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Längst geschlossen hat das frühere Café und Gästehaus Schwaiger an der Sanktjohanserstraße in Bad Wiessee. An seiner Stelle soll ein Neubau entstehen.

Investor will Gebäude mit Gewerbe und Wohnungen realisieren

Altes Café Schwaiger soll Neubau weichen

Das alte Café Schwaiger in Bad Wiessee ist Geschichte. An seiner Stelle soll ein Neubau aus dem Boden wachsen. Baurechtlich ist das kein Problem – allein die Nutzung könnte noch für Diskussionen sorgen.

Bad Wiessee – Lediglich ein alter Schriftzug am Gebäude erinnert noch an die Blütezeit des einstigen Cafés und Gästehauses Schwaiger direkt an der Bundesstraße in Bad Wiessee. Der ehemalige Eigentümer Max Scheyerl hat das Haus aus dem Jahr 1929 vor Monaten an einen einheimischem Bauträger verkauft. Der hat nun neue Pläne für das Grundstück vorgelegt: Der Altbau soll abgerissen und durch einen etwa gleich großen Neubau mit Gewerbe, Wohnungen und einer Tiefgarage ersetzt werden.

Das Maß der baulichen Nutzung gehe in Ordnung, erklärte Bauamtsleiter Helmut Köckeis, als er dem Bau- und Umweltausschuss in der jüngsten Sitzung den Antrag für die Fläche an der Sanktjohanserstraße 45 präsentierte. Und auch FWG-Gemeinderat Markus Trinkl lobte das Vorhaben als „saubere Geschichte“. „Das wird zwar ein stattliches Gebäude“, sagte er, „aber optisch ist es an dieser Stelle ansprechend.“

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Geplant hat der Investor Folgendes: Im Erdgeschoss will er die gewerbliche Nutzung – entgegen einer früheren Planung – beibehalten und dort möglichst drei Arztpraxen und zwei Büroeinheiten unterbringen. Im ersten und zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss sollen insgesamt 15 Wohneinheiten entstehen. „In der Mehrzahl sind es kleinere Wohnungen“, machte Köckeis deutlich. Ein Großteil der Autos soll in einer Tiefgarage mit 30 Stellplätzen verschwinden, darüber hinaus sind 14 oberirdische Parkplätze geplant.

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Der Antragsteller halte sich an sämtliche Festsetzungen des Bebauungsplans, einzig die Tiefgarage rage geringfügig über die Baugrenze hinaus, erläuterte Köckeis. Für den Ausschuss war dies kein Problem. Er stimmte der Planung einhellig zu. Florian Sareiter (CSU) lobte den Bauamtsleiter für dessen erfolgreiche Verhandlungen mit dem Bauherrn und meinte: „Das ist vorerst sehr begrüßenswert.“

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Ein nicht unwesentlicher Punkt könnte allerdings zu einem späteren Zeitpunkt doch noch für Diskussionen im Gremium sorgen. Laut Köckeis strebt der Antragsteller wohl die Vermarktung der Wohneinheiten als Eigentumswohnungen an. Das aber geht nicht ohne die Zustimmung der Gemeinde, denn das Grundstück liegt im Geltungsbereich Fremdenverkehr, was eigentlich eine touristische Nutzung vorschreibt. Da müsse der Investor erst einmal einen Änderungsantrag vorlegen, erklärte Köckeis und fügte an die Adresse der Gemeinderäte hinzu: „Ein Selbstläufer ist das nicht, da haben Sie das letzte Wort.“ Und Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD), der noch immer den erkrankten Peter Höß vertritt, machte auf Nachfrage klar: Bis zur Nutzung als Eigentumswohnungen sei es „ein weiter Weg“.

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