Unwetter

Erwischt hat's die Bahnfahrer

Das Unwetter am Dienstag hat offenbar wenig Schäden angerichtet. Wer mit der BOB fahren wollte, musste aber Geduld mitbringen.

Schlierach-/Leitzachtal – Das Unwetter am Dienstagabend hat im Schierach-/Leitzachtal vor allem die Bahnfahrer betroffen – dies allerdings erst am Tag darauf. Wie die Bayerische Oberlandbahn meldet, haben am Mittwoch immer wieder Gegenstände auf den Gleisen zu kurzzeitigen Streckensperrungen und infolgedessen zu Verzögerungen geführt. Und wie das so ist bei dem immer noch eng getakteten Fahrplan, geht die Verzögerung eines Zugs auf einen oder gar mehrere andere über.

Verspätung hatten die Züge schon am Dienstagabend, weil sie gemäß einer Vorgabe der DB Netz AG bei Sturm und Sturmwarnung maximal 80 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Gegen 22 Uhr blockierte ein Trampolin bei Neuhaus die Gleise. Zuvor – gegen 16.50 Uhr und unabhängig vom Unwetter – hatte ein Auto den Bahnübergang bei Oberlaindern „außer Betrieb gesetzt“, wie es in der BOB-Pressemitteilung heißt. Die Folge: Etwa eineinhalb Stunden lang mussten die jeweiligen Triebwagenführer anhalten, den Bahnübergang sichern und ihn dann in Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Auf Twitter meldete die BOB bis gestern Abend 15 Störungen – darunter auch Zugausfälle auf verschiedenen Abschnitten. Hier war vor allem die Strecke Schliersee-Bayrischzell betroffen. Die Verspätungen beliefen sich laut Pressemitteilungen auf bis zu 45 Minuten. Das Unternehmen rechnet damit, dass es weiterhin zu Störungen wegen herabfallender Äste und dergleichen kommt. Notfallmanager von BOB, Bahn und Tegernsee-Bahn sind im Einsatz.

Während die Polizei Miesbach keine nennenswerte Einsätze wegen des Unwetters meldet, mussten zum Beispiel die Feuerwehren Fischbachau und Elbach zu einem Einsatz ausrücken. Im Pflegeheim von Domus Mea war der Strom ausgefallen und das dortige Personal hatte Bedenken, ob der Patienten und der Dunkelheit. Die Feuerwehr borgte dem Heim zwei Taschenlampen, ferner fanden sich Kerzen. Alles blieb ruhig. Sturmbedingt ausrücken musste auch die Feuerwehr Hausham.

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