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Bleibt erstmal dicht: der Badepark in Bad Wiessee.

Befürchtete Verluste zu hoch

Badepark öffnet nicht vor 8. September

Schlimme Nachricht für alle Badepark-Freunde im Tegernseer Tal. Die Einrichtung bleibt bis Ende der Sommerferien geschlossen.

Bad Wiessee - Die Gemeinde teilte am Donnerstagabend mit: „Nach einer gestrigen Entscheidung, in enger Absprache mit der Betriebsleitung, bleibt der Badepark bis mindestens 7. September geschlossen.“ Zur Begründung heißt es: „Die Gemeinde Bad Wiessee als kommunaler Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern gegenüber eine besondere Verantwortung wahrzunehmen. Diese wird aus unserer Sicht nur dann ausreichend gewährleistet, wenn es ausgeschlossen werden kann, dass ein Infektionsrisiko besteht. Ein kommunales Hallenbad ist eine Einrichtung mit geschlossenen Räumen und einem warmen und feuchten Innenklima. Jeder Fachmeinung nach somit eine Arbeitssituation, die beste Voraussetzungen für eine virale Verbreitung bietet.“ 

Gemeinde befürchtet, dass kaum Gäste in den Badepark kommen

Die Gemeinde geht davon aus, „dass potenzielle Besucher von Badeeinrichtungen diese Tatsache dazu veranlassen wird, öffentliche Hallenbäder entweder nicht oder in nur geringem Umfang zu besuchen. Hallenbäder können nur ganz oder gar in Betrieb gehen. Wenn sie öffnen, dann geht das nur mit vollem Einsatz der Betriebsmittel Personal, Energie und Wasser. Das bedeutet, dass man ab Öffnung die vollen Kosten zu tragen hat. Da jedoch die Besucherzahlen durch Verordnung beschränkt sind und erwartbar nur wenige Gäste das Bad besuchen würden, liefen hohe Einnahmeverluste auf.“ 

Bad Wiessees Bürgermeister Kühn: Verluste des Badepark würden sich wohl verdoppeln

Die Gemeinde habe auch eine Verantwortung gegenüber den Steuermitteln, die sie verwendet. „Würde zum jetzigen Zeitpunkt eine Öffnung erfolgen, würden sich die finanziellen Verluste des gemeindlichen Badeparks auf das Jahr gerechnet in etwa verdoppeln: von einer Million Euro auf zwei Millionen. Verluste in dieser Höhe dürfen aus unserer Sicht dem Steuerzahler keinesfalls zugemutet werden.“ Unterzeichnet ist die Mitteilung von Bürgermeister Robert Kühn (SPD).

Andere sind weniger zurückhaltend. Lesen Sie hier: Tegernsee: Seesauna und Strandbad starten im Juli. Und bei einem anderen beliebten Objekt schaut es auch besser aus. Neuer Gemeinderat setzt starkes Zeichen „pro Spielarena“

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