Radschutzstreifen Bad Wiessee
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Ein eigener Streifen soll Radfahrern mehr Schutz bieten.

Staatliches Bauamt Rosenheim räumt Missgeschick in Bad Wiessee ein

Baufirma hat sich vermessen - Radschutzstreifen muss teilweise wieder weg

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Was ist da schiefgelaufen mit dem neuen Wiesseer Radstreifen? Er muss teilweise wieder abgefräst und erneuert werden.

Bad Wiessee – Die Gemeinde Bad Wiessee will fahrradfreundlicher werden und ist diesem Ziel mit ihrem neuen Radschutzstreifen auf der B 318 auch ein großes Stück näher gekommen. Doch zu dem Lob, das die Gemeinde dafür bereits erntet, könnte nun auch ein wenig Spott kommen. Denn: Die vom Staatlichen Bauamt Rosenheim beauftragte Firma hat sich offenbar an einigen Stellen schlicht vermessen und muss deshalb im Rahmen der Gewährleistung die bestehende Markierung abfräsen und neu aufbringen. 

Gleich nachdem Peter Schiffmann, Verkehrsfachbereichsleiter am Landratsamt, am Mittwoch bei der Sitzung des neuen Kreisentwicklungsausschusses über das Missgeschick informiert hatte, legte das Bauamt mit einer Pressemitteilung nach.

Radschutzstreifen in Bad Wiessee wird teilweise erneuert

Darin heißt es, dass der Radschutzstreifen „stellenweise“ nachgearbeitet werden müsse. Die Behörde geht davon aus, dass die Neumarkierungen in der kommenden Woche abgeschlossen werden und bittet um Verständnis für etwaige Verkehrsbehinderungen. 

Ob auch beim kurzen Streifen-Stück auf Höhe des Gmunder Bahnhofs nachgebessert werden muss, ist nicht bekannt. Die Gmunder hatten sich an die Wiesseer Arbeiten angehängt und ebenfalls testweise einen Streifen auf die Wiesseer Straßen markieren lassen.

Mit 1,8 Kilometern ist der Radschutzstreifen laut Bauamt der längste im Landkreis Miesbach. Durchgängig mindestens 1,25 Meter, wegen der ausreichenden Fahrbahnbreite teilweise sogar 1,50 Meter, hätten Radfahrer Platz, um sicher zur Ortsmitte zu gelangen oder den Ort zu durchqueren.

Damit er tatsächlich Schutz bietet, müssen die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung eingehalten werden: Dazu gehört ein Abstand von 1,50 Meter beim Überholen eines Rads sowie ein Halte- und Parkverbot auf dem Streifen. Auch das Überfahren ist nur in Ausnahmefällen erlaubt, etwa, wenn sich Pkw und ein Bus oder Lkw begegnen. Befahren werden darf der Schutzstreifen nur in der jeweils geltenden Fahrtrichtung.

Auto erfasst radelndes Mädchen in Rottach-Egern.

gr

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