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Saurüsselalm-Urteil: Nach Naturschützern legt auch Franz Haslberger Berufung ein

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Von: Christina Jachert-Maier

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Nach dem Ortstermin des Verwaltungsgerichts wurde das Urteil gefällt.
Nach dem Ortstermin des Verwaltungsgerichts wurde das Urteil gefällt. © Archiv tp

Nicht nur der Verein zum Schutz der Bergwelt (VzSB) und die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) sind mit dem Saurüsselalm-Urteil nicht einverstanden. Auch Eigentümer Franz Haslberger hat einen Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt.

Bad Wiessee - „Der Antrag enthält noch keine Begründung“, teilt die Pressestelle des Bayerischen Verwaltungsgerichts München auf Anfrage mit. Diese werde, wie oft der Fall, später nachgereicht. Das weitere Verfahren übernehme nun der Bayerische Verwaltungsgerichtshof.

Wie berichtet, war das Urteil im Juni ergangen. Damals erklärte das Verwaltungsgericht München nach einem Ortstermin die Gastronomie im Außenbereich für rechtens. Allerdings wurden die bisher zulässigen 15 Sonderverhandlungen pro Jahr untersagt. In der Urteilsbegründung stellte das Gericht später fest, dass im Fall der Saurüsselalm keine Privilegierung vorliege, der Gaststättenbetrieb aber als „sonstiges Vorhaben“ zulässig sei.

Vermittlungsversuch gescheitert

An diesem Punkt hakte der VzSB mit Unterstützung der SGT ein. Ein von Landrat Olaf von Löwis angestoßener Vermittlungsversuch scheiterte. Dabei ging es nach Aussage des VsZB um Reduzierung der Hüttenabende und den Rückbau der Beleuchtung an Zugangswegen und Tanzboden. Es kam zu keine Einigung, die Naturschützer legten Berufung ein.

Keine Stellungnahme des Eigentümers

Der Rechtsvertreter von Haslberger ließ eine Bitte um Stellungnahme unbeantwortet. Somit kann nur gemutmaßt werden, was den Unternehmer veranlasst hat, das Urteil ebenfalls nicht anzunehmen. Es könnte darum gehen, dass die bisher erlaubten Sonderveranstaltungen oben auf dem Berg auch weiterhin stattfinden dürfen. Möglicherweise ist auch die Privilegierung als almwirtschaftlicher Betrieb ein Thema. Vom Urteil nicht angetastet sind die wöchentlichen Hüttenabende, die nach geltender Vereinbarung bis 24 Uhr dauern dürfen.

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