22 Taucher hatten sich zum Ramadama an der Wiesseer Bucht zusammengefunden.
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22 Taucher hatten sich zum Ramadama an der Wiesseer Bucht zusammengefunden.

Tauchschule Seegeist

22 Taucher beim Ramadama in Wiesseer Bucht: „Sicht nicht so gut“ - Flaschen, Scherben und Fahrrad geborgen

  • Christine Merk
    VonChristine Merk
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Zum Ramadama unter Wasser trafen sich kürzlich 22 Taucher in der Wiesseer Bucht. Nickie Groiss von der Tauchschule Seegeist hat die Aktion organisiert.

Bad Wiessee - Zigarettenfilter verrotten nicht. Leider. Die Kippen bleiben selbst am Grund von Seen liegen und bieten einen unschönen Anblick. In der Wiesseer Bucht haben Taucher nun den Seegrund von ihnen gereinigt: ein Ramadama unter Wasser.

Tauch-Ramadama: Schlechte Sicht erschwert Arbeit - Wasser mit 20 Grad angenehm

22 Taucher waren seinen Aufrufen via WhatsApp, E-Mail und Mundpropaganda gefolgt und kamen am frühen Sonntagmorgen zur Wiesseer Bucht. „Am Vortag hat es geregnet, deshalb war die Sicht nicht so gut“, berichtet Groiss.

Grad mal eineinhalb bis zwei Meter konnten die Taucher sehen. Immerhin war das Wasser mit 20 Grad angenehmer als im Winter, denn auch da ist Groiss schon mal zum Saubermachen im See unterwegs. Die Taucher wurden in Teams eingeteilt und jedem Team ein Bereich zugeteilt. „Auch nach Erfahrung“, sagt Groiss, „denn es muss ja sicher sein.“

Motivation: Umweltgedanke - Frühstück und Verlosungsaktion als Belohnung für die Helfer

Der Umweltgedanke sei bei Tauchern sehr groß, sagt er. Bei seinen Ausbildungen animiere er immer dazu, dass die Leute Dinge, die nicht ins Wasser oder ans Ufer gehören, mitnehmen. „Das sieht nicht so schön aus, wenn ein Krebs in einer Chipstüte wohnt.“ Bei dem Ramadama in der Wiesseer Bucht haben die Teilnehmer neben Zigarettenkippen vor allem Flaschen, Scherben und ein paar Bierkrüge eingesammelt.

Tauchschulen-Inhaber Nickie Groiss hat die Aktion organsiert. Unter seiner Leitung wurde auch ein jahrzehntealtes Fahrrad aus der Wiesseer Bucht geborgen.

Ein Stück, das fast Sammlerwert hat, war ein altes Fahrrad. „Das stammt wahrscheinlich von vor 1950“, erzählt Groiss lachend. Zwei Stunden lang suchten die 22 Taucher den Seegrund ab, zwei Helfer nahmen am Ufer das Gefundene entgegen. Danach gab’s für alle ein Frühstück und eine Verlosungsaktion. Dafür hatten sich Sponsoren gefunden.

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