Bergwacht Bayrischzell, Bergwacht Schliersee, Bergwacht Hausham ,Lawinenhunde der Bergwacht, Technikfahrzeug der Bergwacht, Tankanhänger der Bergwacht, KID Berg, Notärzte der Bergwacht, Rettungshubschrauber Christoph Murnau und Christoph 1, Polizeihubschrauber Edelweiß 5, Alpinbeamte der Polizei Gesamt circa 30 Einsatzkräfte.

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