Die Seepromenade in Bad Wiessee (Symbolfoto) wurde heuer auch zum Feiern, Grillen und Baden genutzt. Das Problem kam jetzt im Gemeinderat auf den Tisch.
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Die Seepromenade in Bad Wiessee (Symbolfoto) wurde heuer auch zum Feiern, Grillen und Baden genutzt. Das Problem kam jetzt im Gemeinderat auf den Tisch.

Gemeinderat stimmt nachträglich zu

Alkoholverbot an Wiesseer Seepromenade: Rückendeckung für Kühns Notverordnung

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Per Notverordnung hat Wiessees Bürgermeister Robert Kühn (SPD) im August ein nächtliches Alkoholverbot für die Seepromenade erlassen. Jetzt wurde klar: Der Gemeinderat steht voll hinter der Maßnahme.

  • Im Corona-Sommer liefen Partys an der Wiesseer Seepromenade aus dem Ruder
  • Der Bürgermeister hat auf eigene Faust ein nächtliches Alkoholverbot verhängt
  • Der Gemeinderat stimmte der Notverordnung jetzt nachträglich geschlossen zu

Bad Wiessee Weil die feucht-fröhlichen Zusammenkünfte an der Wiesseer Seepromenade mehr und mehr außer Kontrolle gerieten, hat Bürgermeister Robert Kühn (SPD) Ende August Fakten geschaffen. Er erließ per Notverordnung – und damit ohne entsprechenden Gemeinderatsbeschluss – ein nächtliches Alkoholverbot für diesen Bereich. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause am Donnerstagabend wollte Kühn das Einverständnis des Gemeinderats nun nachträglich einholen.

Es habe zahlreiche Beschwerden von Gästen, Gastgebern und Besuchern gegeben, schickte der Bürgermeister dem Tagesordnungspunkt voraus. „Ich musste handeln.“ Vom Gremium erhielt er dafür nun vollste Rückendeckung. Er kenne die Situation aus eigener Erfahrung, erklärte Wilhelm Dörder (FWG/Wiesseer Block). „Respekt, dass du so schnell und vorbildlich gehandelt hast“, erklärte er an die Adresse des Bürgermeisters. Einhellig stimmte das Gremium der Verordnung über das Alkohol-Verbot – gültig zwischen 22 und 6 Uhr – zu.

Florian Sareiter (CSU) spricht auch von „grillenden Großfamilien“ an der Promenade

Unter dem Punkt „Wünsche und Anregungen“ brachte Florian Sareiter (CSU) das Thema dann noch einmal auf den Tisch. „Die Notverordnung war richtig und wichtig“, betonte er. „Wir waren alle einmal jung, aber wenn randaliert und verletzt wird, hat der Spaß ein Loch.“ Gleichzeitig erklärte der CSU-Sprecher, dass Alkohol trinkende Jugendliche nicht das einzige Problem an der Seepromenade seien. Zum einen gebe es dort noch immer viele Radler, die sich nicht an das Fahrverbot halten würden. Zum anderen sei der Kernbereich der Promenade in diesem Sommer vermehrt zum Freibad umfunktioniert worden. Sareiter berichtete von badenden Menschen in der Wiesseer Bucht und „grillenden Großfamilien“. Er froderte: „Das Thema müssen wir angehen – so etwas in diesem Bereich nicht drin.“ Er regte an, eine Grünanlagenverordnung zu erlassen, um das Problem schon im nächsten Jahr unterbinden zu können.

Bürgermeister glaubt, dass Nutzung der Corona-Situation geschuldet war

Bürgermeister Kühn zeigte sich überzeugt, dass die ausufernde Nutzung der Seepromenade in diesem Sommer „der Sonder-Situation Corona“ geschuldet gewesen sei. „Wir sollten uns in Ruhe anschauen, wie wir da nächstes Jahr vorgehen“, meinte der Rathaus-Chef.

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