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Sebastian Grauvogl (l.) und Dieter Dorby.

Pro und Kontra aus der Redaktion

Nach Zugunglück: Hätte Fasching abgesagt werden müssen?

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Miesbach - Darf man in Miesbach Fasching feiern während in Bad Aibling bei einem Zugunglück Menschen sterben? Diese Frage wird gerade heiß diskutiert - auch in unserer Redaktion. Welche Meinung vertreten Sie?

Dass der Miesbacher Fasching am Dienstag stattgefunden hat, obwohl in Bad Aibling das schreckliche Zugunglück passiert ist, empört viele. Auch in unserer Redaktion wurde das Thema diskutiert. Hier lesen Sie ein Pro und Kontra unserer Redakteure. Und Sie haben die Möglichkeit selbst über das Thema abzustimmen.

Das Faschingstreiben hätte abgesagt werden müssen - ein Kommentar von Dieter Dorby

Es gibt Zeiten zum Feiern und Zeiten zum Trauern. Dabei geht es nicht um die geradezu philosophische Frage: Wie weit reicht die Pflicht zur Pietät? Liegt Miesbach bereits weit genug entfernt vom Schauplatz der Tragödie, um am Faschingsdienstag (zumindest halbwegs) unbeschwert feiern zu dürfen? Im Fall des Zugunglücks von Bad Aibling geht es nicht um Kilometer – es geht um Anteilnahme. Eine alltägliche Situation hat, einfach so, zehn Menschen das Leben gekostet, viele wurden schwer verletzt. Jeden kann so etwas treffen. Betroffenheit fühlt da jeder – keine Frage. Diese Betroffenheit aber auch zu zeigen, indem man auf etwas verzichtet, was einem angenehm ist, hat eine andere Qualität. Es zeigt Verbundenheit mit den Betroffenen. Gemeinsam trauern kann helfen. Auf jeden Fall tröstet es.

Es ist ok, dass das Faschingstreiben stattgefunden hat - ein Kommentar von Sebastian Grauvogl

Die Frage ist berechtigt, ja sie muss sogar gestellt werden: Darf man feiern, während wenige Kilometer weiter Menschen um ihr Leben kämpfen? Wohl kaum jemand hat sich darüber am Dienstag so intensiv Gedanken gemacht wie die Organisatoren des bunten Faschingstreibens auf dem Miesbacher Marktplatz. Doch was wäre die Alternative gewesen? Die Veranstaltung zu kippen? Damit hätte eine Handvoll Leute allen anderen Menschen eine Entscheidung abgenommen, die jeder für sich selbst treffen muss. Denn: Niemand war zum Feiern gezwungen, wenn ihm nicht danach war. Wer sich für das Maschkera-Treffen entschied, hat sich keinen moralischen Fehltritt geleistet. Denn die Teilnahme am Faschingstreiben schließt nicht Betroffenheit und Anteilnahme am Zugunglück aus.

Stimmen Sie ab: War die Faschingsfeier am Miesbacher Marktplatz angebracht?

Nach dem Zugunglück in Bad Aibling: Hätte das bunte Faschingstreiben auf dem Miesbacher Marktplatz abgesagt werden müssen? *

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