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Freude über das Studienergebnis: (v.l.) Stefanie Pfeiler (TTT), Renate Zinser (Jodschwefelbad), Johanna Proßegger (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Bürgermeister Peter Höß und TTT-Geschäftsführer Christian Kausch.

Mini-Kur mit Erfolgsgarantie

Aktuelle Studie: Wiesseer Jodschwefelquellen haben posititive Wirkung

un ist es wissenschaftlich belegt und offiziell: Schon eine Woche mit ein bisschen Bewegung am Berg - und natürlich regelmäßigen Bädern im Wiesseer Jodbad - machen gesünder.

Bad Wiessee – Am Montag präsentierten das Institut für Ecomedicine an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg (PMU) gemeinsam mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) die Ergebnisse der „Jungbrunnen-BERG-Studie“ im Almchalet des Boutique Hotel Relais-Chalet Wilhelmy.

Eine Woche lang hatten es sich 138 Probanden ab 65 Jahre im Tegernseer Tal, in Bad Reichenhall und im österreichischen Abtenau gut gehen lassen – im Dienste der Wissenschaft: Während sich die eine Hälfte jeder Gruppe Ausflügen kultureller Art widmete, absolvierte die andere ein Programm mit Wandern, Ballspielen, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen.

Auch wenn es sich noch um ein Teilergebnis handelt, weil noch 2500 Blutproben nicht im Detail ausgewertet wurden: Die Mini-Kur zeigte Wirkung, erklärten Dr. Arnulf Hartl, Leiter des Instituts für Ecomedicine der PMU, und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin Johanna Proßegger. „Die Studie zeigt, dass ein Aufenthalt im Tegernseer Tal per se gesundheitsfördernd ist, dass aber einer mit Bewegung am Berg und Baden in den Jodschwefelquellen noch effektiver ist“, so Proßegger.

Die Entzündungswerte und der Blutdruck der Studienteilnehmer sanken, die Sturzgefahr bei Senioren wurde gemindert, ihre kognitive Leistung verbessert. Ganz allgemein stieg die gefühlte Lebensqualität, über 60 Tage nach dem Aufenthalt hinaus. Das Programm wirke sich sogar positiv aufs Immunsystem aus. Der Aha-Effekt beim Wiesseer Jodschwefelwasser: Während bei den anderen Heilquellen die Entzündungswerte sofort nach unten gingen, stiegen sie in Bad Wiessee erst einmal an, um dann schneller zu fallen.

Hartl präsentierte auch die Ergebnisse einer gesundheitstouristischen Umfrage unter 1142 Personen ab 65 Jahren. Hier zeichnete sich nicht nur ab, dass rund 90 Prozent an Rückenschmerzen, 90 Prozent an mangelnder Fitness und Kondition sowie 80 Prozent an Gelenkschmerzen litten. Sondern, dass das auch jene medizinischen Felder sind, für die die Befragten bereit sind zu investieren. Reisemotive waren etwa „frische Kraft sammeln“, „Natur erleben“, „gesundes Klima“ und „Entspannung“ – „alles, was das Tegernseer Tal erfüllt“, so Hartl. Im Detail waren auch Sicherheit der Region, qualitätsvolle Gastronomie und ortsgebundene Heilmittel, kompetentes Personal auf allen Ebenen sowie Schlafkomfort, Nichtraucherzimmer und Erleichterungen wie ein Lift und große Bäder gefragt.

Auf dieser Basis hat die TTT bereits mit der Entwicklung neuer gesundheitstouristischer Produkte begonnen. TTT-Gesundheitsreferentin Stefanie Pfeiler stellte ein Konzept für Schulungen von Mitarbeitern der Tourist-Infos sowie Gastgeber vor, außerdem ein Zertifizierungsmodell eigens für „Gesundheits-Gastgeber“ und eine buchbare, in sich geschlossene, aber dennoch zeitlich flexibel gestaltete Gesundheitswoche. Sie beruht auf dem Programm der Studie und kann von den Krankenkassen bezuschusst werden – quasi eine Wiesseer Mini-Kur mit Erfolgsgarantie.

Die Botschaft, dass die Wirksamkeit der Wiesseer Heilquellen durch eine aktuelle Studie belegt ist, freut nicht nur Renate Zinser als Leiterin des Jodschwefelbads. Für Wiessees Bürgermeister Peter Höß kommt sie gerade zur rechten Zeit: zur Neuentwicklung des Kurviertels und dem Bau des neuen Badehauses.

Alexandra Korimorth

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