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Auf dieser Fläche direkt neben d em Fußballfeld an der Hagngasse soll der Wiesseer Eisplatz entstehen. Die Stangen für das geplante Fangnetz stehen bereits.

Gemeinde hat mit Vorbereitungen begonnen

So wird der neue Eisplatz an der Hagngasse

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Bad Wiessee - An der Sportanlage Hagngasse in Bad Wiessee soll ein neuer Eisplatz entstehen - als Ersatz für den einstigen Natureisplatz an der Freihausstraße. Erste Vorbereitungen sind getroffen.

Der idyllische Natureisplatz an der Freihausstraße in Bad Wiessee ist Geschichte. Die Gemeinde musste ihn aus verschiedenen Gründen aufgeben. Sie hat sich allerdings um Ersatz bemüht: Derzeit werden gerade die Voraussetzungen für einen Eisplatz an der Sportanlage Hagngasse geschaffen. Er fällt aber kleiner aus, als ursprünglich angedacht.

Zuletzt hatte Florian Sareiter (CSU) im Gemeinderat nachgehakt, was aus den Plänen für einen neuen Eisplatz geworden ist. Alles in Arbeit, lautete die Auskunft der Verwaltung. Auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung konkretisiert Thomas Holzapfel vom Wiesseer Bauamt die Maßnahme.

Der Tegernseer Eisplatz ist schon länger in Betrieb.

Demnach entsteht der Eisplatz auf den Bahnen der Stockschützen, die direkt an den Fußballplatz angrenzen. Von dem Vorhaben, auch auf der Teerfläche unterhalb der Tribüne eine Eisschicht aufzubringen, musste die Gemeinde mittlerweile abrücken. Der Platz werde für die Schneeräumung benötigt, sagt Holzapfel. Eisstockschützen und Eisläufer müssen sich also mit ein- und derselben Fläche begnügen. Laut Holzapfel ist sie etwa 14 Meter breit und 30 Meter lang. „Wir schauen jetzt mal, wie das angenommen wird“, meint er.

Erste Vorbereitungen sind bereits getroffen. So wird dieser Tage ein Fangnetz zwischen künftigem Eisplatz und Fußballfeld montiert, damit die Bälle nicht unerwünscht auf fremdem Terrain landen. „Das war auch in der Vergangenheit immer wieder ein Problem“, erklärt Holzapfel. Das Netz wird also auf Dauer bestehen bleiben.

Darüber hinaus soll in den nächsten beiden Wochen der Boden fürs Eis präpariert werden. „Der Platz wird eingesandet“, erläutert der Bauamts-Mitarbeiter. Anschließend werde man – bei entsprechend tiefen Temperaturen – das Wasser in Schichten aufspritzen. Eine einfache Methode der Eisbereitung, die in diesem schattigen Bereich allerdings ausreichend sei. Tipps dazu haben sich die Wiesseer in Gaißach geholt, die über einen ähnlichen Platz verfügen – „nur größer“, sagt Holzapfel.

Dass der künftige Wiesseer Eisplatz, den sich Stockschützen und schlittschuhlaufende Kinder teilen sollen, nicht allzu groß ausfällt, ist den Beteiligten bewusst. Doch Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) verweist in diesem Zusammenhang auf die Kunsteisarena in Tegernsee. Hier könnten ambitionierte Eisläufer jederzeit ihre Runden drehen.

Tatsächlich hat die Kunsteisarena des Eissport-Clubs (EC) Tegernsee bereits seit Anfang November geöffnet. Im Gegensatz zu den Natureisplätzen braucht es hier keine Minusgrade, um mit der modernen Eisbereitungsmaschine den begehrten Untergrund herstellen zu können. Temperaturen bis 13 Grad oder sogar noch mehr sind für die dortigen Eismacher kein Problem. „Wir können dank der Maschine eine super Eisqualität bieten – dafür bekommen wir immer wieder Komplimente“, bestätigt Alfons Angl, der beim EC für die Eisbelegung zuständig ist.

Dennoch gibt es in Tegernsee durchaus Kapazitäten für weitere Schlittschuhläufer. „Der allgemeine Lauf ist nur am Wochenende gut besucht“, erklärt Angl auf Nachfrage. Unter der Woche – wenn die Fläche ebenfalls täglich von 13 bis 16 Uhr für die Allgemeinheit zur Verfügung steht – ziehen dort oft nur wenige, einsame Eisläufer ihre Runden. „Da könnten wir schon stärker frequentiert sein“, macht Angl deutlich.

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