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Dachziegel prasselten am Dienstagnachmittag auf die Schlierseer Straße herab. Die Feuerwehr Miesbach sicherte das Dach und räumte die Scherben beiseite.

Ruppig im Norden, ruhiger im Süden

So wütete der Sturm im Schlierach-/Leitzachtal

Schlierach-/Leitzachtal - Umgestürzte Bäume, ein abgedecktes Schulhaus und ein Stromausfall: Auch das Schlierach-/Leitzachtal hat der Sturm durcheinandergewirbelt. Doch nicht alle waren betroffen.

Das erstaunlichste zuerst: "Hinter Hausham steppt der Bär. Aber bei uns war's ruhig." Dies berichtete Andreas Dietmannsberger, Kommandant der Schlierseer Feuerwehr gestern Abend. Von ein paar umgestürzten Bäumen an der Schliersbergalm abgesehen, verbrachten die Schlierseer einen ruhigen Sturmtag. Der südöstliche Nachbar Bayrischzell hat ebenfalls nicht viel zu tun bekommen - ansonsten herrrschte auch im Schlierach-/Leitzachtal mächtiges Treiben wegen des Sturms.

So wurde etwa in Elbach das Dach der Grundschule beschädigt. Auch in Miesbach segelten einige Dachziegel auf die Schlierseer Straße und überall landeten umgestürzte Bäume auf den Straßen. Zu viele, um sie zu zählen. Diverse Straßen musste deshalb zeitweise gesperrt werden, etwa zwischen Hausham und Wörnsmühl. Kurios: Kurz war aus dieser Straße fast kein Entkommen mehr, denn sie war an zwei Stellen unpassierbar. Lediglich über kleine Wege konnten die Autofahrer nach Parsberg gelangen.

Die positive Nachricht: Im Raum Miesbach hat nach Angaben der Polizei niemand eine Verletzung erlitten. "Es ist glimpflich ausgegangen", meldet die Inspektion Miesbach. Insgesamt gab's auch für das Schlierach-/Leitzachtal die volle Bandbreite an Sturmschäden, auch die Bahnstrecke nach Bayrischzell war betroffen. Allerdings: Spektakuläre Zwischenfälle bleiben laut Polizei glücklicherweise aus. Der Vize-Kommandant der Miesbacher Feuerwehr bestätigt die Polizei-Sichtweise. "Was richtig Dramatisches war nicht dabei." Dafür Ärgerliches, wie der Irschenberger Kommandant Tom Niggl berichtet: "Wir wurden allen Ernstes wegen eines etwas größeren Astes auf einem Radlweg alarmiert."

Am meisten betroffen hat die Bewohner in Miesbach und Hausham wohl ein knapp zweistündiger Stromausfall. Gegen 16 Uhr waren die Einwohner-starken Kommunen wieder vollumfänglich versorgt. Grund für den Ausfall - Bäume, die auf Stromleitungen gefallen waren. Wo es genau hakte, konnte eine Sprecherin des Versorgers e.on nicht mitteilen. Es seien einfach zu viele Stellen gewesen. Auch zahlreiche Telefonleitungen wurden beschädigt. Die Reparaturtrupps kamen mit dem Richten gar nicht mehr hinterher.

Von Daniel Krehl

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