Rohbau abgeschlossen: Bayrischzells Bürgermeister Helmut Limbrunner (l.) begutachtet den Tiefbrunnen, der Ende 2014 in Betrieb gehen soll. Foto: KN

Winterruhe vor dem Endspurt

Bayrischzell - Seit Montag ist der Rohbau des neuen Tiefbrunnens südlich von Bayrischzell abgeschlossen. Im neuen Jahr wartet der Feinschliff und juristische Arbeit - es muss unter anderem ein Schutzgebiet ausgewiesen werden. Das Projekt liegt im Zeitplan, die Kosten aber steigen voraussichtlich.

Wenige Stunden vor der letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr ist der Rohbau des Tiefbrunnens abgeschlossen worden. Am Montagabend zeigte Geologe Eduard Eichenseher dem Gremium im Detail, wo die Firma Geomechanik in den vergangenen Monaten gegraben, gebohrt und Rohre verlegt hat. „Wir sind wie geplant zum Wintereinbruch fertig geworden. Bisher ist es gut gelaufen“, sagte Bayrischzells Bauamtsleiter Josef Acher über eines der größten laufenden Projekte in der Gemeinde. Ende 2014 soll es abgeschlossen sein - bis dahin gibt es allerdings noch einiges zu tun. Was konkret umzusetzen ist, erklärte Michael Schütte vom Germeringer Ingenieurbüro Dippold & Gerold im Gemeinderat.

Bis Februar will die Gemeinde den Leitungsbau ausschreiben und die baurechtliche Genehmigung für ein Brunnenhaus einholen. Dieses ist Schütte zufolge 6,60 auf drei Meter groß und schützt den Brunnen, der am südlichen Ortsrand von Bayrischzell liegt. Zudem soll das betroffene Areal im neuen Jahr als Wasserschutzgebiet ausgewiesen werden, worüber das Landratsamt Miesbach entscheidet.

Die geschätzten Kosten für das gesamte Projekt sind höher als erwartet. Zunächst war von 750 000 bis 850 000 Euro die Rede. Nun beläuft sich das Projekt auf rund eine Million Euro, wie Schütte im Gemeinderat bekanntgab. Das Gremium wiederum nahm es gefasst auf. „Ein wesentlicher Punkt war, dass wir drei zusätzliche Probebohrungen gebraucht und mehr Grundwasser-Messstellen untersucht haben als geplant“, sagte Acher. Geschäftsleiter Hubert Pöllinger ist jedoch zuversichtlich, „dass wir die Kosten noch etwas reduzieren können“. Das gelang bereits beim Rohbau, der 209 400 anstatt 227 300 Euro kostete.

Auf die Bürger kommen keine weiteren Beiträge für den Tiefbrunnen selbst hinzu. Noch offen ist aber, wie hoch die Wassergebühr sein wird. mla

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