Kehrtwende nach Scheuers Bußgeld-Verschärfung: Neue Regeln vorerst wieder ausgesetzt

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Fockenstein Aueralm Bad Wiessee
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Wanderer und Radfahrer müssen wegen der Sanierung des Fockenstein-Bergweges für ihre Touren auf Bad Wiesseer Seite Umwege in Kauf nehmen.  

Beliebter Wanderweg in Bad Wiessee für rund zwei Monate gesperrt

Fockensteinbergweg:  Sanierung startet

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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  • Gabi Werner
    Gabi Werner
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Ab 25. Juni  sollte der Weg vom Söllbach zur Aueralm und zum Fockenstein komplett gesperrt sein. Doch der Start  verzögerte sich. Am Dienstag, 30. Juni, beginnen die Arbeiten endgültig.

+++Aktualisierung vom Montag, 29. Juni, 18 Uhr+++

Jetzt steht endgültig fest: Am Dienstag, 30. Juni, starten die Sanierungsarbeiten im Bereich des Fockensteinbergwegs. Nach einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Robert Kühn gibt es auch neue Details zur Umleitungsstrecke. So wurde vereinbart, dass der untere Teilbereich des Weges ins Zeiselbachtal ab Höhe Wildholzrechen bis zur Einmündung in den Zeiselbachrundweg nach den jüngsten Flurschäden wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Im weiteren Verlauf ist dann eine Umleitung über den Rundweg und die „Schöne Aussicht“ zur Aueralm möglich. Wann der gesperrte Bereich wieder zugänglich ist, ist noch offen. Ferner steht nun fest, dass der Fockensteinbergweg während der Bauarbeiten an Wochenenden für Fußgänger geöffnet ist. Für Fahrräder oder sonstige Fahrzeuge bleibt er gesperrt. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aueralm über den Weg durch das Breitenbachtal zu erreichen. 

gr


+++Aktualisierung vom Donnerstag, 25. Juni, 17.18 Uhr+++

Die Sperrung des Fockensteinbergwegs in Richtung Aueralm kommt – allerdings mit Verspätung. Die Arbeiten konnten nicht wie angekündigt am Donnerstag (25. Juni) beginnen, sondern starten vermutlich erst im Laufe der darauffolgenden Woche. „Bei der zuständigen Firma hat es Verzögerungen gegeben“, teilt Maximilian Macco vom Ordnungsamt der Gemeinde Bad Wiessee mit. Für Wanderer und Mountainbiker bedeutet das: Die Vollsperrung des beliebten Weges tritt ebenfalls erst mit Verzögerung in Kraft, an diesem Wochenende (27./28. Juni) ist er noch frei begehbar. Auch die entsprechenden Sperrungs- und Umleitungsschilder seien daher noch nicht angebracht worden, sagt Macco.


+++Aktualisierung, Montag, 22. Juni, 14.10 Uhr+++

Bad Wiessee - Die angekündigte Sperrung des Fockensteinbergwegs beginnt: Wie die Gemeinde Bad Wiessee mitteilt, startet die Sanierung am Donnerstag, 25.Juni.

Die Arbeiten sollen in zwei Abschnitten durchgeführt werden: In einem ersten Abschnitt ist der Bereich zwischen Aueralm und Neuhüttenalm dran. die Sanierung hier wird bis zu zwei Wochen dauern. Der zweite Abschnitt betrifft den Bereich vom Söllbachtal bis Aueralm. Zwischen sechs und sieben Wochen brauchen die Bauarbeiter hierfür. 

Da die Sanierungsarbeiten nur mit einer Vollsperrung des Weges durchgeführt werden können, wurden im Rahmen einer vorab durchgeführten Verkehrsbesprechung mit Vertretern von Rettungsorganisationen, Bayerischen Staatsforsten, Anwohnern und Gemeindeverwaltung unter anderem auch Umleitungsmöglichkeiten besprochen.

Als offizielle Umleitung war demnach ursprünglich der Weg über das Zeiselbachtal, beginnend an der öffentlichen Parkfläche „Sonnenbichl“ vorgesehen. Aufgrund des Unwetters vom 17. Juni und der darauf zurückzuführenden Flurschäden, so die Gemeinde, muss die vorgesehene Umleitungsstrecke jedoch vorerst bis 19. Juli für den Gesamtverkehr gesperrt bleiben. Eine Fachfirma hat bereits mit den Sanierungsarbeiten begonnen.

