Die „KoKi-Mutter“ und ihre Helferinnen: Monika Stahlhofer (2.v.r.) mit (v.l.) Familienhebamme Kathrin Greil, Kinderkrankenschwester Marie-Louise Lohrum und Tanja Heinzmann von der Entwicklungspsychologischen Beratung. foto: tp
+
Die „KoKi-Mutter“ und ihre Helferinnen: Monika Stahlhofer (2.v.r.) mit (v.l.) Familienhebamme Kathrin Greil, Kinderkrankenschwester Marie-Louise Lohrum und Tanja Heinzmann von der Entwicklungspsychologischen Beratung.

Fünf Jahre KoKi

Verlässlicher Partner für junge Eltern

Landkreis - Die Koordinierende Kinderschutzstelle des Landkreises feiert ihr fünfjähriges Bestehen. Seit der Gründung wächst das Angebot und dadurch auch der Bedarf an kompetenter Beratung und Hilfe.

Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Dies kann bestenfalls ein Naturvolk leisten, bei dem die Bewohner noch sehr eng beisammen wohnen und gegenseitig ihre Kinder betreuen. Dennoch kann auch ein engagiert aufgebautes soziales Netzwerk eine ähnliche pädagogische Unterstützung bieten. KoKi ist eine Institution im Landkreis, die genau ein solches Angebot anbietet. Die Abkürzung steht für Koordinierende Kinderschutzstelle, Zielgruppe sind Eltern und Fachkräfte mit Erziehungsverantwortung.

„Wir sind eine Anlaufstelle für Fragen und Angebote rund um Familie und Kind“, erklärt Monika Stahlhofer, Leiterin von KoKi. „Beginnend mit der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes.“ Stahlhofer wird von ihren Helfern mittlerweile liebevoll „die Koki“ genannt, sie ist sozusagen die Mutter der Institution. Das liegt unter anderem daran, dass sie die Kinderschutzstelle im Jahr 2008 quasi im Alleingang ins Leben gerufen hat. Zum fünfjährigen Bestehen lud Stahlhofer nun ihre Mitarbeiter des „Netzwerks Frühe Kindheit“ zu einem Treffen ins Landwirtschaftsamt ein. Das Netzwerk ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und besteht mittlerweile aus über 200 Personen aus pädagogischen und sozialen Einrichtungen.

Rund 50 Familien werden derzeit von der „KoKi-Familie“ unterstützt. Davon brauchen 20 Familien die professionelle Unterstützung einer Kinderkrankenschwester oder Familienhebamme. Die anderen nutzen die speziellen Kursangebote. Bei bedürftigen Familien übernimmt KoKi die Kosten. „Damit kein Kind mehr durch das soziale Netz fällt“, erklärt Stahlhofer.

Beim Start vor fünf Jahren war nicht abzusehen, wie sich alles entwickeln würde. „Am Anfang war ich alleine und habe mich bei verschiedenen Gemeinden und Ämtern vorgestellt“, erzählt die Leiterin, die momentan pro Jahr rund hundert Beratungsgespräche führt, rückblickend. Seitdem organisiert sie regelmäßig runde Tische zum fachlichen Austausch und veröffentlicht jährlich den Familienwegweiser. Darin befinden sich alle Kontaktinformationen rund um Gesundheit, Beratung, Kinderbetreuung, Ämter und Kurse im Landkreis.

Nähere Auskünfte erteilt Monika Stahlhofer, Tel. 0 80 25 / 7 04 42 04 oder monika.stahlhofer@lra-mb.bayern. de. Bei ihr kann man auch den Ratgeber anfordern.

Daniel Wegscheider

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fahndung nach Unfall auf A8: Schwarzer Golf GTI löst mit Horror-Manöver Crash mit Biker aus - und haut ab
Fahndung nach Unfall auf A8: Schwarzer Golf GTI löst mit Horror-Manöver Crash mit Biker aus - und haut ab
Wiesn-Absage: Bedienung aus Miesbach erzählt, wie Sie mit Oktoberfest-Ausfall umgeht
Wiesn-Absage: Bedienung aus Miesbach erzählt, wie Sie mit Oktoberfest-Ausfall umgeht
Straßensperren im Landkreis Miesbach: Alle Baustellen und BRB-Ausfälle immer aktuell hier im Ticker
Straßensperren im Landkreis Miesbach: Alle Baustellen und BRB-Ausfälle immer aktuell hier im Ticker
Interview: Psychologin über Lint-Proteste, selektive Wahrnehmung und Anti-Lärm-Tipps
Interview: Psychologin über Lint-Proteste, selektive Wahrnehmung und Anti-Lärm-Tipps

Kommentare