Waffenhändler von OEZ-Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

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Willkommen 1000. Besucher: Franz Gregor sen. (l.) und Wolfgang Grützner (r.) begrüßen Sebastian Just aus Irschenberg. Für den Jubiläumsgast gab es eine Flasche Sekt und eine Erinnerungsurkunde. Die Geschenke waren passend, hatte Just doch anlässlich seines eigenen Geburtstags das Museum besucht und Freunde und Bekannte mitgenommen.

Vor dem Umzug in den Förderturm

Haushamer Bergbaumuseum sucht nach Zwischenhalt

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Hausham - Langfristig soll das Haushamer Bergbaumuseum in den Förderturm umziehen. Dennoch suchen die Beteiligten nun nach einem Zwischenstopp für die aktuell im Rathaus ausgestellten Exponate.

Wo die Reise des Bergbaumuseums hinführen soll, darüber sind sich längst alle klar. „Unser Ziel ist nach wie vor der Förderturm“, sagt Haushams Bürgermeister Jens Zangenfeind (FW) auf Nachfrage unserer Zeitung. „Doch das wird ein langer Weg.“ Und deshalb braucht es wohl einen Zwischenstopp. Denn spätestens wenn die Gemeinde aus dem alten Rathaus auszieht (wir berichteten), müssen auch die im Untergeschoss ausgestellten Exponate aus der Haushamer Grubengeschichte weichen. Wohin, darüber hat sich Zangenfeind nun bei einem Ortstermin mit Vertretern des Interessenkreises Bergbaumuseum und des Haushamer Barbaravereins am Förderturm ausgetauscht.

Eine Notlösung, um die Zeit bis zum möglichen Einzug in den Betonriesen zu überbrücken, will Zangenfeind den engagierten Museumsfreunden nicht zumuten. „Die Ausstellung hat einen würdigen Platz verdient“, betont er. Um sich nach geeigneten Räumlichkeiten umschauen zu können, fragte der Bürgermeister zuerst die Anforderungen des Interessenkreises ab. Gesucht wird demnach eine ebenerdige und damit barrierefreie Ausstellungsfläche von insgesamt 100 bis 150 Quadratmetern. Am besten in einer zentralen Lage, um viele Besucher anzulocken. Gut geeignet wäre laut Zangenfeind zum Beispiel eine kleine Halle. „Da könnte man viel gestalten.“

So sollen die Ausstellungsstücke aus dem alten Museum nicht einfach nur eins zu eins an anderer Stelle wieder präsentiert werden. Vielmehr geht es laut Zangenfeind um einen „zeitgemäßen Aufbau“ – zum Beispiel mit digitaler Technik, um auch das jüngere Publikum besser zu erreichen. „Wir wünschen uns da auch Impulse von den Vereinen“, sagt der Bürgermeister. Erste Ideen brachte Wolfgang Bloch mit zum Ortstermin nach Hausham. Er hatte kürzlich eine Bergwerksausstellung in Au bei Bad Aibling organisiert (wir berichteten).

Zuerst jedoch braucht es einen passenden Raum. Ein bis zwei Objekte will sich Zangenfeind demnächst anschauen. Auch wenn noch kein Termin feststeht: Innerhalb von zwei Jahren will die Gemeinde in das jetzige Sparkassengebäude an der Miesbacher Straße umgezogen sein. Zuerst muss sich die Bank aber einen neuen Raum für ihre Filiale suchen. Laut Zangenfeind zeichnet sich dabei eine baldige Lösung ab.

Der Interessenkreis hofft derweil, den Umzug möglichst lang hinausschieben zu können. Vorsitzender Wolfgang Grützner macht keinen Hehl daraus, dass er lieber direkt in den Förderturm einziehen würde. „Eine Zwischenlösung kostet uns viel Arbeit“, sagt er. Ferner bestünde die Gefahr, dass bei jedem Umzug Exponate beschädigt würden.

Um das zu verhindern und das Museum ohne Umweg in den Förderturm umzusiedeln, bräuchte es aber zuerst eine Kostenberechnung. Die entsprechende Voruntersuchung schlägt laut Architekt Johannes Wegmann mit 44 000 Euro zu Buche. Die Hälfte soll der Bergbauentschädigungsfonds übernehmen. „Da fehlt uns aber noch die Zusage“, erklärt Wegmann. Dafür habe ein Statiker mittlerweile selbst Archivforschung betrieben und brauchbare Baupläne von Turm und Halle aus den 1930er-Jahren aufgetrieben. Trotzdem: Um Fördergelder beantragen zu können, führt an einem Kostenplan kein Weg vorbei.

Grützner hofft, dass es bald zum ersehnten Durchbruch kommt. Der Zulauf im Museum bestärkt ihn in seinen Bemühungen. Gerade konnte der Interessenkreis den 1000. Besucher für dieses Jahr in der Ausstellung begrüßen. Bis Jahresende wird die Zahl wohl auf 1100 klettern – und damit doppelt so hoch ausfallen wie 2015. Grützner führt das unter anderem auf das Jubiläumsjahr zur Schließung des Bergwerks vor 50 Jahren zurück – aber auch auf das gesteigerte Interesse der Haushamer an ihrer Geschichte. Eine Zeitreise, die früher oder später an ebenso geschichtsträchtiger Stelle starten soll: im Förderturm.

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