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Die Zeit des Bangens ist vorbei: Die Erleichterung aller Beteiligten war spürbar bei der Einweihung des neu aufgebauten Rettungszentrums in Bad Wiessee. 

Rotes Kreuz dankt für „gigantische Hilfsbereitschaft“

15 Monate nach Explosion: Zerstörtes Rettungszentrum wieder eingeweiht

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15 Monate nach der Brandkatastrophe im Rettungszentrum Bad Wiessee hat das Bayerische Rote Kreuz am Samstagabend die Wiedereinweihung gefeiert. Eine hoch emotionale Angelegenheit.

Bad Wiessee – Auf Nummer sicher gingen die beiden Pfarrer Martin Voss und Martin Wieland bei der Segnung des wieder aufgebauten Rettungszentrums und des neuen BRK-Fahrzeugs in Bad Wiessee. Nur nicht am Weihwasser sparen, hielt Voss seinen katholischen Kollegen an. Damit diesmal von der Station ein paar Jahre länger ausgehen könne. Am Samstag konnten die Rotkreuzler gelöst darüber lachen. Doch die Erinnerungen an den 13. Februar 2017, als es bei Schweißarbeiten zur verheerenden Explosionskatastrophe kam, bei der zwei BRK-Mitglieder schwer verletzt wurden und die BRK-Bereitschaft Bad Wiessee samt ihrer Ausrüstung komplett zerstört wurde, waren noch sehr lebendig. „Das war der schwärzeste Tag, den wir je erlebt haben“, erinnerte sich BRK-Bereitschaftsleiter Benedikt Dörder.

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Dem Festakt zur Wiedereinweihung des Katastrophenschutz- und Hilfeleistungszentrum waren ein ökumenischer Gottesdienst in der Kirche St. Anton und ein Festzug vorausgegangen. Angeführt von der Musikvereinigung Bad Wiessee nahmen die Mitglieder der BRK-Bereitschaft und ihre Gäste, darunter Staatsministerin Ilse Aigner, die Bürgermeister Peter Höß (Bad Wiessee), Johannes Hagn (Tegernsee), Josef Bierschneider (Kreuth), Alfons Besel (Gmund), BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk, sowie Spender, Stifter, Vertreter befreundeter Ortsvereine und Nachbarn, vor dem wieder errichteten Rettungszentrum Aufstellung.

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Sie erinnerten sich nicht nur an die Katastrophe, sondern auch an die Hilfsbereitschaft danach. Wie berichtet, musste die Bereitschaft Bad Wiessee 300 000 Euro der Schadenshöhe von insgesamt drei Millionen Euro selbst aufbringen. „Es kamen Unterstützungsangebote aus Bayern und ganz Deutschland. Die Hilfsbereitschaft war gigantisch“, sagte Dörder und dankte allen Talgemeinden, dem Landkreis, den privaten Sponsoren und Stiftern sowie den befreundeten Vereinen für ihre Spenden. „Alle waren sich einig, dass sie uns den Rücken stärken und freihalten und uns unter die Arme greifen wollten“, freute er sich sichtlich bewegt. Unter Applaus konnte er verkünden, dass die BRK-Bereitschaft die Differenz von 300 000 Euro zur Wiedereinweihung aufbringen konnte. Erlöst sagte Dörder: „Damit ist das Thema für uns nun beendet.“

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Der BRK-Kreisvorsitzende Josef Bierschneider würdigte vor allem diejenigen, die sich von der totalen Verzweiflung nicht haben runterziehen lassen und wieder angepackt haben. „Euer Engagement geht weit über das hinaus, was man von Ehrenamtlichen erwarten darf“, sagte Bierschneider und war glücklich, dass das Fest auch mit den beiden bei der Explosion schwer verletzten Männern gefeiert werden konnte: „Dass Ihr dabei sein könnt, ist ein großes Geschenk.“ Der Dank von Bürgermeister Peter Höß galt seinem Stellvertreter Robert Huber, Architekt Wagenpfeil und dem Bauhof: „Auch wenn dem Tal ja sonst keine Einigkeit unterstellt wird: Wenn es drauf ankommt, helfen wir zusammen“, sagte Höß stolz. Die Hilfs- und Spendenbereitschaft habe regelrecht eine Dynamik angenommen.

Huber gab das Lob weiter an die Versicherungen und Handwerker: „Es ist besser gelaufen, als man es sich wünschen kann, so dass das Rettungszentrum wie Phönix aus der Asche steigen konnte.“ Aigner und Stärk legten getreu dem von der Ministerin zitierten Motto „Grußworte sollen kurz, die Bratwürste dafür lang sein “ ihre Gruß- und Dankesworte kurzerhand zusammen. Stärk ließ die Gäste an seinen persönlichen Erinnerungen an den 13. Februar 2017 teilhaben, während sich Aigner erleichtert zeigte, dass dauerhaft keine Schäden entstanden seien.

Alfons Besel, BRK-Bereitschaftsleiter in Tegernsee, überreichte der Wiesseer Bereitschaft einen Bierkrug, damit sie den Schreck, die Angst um die Kameraden und um die Zukunft der Rettungswache „obischwoam“ könnten. Das taten die rund 100 Anwesenden dann ausführlich, indem sie den Wiederaufbau des Rettungszentrums und ihre Gemeinschaft feierten.

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