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Keine Umweltgefahr: Die Untersuchung des Materials ergab, dass Schadstoffgrenzen nicht überschritten wurden.

Entwarnung mit einem Aber

Bauschutt im Wald: Weg am Schliersberg bleibt

Miesbach/Schliersee - Der Waldweg am Schliersberg kann bleiben: Die Schadstoffgrenzen sind eingehalten, aber es wurden technische Standards verfehlt.

Der mit womöglich unsauberen Bauschutt befestigte Waldweg am Schliersberg muss nicht abgetragen werden. Zu diesem – allerdings vorläufigen Ergebnis – kommt das Landratsamts Miesbach nach der Prüfung des Gutachtens der Technischen Universität München. Experten der Uni waren mit der Beprobung des verwendeten Materials beauftragt worden war (wir berichteten). „Die Grenzwerte bei den Schadstoffen sind eingehalten“, sagt der Stellvertretende Landratsamtsprecher Gerhard Brandl. Aus Sicht der Behörde bestehe folglich keine Umweltgefahr. Deshalb wäre die Anordnung der Beseitigung des Weges nicht verhältnismäßig. Wie berichtet, hatte ein Bericht des Bayerische Fernsehens einen Umwelt-Skandal vermuten lassen und für helle Aufregung sowie bundesweite Aufmerksamkeit für Schliersee und speziell die Miesbacher Behörde gesorgt. Diese musste einräumen, dass der Nachweis über die Unbedenklich des Materials fehlerhaft war. Dies scheint nun ausgemerzt zu sein.

Doch noch gibt es einen Haken. Denn die Untersuchung des Materials hat ergeben, dass der Anteil von Sand an dem Wegbau-Material nicht hoch genug ist. Ferner erfülle die sogenannte stoffliche Zusammensetzung nicht den aktuellen technischen Standard, so Brandl. Das Landratsamt will nun mit den verantwortlichen Stellen klären, ob die gefunden Mängel es rechtfertigen, den Rückbau des Weges anzuordnen. Die Behörde will noch ausführlich Stellung nehmen.

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