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Der Künstler Thomas Winter (l.) hat Maximilian Huttners Leidensgeschichte zu diesem Bild inspiriert. Das Werk soll versteigert werden, um die Veröffentlichung von Huttners Biografie zu finanzieren.

Parkinson-Patient Maximilian Huttner

Versteigerung soll Biografie ermöglichen

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Miesbach - Tiefschläge musste Maximilian Huttner schon viele einstecken. Doch der 28-jährige Miesbacher, der an der Parkinson-Krankheit leidet, lässt sich nicht unterkriegen. Er hat einen Job gefunden, und dank einer Versteigerung soll sein Biografie-Projekt starten.

Eines hat Maximilian Huttner gelernt: Man darf die Hoffnung nie aufgeben. Diese positive Einstellung scheint sich auszuzahlen. Die beste Nachricht zuerst: Es gibt ein neues Medikament, das dem 28-Jährigen, der an der Parkinson-Krankheit leidet, Besserung verspricht.

„Mit den neuen Tabletten läuft es echt gut“, sagt er. Aktuell befinde er sich aber noch in der Phase, in der das Medikament eingestellt wird. „Wir müssen uns bei der richtigen Dosierung noch herantasten.“ Dies sei gerade bei häufigem Wetterwechsel schwierig.

Wie berichtet, leidet Huttner an einer Ähnlichkeitsform der Parkinson-Krankheit. Im Oktober 2012 wurde sie bei ihm festgestellt. Damals war er Deutschlands jüngster Patient mit einer solchen Form. Normalerweise tritt die degenerative Krankheit ab dem 50. Lebensjahr auf.

Ursache ist die wohl genetisch bedingte Fehlversorgung mit dem Botenstoff Dopamin. Eine spezielle Operation, mit der die Ausfallerscheinungen – entweder starre oder zuckende Muskeln – in den Griff bekommen werden sollten, scheiterte Anfang 2015. Damit bleiben zur Linderung nur Medikamente.

Für das neue Mittel muss die zweite gute Nachricht etwas zurückstehen: Huttner, der wegen seiner Krankhaeit im vergangenen Jahr auch seinen Job verloren hatte, hat in Miesbach eine neue Arbeit gefunden. Beim Autohaus Franz Schmid in Miesbach soll der gelernte Bürokaufmann drei Tage die Woche einfache Büroarbeiten erledigen.

Der Kontakt kam über die Berichterstattung in unserer Zeitung zustande, wie Huttner erzählt: „Für mich ist das super, weil ich so wieder Anschluss habe und einer Tätigkeit nachgehen kann.“ Die Firma habe Verständnis für seine Situation. Deshalb war es auch kein Problem, den für Anfang Februar geplanten Start wegen der Medikamentenumstellung bis auf Weiteres zu verschieben.

Insgesamt fühlt sich Huttner gut. Dazu hat auch sein Schritt in die Öffentlichkeit beigetragen. „Viele Leute kennen mich jetzt und wissen, was mit mir los ist.“ Um anderen Menschen Mut zu machen, hat Huttner eine Biografie geschrieben und sie bereits vorgestellt. Nachzulesen ist sie auf seiner neuen Homepage, die er mithilfe der Schlierseer Firma CBO aufgemacht hat. Die Adresse lautet: www.parkinson25.de.

„Den Namen habe ich deshalb gewählt, weil ich 25 Jahre alt war, als die Krankheit bei mir ausbrach“, erklärt er. Und auch die Veröffentlichung der Biografie als Buch, die er aus Kostengründen zurückgestellt hatte, scheint nun wieder möglich.

Der Künstler und Kirchenmaler Thomas Winter aus Miesbach hat für Huttner ein Bild gemacht, das dessen Lebenssituation beschreibt – „zwischen Licht und Schatten“, wie Winter sagt. Das Bild soll am Donnerstag, 25. Februar, im Hopf-Weißbräustüberl in Miesbach versteigert werden. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Kennengelernt haben sich die beiden bei Huttners Vortrag in der Miesbacher Bar Schloßleitn im Dezember 2015. „Ich war beeindruckt von ihm“, erinnert sich der 55-Jährige, der den Entschluss fasste, Huttner zu helfen: Er kreierte besagtes Bild – in Mischtechnik auf einer einen Quadratmeter großen Leinholzplatte – und schenkte es Huttner für eine Versteigerung.

„Es ist sehr symbolhaft“, sagt Winter, der als Restaurateur und Kirchenmaler arbeitet: Max zwischen Optimismus und Leid – dazwischen die Welt. Der Erlös soll für den Buchdruck der Biografie verwendet werden. „Ich will aufklären und anderen Betroffenen helfen“, sagt Huttner. Und dabei Mut vorleben.

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