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Ein echtes Familienunternehmen wird der Zeltbetrieb auf dem Miesbacher Volksfest 2016. Nicht nur die neuen Wirtsleute Anian (2.v.r.) und Yvonne Kurz (l.) kümmern sich um das Wohl der Gäste, sondern auch ihre Kinder Katharina (vorne M.), Thomas (r.) und Christina helfen mit.

Wechsel aus gesundheitlichen Gründen

Volksfest Miesbach: Das ist die neue Wirtsfamilie

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Miesbach - Das Miesbacher Volksfest hat ein neues Wirtspaar. Anian und Yvonne Kurz aus Kleinpienzenau kümmern sich ab dem kommenden Jahr um das Festzelt. Ihre Kinder helfen fleißig mit.

Einmal Wirt auf dem Miesbacher Volksfest. Das wäre es, dachte sich Anian Kurz (45). Vor einem knappen halben Jahr war das, als er sich mit seiner Frau Yvonne (40) im Biergarten vor dem Zelt ein Hendl schmecken ließ. „Aber leider“, sagte Kurz da, „kommt man an so was halt nicht hin.“ Ein Irrtum, wie sich nun herausstellte. Keine sechs Monate später stecken der Kleinpienzenauer, der seit 20 Jahren als Meister bei der Metzgerei Holnburger in Miesbach arbeitet und nebenbei einen Partyservice betreibt, und seine Frau mitten in den Vorbereitungen auf ihre Premiere als Volksfestwirte in der Kreisstadt. „Wir haben sofort zugesagt, als wir gefragt wurden“, erzählt Kurz stolz.

Sabine (r.) und Bernhard Kollmann (2.v.r.) – hier bei der Programmvorstellung im Juni dieses Jahres – haben die Bewirtschaftung des Zelts auf dem Miesbacher Volksfest aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Sie bleiben den Miesbachern aber im Vergnügungspark erhalten.

Gefragt wurden die Wirtsleute von ihren Vorgängern, Sabine und Bernhard Kollmann. Das Ehepaar hatte Zelt und Vergnügungspark seit 2010 fest in seinen Händen. Und war auch glücklich damit, wie Sabine Kollmann versichert. „Es ist wunderbar gelaufen, und wir hatten nie Ärger“, sagt sie. Entsprechend schwer fällt ihnen nun die Trennung vom Zelt. Die Gesundheit von Bernhard Kollmann ließ ihnen jedoch keine andere Wahl. „Wir haben uns entschieden, künftig kürzer zu treten“, sagt Sabine Kollmann. Nicht nur in Miesbach, sondern auch bei anderen Festen. Trotzdem werden die beiden nur den Zeltbetrieb abgeben, nicht den Vergnügungspark. „Wir bleiben den Miesbachern erhalten“, betont Kollmann. Ihren Nachfolgern wollen sie „mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Die freut das – auch wenn sie schon einiges an Erfahrung mitbringen. So arbeitete Kurz schon als Jugendlicher gerne in Bierzelten. Mit 15 Jahren half er seinem Onkel in Bad Feilnbach, später kümmerte er sich dann um die Küche bei Festen in Pienzenau und Schliersee. Doch auch in der Königsdisziplin als Festwirte überzeugten er und seine Frau bereits: in Deisenhofen und in Reichersdorf. „So was hat man einfach im Blut“, sagt Anian Kurz. „Aber es ist auch eine besondere Herausforderung“, ergänzt seine Frau.

Doch die beiden sind gerüstet. Die Musikkapellen sind gebucht, das Zelt auch. Letzteres fällt mit 880 statt 1040 Sitzplätzen etwas kleiner aus, der Biergarten bleibt mit 240 Plätzen aber unverändert. Auch sonst bauen die neuen Wirte auf die Erfahrung ihrer Vorgänger, wenn auch mit eigener Handschrift, wie Anian Kurz erklärt. „Wir werden jeden Tag ein besonderes Gericht anbieten“, sagt er. Natürlich stehen aber weiterhin die beliebten Klassiker auf der Speisekarte, und auch bei den Bedienungen müssen die Stammgäste keine großen Änderungen fürchten.

Damit alles reibungslos funktioniert, arbeiten Kurz und seine Frau Hand in Hand. „Einer ist in der Küche, der andere im Büro“, erklärt Yvonne Kurz. „Wir ergänzen uns.“ Auch ihre drei Kinder hat das Volksfest-Virus gepackt. Während Thomas (15) und Christina (17) bei den Großen in der Küche helfen, darf die kleine Katharina (8) durch den Vergnügungspark toben. „Die braucht eine Dauerkarte für die Fahrgeschäfte“, scherzt Anian Kurz. Eben eine richtige Volksfestfamilie.

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