Die offizielle Umleitung erfolgt nun über den Weg durch das Breitenbachtal, sonstige Umleitungsmöglichkeiten sind leider nicht vorhanden.

Sollten die Sanierungsarbeiten im Bereich des Zeiselbachtalweges vor Fertigstellung des Fockensteinbergweges abgeschlossen sein, kann dieser Weg -wie ursprünglich vorgesehen- als Umleitung genutzt werden; im Bedarfsfall wird dies durch eine ausreichende Beschilderung kenntlich gemacht und entsprechend kommuniziert. Des Weiteren wird die Umleitung über das Breitenbachtal im Bereich der Parkflächen „Söllbach“ und „Sonnenbichl“ umfangreich angezeigt.

+++Ursprünglicher Artikel vom 8. Juni+++++

Bad Wiessee Im Gemeinderat überraschte Georg Erlacher (CSU) nach der offiziellen Tagesordnung mit der Nachricht über die Sanierung des Fockenstein-Bergwegs. Erlacher gehört zu den 27 Grundstückseigentümern entlang der Strecke. Und die packen die Maßnahme nun an. „Zuletzt wurde wenig gemacht“, erklärt Erlacher. „Nur hin und wieder wurde mit dem Bagger das Nötigste repariert.“ Daher sei der Weg ausgewaschen, er habe kein Profil mehr und befinde sich in schlechtem Zustand.

Nun muss also eine professionelle Firma ran. Über sechs Kilometer soll sich die Sanierung erstrecken – von der Neuhüttenalm hinunter Richtung Söllbachtal. Für Wanderer und Radfahrer, die gerade bevorzugt Urlaub in Bayern machen und auch ins Tegernseer Tal drängen, heißt das: Sie müssen für ihre Touren auf Bad Wiesseer Seite Umwege in Kauf nehmen. „Es wird eine Umleitung über den Zeiselbach geben“, kündigt Erlacher an. Wanderer werden folglich zum Parkplatz am Sonnenbichl umgeleitet. Allerdings werde auch versucht, die Baustelle so abzuwickeln, dass der Fahrweg an den Wochenenden wenigstens für Fußgänger teilweise passierbar ist. Zwischen ein und zwei Monate dauere die Sanierung.

Focksteinweg: Sanierung kostet 80.000 Euro

Für die Arbeiten müssen die Eigentümer tief in die Tasche greifen. Im konkreten Fall nennt es sich Wegekasse. Die Eigentümer befüllen sie regelmäßig und bezahlen daraus – wie jetzt – alle Maßnahmen. Rund 80 000 Euro, kostet laut Erlacher die aktuelle Sanierung. Allerdings rechnen die Betroffenen mit einem staatlichen Zuschuss.

Die ersten Termine fürs Autokino stehen.

„Ich will keinem die Schuld geben, dass der Weg inzwischen in so schlechtem Zustand ist“, sagt Erlacher. Er kommt damit indirekt auf den Streit mit der Gemeinde zu sprechen, der schon 2017 kräftig Staub aufwirbelte. Damals hatte die Kommune ihrerseits eine Verpflichtungserklärung zur Instandhaltung des Weges gekündigt. In Folge sollte dies allein Sache der Eigentümer sein. Die wiederum holten zum Gegenschlag aus und stellten ihre Grundstücke im Tal nicht mehr für das Spuren von Langlaufloipen zur Verfügung. Der Streit wurde jedoch beigelegt, eine neue Vereinbarung getroffen: Demnach sollten sich die Anrainer um die Instandhaltung kümmern, die Kämmerei der Gemeinde sollte für das Führen der Wegekasse zuständig sein und auch bei größeren Schadensereignissen unter die Arme greifen. Darüber hinaus bekommen die Eigentümer jährlich eine Gebühr für den Betrieb der Rodelbahn.

Nach Abschluss der Sanierung wollen Erlacher und seine Mitstreiter wegen der Vereinbarung erneut das Gespräch mit der Gemeinde suchen. „Vielleicht gibt’s da ja inzwischen andere Ansichten des neuen Bürgermeisters“, sagt Erlacher. Für ihn stehe fest, dass der Weg künftig so gepflegt werden müsse, dass für längere Zeit Ruhe ist.

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gr

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