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Keine Zierde für Bad Wiessee ist das einstige Haus Ursula, seit die letzten Mieter ausgezogen sind. Früher befand sich in dem Gebäude auch ein Hotel.

Baufirmen haben derzeit kaum freie Kapazitäten

Haus Ursula: Der Abriss lässt auf sich warten

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Der Abbruch des Haus Ursula in Bad Wiessee ist beschlossene Sache - und war bereits für diesen Sommer angekündigt. Doch der Gebäudekomplex am Lindenplatz steht noch immer. Das bedauert auch der Eigentümer.

Bad Wiessee – Angezählt ist das Haus Ursula im Herzen von Bad Wiessee längst. Doch bislang wartete das leer stehende Gemäuer vergebens auf seinen Abriss. Dabei ist alles genehmigt. Der Eigentümer, das Unternehmen Bavaria Wohnbaupartner aus Ottobrunn, dürfte jederzeit loslegen. Das Problem: Es fehlt an Baufirmen, die den Auftrag übernehmen könnten. „Die stehen derzeit leider nicht Gewehr bei Fuß“, bedauert Managing Partner Torsten Graf.

Mitte Juli dieses Jahres hatte Graf angekündigt, dass der entmietete Gebäudekomplex am Lindenplatz noch im Laufe des Sommers abgerissen werde. Bekanntlich soll das einstige Haus Ursula einem modernen Wohn- und Geschäftshaus weichen. Nun ist allerdings fraglich, ob noch heuer mit dem Abbruch und dem Bau der Tiefgarage begonnen werden kann. „Das wäre natürlich unser Wunsch“, sagt Graf. „Aber die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll.“ Hinzu komme, dass man gerne ein Unternehmen aus der Region mit den Arbeiten beauftragen wolle, erklärt der Investor.

Noch ist Graf guter Dinge, dass der Abbruch in Bälde realisiert werden kann. Die Arbeiten, sagt er, könnten durchaus auch im Winter und bei Frost durchgeführt werden. „Das wäre nicht dramatisch“, meint Graf. Allerdings sollten der Abriss und der Bau der neuen Tiefgarage in einem Zug erfolgen.

Die Verzögerung der Abbrucharbeiten ist nicht die erste Widrigkeit, mit der der Investor bei dem Wiesseer Projekt zu kämpfen hat. Der Eigentümer musste seine Planungen für den Neubau mehrfach überarbeiten, nachdem die ersten Entwürfe im Gemeinderat auf Ablehnung gestoßen waren. Erst im Juli war der Bebauungsplan dann rechtskräftig geworden.

gab

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