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Mitstreiter gefunden: Hans Nirschl (2.v.r.) möchte das seine Gemeinde Irschenberg die Energiewende schafft. Mit dem Arbeitskreis Energie überprüft er, ob sich in der Waldsiedlung ein Nahwärmenetz lohnt. Anwohner wie (v.l.) Herrmann Klimke, Franz Marlow, Reiner Krause und Werner Schmid unterstützen ihn dabei.

Der Traum von der Dorfheizung

Irschenberg - Es wäre ein erster großer Schritt in Richtung Energiewende: ein Nahwärmenetz in der Irschenberger Waldsiedlung. Die Gemeinde begrüßt den Vorschlag, und der Arbeitskreis Energie feilt an dem Pilotprojekt.

„Eines Tages könnte die Gemeinde Irschenberg weitgehend autark versorgt sein“, sagt Hans Nirschl vom Arbeitskreis (AK) Energie. Mit Hackschnitzelanlagen zum Beispiel oder Photovoltaik. Und alle Bürger docken dann an ein Nahwärmenetz an. Wohl auch ein notwendiger Wunsch in Zeiten von Energiewende.

Derzeit überprüfen die AK-Mitglieder, inwieweit sich ein Nahwärmenetz in der Waldsiedlung am Nordrand des Ortes Irschenberg lohnt. Da sie selbst an ihre Grenzen stoßen, planen sie, ein Fachbüro mit einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen.

Ein entsprechendes Anschubdarlehen in Höhe von 5000 Euro hat nun der Gemeinderat einstimmig bewilligt. Später würden die Betreiber das Geld zurückzahlen. In der Sitzung herrschte unter den Gemeinderäten schnell Konsens. „Das wäre ein Vorreiterprojekt“, meinte Bürgermeister Hans Schönauer (FWG Niklasreuth). Christian Waldschütz (CSU) nickte zustimmend und sagte: „Es wäre auf jeden Fall mal einen Versuch wert.“

Dass sich ein Nahwärmenetz in der Waldsiedlung lohnt, bezweifelt Nirschl nicht. „Der Bereich ist sehr kompakt gebaut“, sagt er. Da die meisten der rund 40 Häuser vor 25 Jahren entstanden sind, werden nun Sanierungen fällig. Ein ideales Publikum. Mehr als 30 Eigentümern hätten signalisiert, ihr Haus an ein Nahwärmenetz anzuschließen und sich finanziell zu beteiligen, etwa in Form einer Genossenschaft. Da rund um Irschenberg viel Wald sprießt, wäre eine Hackschnitzelanlage denkbar.

mar

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