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Soll bald Geschichte sein: Das alte Jodschwefelbad in Bad Wiessee wartet auf seinen Abbruch.

Baugenehmigung für SME-Hotel liegt noch nicht vor

Altes Jodbad: Abbruch verzögert sich erneut

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Der große Abbruch lässt weiter auf sich warten. Am 16. Oktober sollten eigentlich die Bagger im Wiesseer Kurviertel anrücken und dem alten Jodbad zu Leibe rücken. Doch die Arbeiten verzögern sich erneut.

Bad Wiessee „Das Abbruchunternehmen“, so versichert Florian Kamelger, „steht Gewehr bei Fuß“. Einen Zeitpunkt, wann die Abrissarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Jodschwefelbads nun endlich beginnen, kann der Chef der Firma Sports Medicine Excellence Group (SME) aber trotzdem nicht nennen. Dabei war schon einmal ein konkreter Termin im Raum gestanden: Am 16. Oktober, so hieß es seitens SME, würden die Bagger anrollen.

Warum dieser Termin nun doch nicht haltbar ist, begründet der Schweizer Investor mit „Sicherheitsdenken“. Man warte noch auf die „vollziehbare Baugenehmigung“ für das Hotel, das auf dem Areal entstehen soll, erklärt Kamelger. Ehe die nicht vorliege, werde seine Firma nicht mit den Abbrucharbeiten starten. Zumal Abriss und Beginn des Neubaus fließend ineinander übergehen sollen. „Es macht ja auch kaufmännisch keinen Sinn, die Baumaschinen zweimal anrücken zu lassen“, meint Kamelger.

Bekanntlich möchte SME an Stelle des Jodbads ein Luxushotel mit angegliedertem Medizinzentrum verwirklichen. Die Gemeinde hat das Projekt längst durchgewunken, der Ball liegt derzeit beim Landratsamt Miesbach. Dort ist das Genehmigungsverfahren bislang nicht abgeschlossen, wie die stellvertretende Sprecherin Sophie Stadler bestätigt. „Es fehlen noch einige Unterlagen“, erklärt sie. Und die Sprecherin betont: Der Abriss sei Bestandteil der Baugenehmigung und dürfe daher gar nicht beginnen, ehe das Placet nicht vorliege. Nach den Worten Kamelgers handelt es sich bei den fehlenden Papieren nicht um Unterlagen, die SME noch schuldig sei und liefern müsse, sondern um die Stellungnahmen zweier Fachbehörden. 

Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) geht davon aus, dass sich der Abbruch nur „um ein paar Wochen verzögern wird“. Und auch der Investor bleibt gelassen. Dass der Genehmigungsprozess etwas länger dauere, sei bei einem Projekt dieser Größenordnung normal, sagt Kamelger. Er stellt den Genehmigungsbehörden ansonsten ein gutes Zeugnis aus. Auch während der vermeintlichen Sommerpause hätten das Landratsamt und seine Fachstellen das Verfahren konsequent vorangetrieben.

Wann mit der Baugenehmigung für das Hotel-Projekt zu rechnen ist, kann Kamelger nicht sagen. „Aber die Informationen, die wir dazu haben, klingen gut“, meint er zuversichtlich. Ziel bleibe es, im Herbst mit dem Abbruch des Jodbads zu beginnen.

Wie lange die Arbeiten dann dauern werden, ist laut dem Investor nur schwer abzuschätzen. „Das können wir nicht auf den Tag genau berechnen.“ Der Schweizer geht aber davon aus, dass die Zeit bis Ablauf der Frist, in der das Gebäude abgerissen werden darf, ausreichend ist. Die Frist besagt, dass wegen des Artenschutzes der Abbruch grundsätzlich nur zwischen Oktober und Februar stattfinden darf. Wegen dieser zeitlichen Beschränkung hatte SME die Maßnahme schon einmal verschieben müssen: Ursprünglich sollte der Abriss nämlich bereits im Januar dieses Jahres beginnen.

gab

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