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Pilot mit Weitblick: Frank Eickmeyer vom Takko Team genießt kurz nach dem Abheben die Sicht über das Tegernseer Tal.

Ballon-Glück immer nur samstags

10.000 Besucher bei Tegernseer Tal Montgolfiade

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Bad Wiessee  - Zwei Wochenenden, zwei Traumtage: Das reichte, um der Tegernseer Tal Montgolfiade 2016 trotz des ansonsten unerfreulichen Wetters rund 10 000 Besucher zu bescheren.

Immer samstags hatte der Wettermacher ein Einsehen. Das Grau verzog sich, der Himmel über dem Tal wurde blau, und die Ballone konnten aufsteigen. „Schon verrückt, dass es in beiden Wochen immer am Freitag aufgeklart hat und der Samstag dann gut war“, erklärt Peter Rie, Veranstaltungsmanager der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). An jedem Samstag kamen um die 5000 Besucher, was die Montgolfiade 2016 ingesamt zu einem Erfolg macht. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, ist Rie überzeugt. 

Erstmals ging die Montgolfiade heuer über zwei Wochenenden. Nach dem Wetterpech der vergangenen Jahre wollten die Veranstalter mit der Verlängerung die Chance erhöhen, dass Ballone abheben können. Das hat sich auch ausgezahlt. Ob die Montgolfiade jetzt ihr Konzept gefunden hat, ist aber noch nicht klar. Man werde in der Nachbereitung alles kritisch unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, meint Rie. 

Insgesamt waren 20 Teams aus ganz Deutschland mit großen Ballonen angereist, zudem sorgten vier Modellballone für Ambiente. Die meisten Teams kamen für eines der beiden Wochenenden, fünf blieben aber auch die ganze Woche. Um die Piloten und den mitgereisten Tross kümmerten sich die Organisatoren intensiv, boten Führungen und Ausflüge an. In den vergangenen Jahren sei diese Betreuung vernachlässigt worden, merkt Rie an: „Da leisten wir jetzt wieder Basisarbeit.“ 

Ein bisschen Trost und Unterhaltung konnten die Teams auch gut gebrauchen. Denn auch wenn samstags die Sonne schien: Insgesamt machte das Wetter den Piloten schwer zu schaffen. „Ich hätte schon lieber auch an den Sonntagen und unter der Woche Ballone in der Luft gehabt“, erklärt Startleiter Michael Unger. 

Neben Schneefall, Regen und Wind war vor allem der Matsch ein großes Problem. Auf den schlammigen Wiesen konnten die Luftfahrer die riesigen Ballonhüllen nicht ausbreiten. „Die werden dann total verdreckt, das ist halt nicht so gut“, meint Unger. Zum Glück war der Boden zumindest am Samstagfrüh nach einer klaren Nacht gefroren, so dass zwölf der 18 Teams in die Luft gehen konnten. Allerdings nicht vom eigentlichen Startplatz in Bad Wiessee aus. Dort pusteten die Föhn-Böen zu stark. 

Die Ballonfahrer wichen auf einen Startplatz in Enterrottach aus, wo der Wind im Schatten der Berge nicht so kräftig blies. Möglich machte dies Sepp Stadler, der kurzfristig seine Wiese beim Feuerwehrhaus als Startplatz zur Verfügung stellte. „Das ist wirklich toll, dass ein Landwirt so etwas macht“, betont Unger. Ansonsten wäre kein Start möglich gewesen. Die Ballone hoben von dort ab, waren aber schnell aus dem Tal entschwunden. Die meisten schwebten in Richtung Miesbach und Fischbachau. „Einer ist fast bei Kufstein gelandet“, berichtet Rie. 

Der Wind vereitelte am vergangenen Samstag auch die Ballonjagd. Am Samstag zuvor hatte sie zwar stattgefunden, doch kam keiner der Pilten dem „Fuchs“, dem Bräustüberl-Ballon, nahe genug, um eine Wertung zu ermöglichen. Auch das Ballonglühen in Bad Wiessee fiel den Böen zum Opfer. Die Organisatoren bauten zwar alles auf, doch letztlich musste ohne Hüllen geglüht werden. 

Traumtage überm Tegernsee: Die Bilder der Montgolfiade 2016

Den Erfolg des Wintermarktes schmälerte dies laut Rie nicht. Die Aussteller seien zufrieden, die Stimmung gut. Möglicherweise werde man dem Markt künftig noch eine Ausstellung zugesellen, um das Thema Ballon dort präsenter zu machen, meint Rie: „Wir überlegen, wie wir die Besucher noch besser mitnehmen können.“

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