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Prominente Stammtisch-Besetzung in Bad Wiessee: (v.l.) Maria Furtwängler, Olaf von Löwis, Moderatorin Gabriele Dorby, der Wiesseer CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter, Ministerin Ilse Aigner und Uli Hoeneß.
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Der Postsaal war anlässlich des prominent besetzten Stammtisches übervoll. Die Besucher harrten trotz brütender Hitze aus.
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Der Postsaal war anlässlich des prominent besetzten Stammtisches übervoll. Die Besucher harrten trotz brütender Hitze aus.
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Plauderei am Stammtisch: (v.l.) Maria Furtwängler, Moderatorin Gabriele Dorby, Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis, CSU-Ortsvorsitzender Florian Sareiter, Ministerin Ilse Aigner und Uli Hoeneß.

Bayern-Boss und Schauspielerin Maria Furtwängler sorgen für Riesenandrang

Hoeneß bei CSU-Stammtisch: „Ich gehöre zu den Bessermachern“

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Das Gespann Furtwängler/Hoeneß hat seine Wirkung nicht verfehlt: Zahlreiche Besucher strömten zum Stammtisch der CSU, um die beiden Promis hautnah zu erleben. Sie harrten bei brütender Hitze im Postsaal aus.  

Bad Wiessee - Um kurz vor 19 Uhr ging nichts mehr: Wirt Kurt Geiß musste den Postsaal in Bad Wiessee endgültig dicht machen. Noch mehr Besucher waren nicht zu verkraften – die drückende Hitze im Saal war ohnehin grenzwertig. Doch die Besucher harrten dennoch aus, fächelten sich mit Speisekarten notdürftig ein wenig Luft zu und warteten gespannt auf die angekündigte Prominenten-Runde auf der Bühne.

Am Ende wurden sie nicht enttäuscht: Die Gäste – darunter wohl viele CSU-Anhänger – erlebten zwei Stunden lang eine engagierte und offenherzige Maria Furtwängler und einen Uli Hoeneß, der – wie erwartet – Angesprochenes knallhart kommentierte. Selbst das WM-Debakel kam noch einmal auf den Tisch: Die Spieler hätten ihre Energie mal lieber ins Training gesteckt, anstatt in die nächtliche Handy-Zockerei. Hoeneß: „Hätten sie mehr geschlafen, hätten sie nicht bei den Spielen schlafen müssen.“

Es waren schon schwere Geschütze, die die CSU-Ortsverbände des Tegernseer Tals bei dieser Wahlkampfveranstaltung aufboten. Neben „Tatort“-Schauspielerin Maria Furtwängler und FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß, beide zumindest zeitweise am Tegernsee beheimatet, nahmen an dem hübsch drapierten Stammtisch im Postsaal auch Ministerin und Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner und Holzkirchens Rathaus-Chef Olaf von Löwis, Sprecher der Bürgermeister im Landkreis, sowie Moderatorin Gabriele Dorby und CSU-Ortsvorsitzender Florian Sareiter Platz.

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Den Themen waren an diesem Abend keine Grenzen gesetzt. Sie reichten von der wenig fortschrittlichen Rolle der Frau in den neuen Medien (Furtwängler: „Da geht es nur um Schönheit, Beauty und Dating-Tipps“) über den Bezug zur Heimat am Tegernsee (Hoeneß: „Wir fühlen uns sauwohl hier“) bis hin zur globalen Erderwärmung. Die Sympathien des Publikums waren klar verteilt. Vor allem Hoeneß erntete für seine deutlichen Worte immer wieder Zwischenapplaus. Angesprochen auf sein soziales Engagement, meinte er: Es gebe hierzulande viel zu viele Besserwisser und nur wenige Bessermacher. „Ich gehöre zu den Bessermachern.“

Auch ein paar persönliche Einblicke gewährten die Prominenten. So plauderte Furtwängler freimütig über einen netten Abend, den sie erst kürzlich mit Ilse Aigner und der Kabarettistin Monika Gruber in einer Kneipe erlebt habe. „Da haben wir es gescheit krachen lassen.“

Die derzeit nicht allzu rosige politische Lage der CSU kam erst im zweiten Teil es Abends zur Sprache. Da waren die Zuhörer aufgefordert, ihre Fragen an die prominente Stammtisch-Runde zu richten. Ein ehemaliger CSU-Vorsitzender aus dem Ostallgäu, derzeit auf Reha am Tegernsee, tat kund, dass er aufgrund der einseitigen Asyl-Thematik und des „unmöglichen Stils“ Seehofers aus der CSU ausgetreten sei. „Es ist schade, dass man uns so ziehen lässt“, meinte er. Als Volkspartei müsse die CSU freilich eine breite Palette an Themen abdecken, gab Aigner dem Besucher Recht. „Das ist meine Rede.“ Und auch Löwis räumte ein, dass er in jüngster Vergangenheit mit manchen Parteifreunden gehadert habe.

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Ansonsten blieben die Wortmeldungen aus dem Publikum meist unverfänglich. Unter anderem brachte Andreas Scherzer den mangelnden Wohnraum für Einheimische aufs Tapet, und Hildegard Wagner vom Gästehaus Concordia in Bad Wiessee berichtete von ihrem Bestreben, einen Behindertensportstützpunkt im Süden von München zu gründen. „Wir würden uns riesig über Unterstützung freuen“, meinte sie. „Toi, toi, toi, weiter so“, gab’s aufmunternde Worte der Ministerin.

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