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Ihr Pokerface hatten Friederike Sturm (r. sitzend), Präsidentin der staatlichen Lotterieverwaltung, sowie (l. daneben) Wiessees Bürgermeister Peter Höß und Josef Müller, Vizepräsident der staatlichen Lotterieverwaltung, für das Benefizturnier aufgesetzt. Spielbank-Chefin Antje Schura (stehend) riskiert einen Blick.

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Bad Wiessee: Ein Full House beim Pokern für den guten Zweck

„Shuffle up and deal“ hieß es am Wochenende in der Spielbank Bad Wiessee: Bei einem Wohltätigkeitsturnier für die Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ der Heimatzeitung.

Bad Wiessee – „Shuffle up and deal“ hieß es am Wochenende in der Spielbank Bad Wiessee: Hier fiel am Freitagabend mit einem Wohltätigkeitsturnier für die Spendenaktion „Leser helfen Lesern“ der Startschuss für das Finale der sechsten Pokermeisterschaft der bayerischen Spielbanken.

80 Spieler waren angetreten, um an den Spieltischen ihr Glück zu versuchen. Der Erlös kommt der Aktion „Leser helfen Lesern“ unserer Zeitung zugute. „Bei 80 Teilnehmern und einem Pflichteinsatz von 50 Euro ergibt das insgesamt etwa 4000 Euro, eine schöne Summe“, freute sich die Präsidentin der staatlichen Lotterieverwaltung, Friederike Sturm. Und beschrieb den Reiz des Spiels: „Pokern, das ist schon etwas anderes als beispielsweise Roulette, das ist lebendiger. Aber das Glück wandelt sich auch schnell, manchmal hat man die besten Karten, dann wieder geht man leer aus.“

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Bad Wiessee: Ein Full House für den guten Zweck

Diese Lebendigkeit spiegelte sich auch in der Atmosphäre im Saal. Die anfänglich noch etwas konzentrierte Stimmung löste sich bald. Der Spielverlauf bot genug Stoff für Unterhaltungen und so manchen Lacher. Allenthalben war das Flippen ausgespielter Karten auf den grünbespannten Tischen zu hören und das Flattern, wenn ein Croupier neu mischte und austeilte. Dazu das Klicken der Einsatz-Chips.

Einen beachtlichen Turm von Chips hatte Christian Tratz vor sich aufgebaut, der eigens aus Eichstätt angereist war. Er hat vor zehn Jahren seine Begeisterung fürs Pokern entdeckt: „Zuerst übers Fernsehen, dann habe ich lange online gespielt und in privaten Pokerrunden. Seit drei Jahren spiele ich im Casino, das ist natürlich schon was ganz anderes.“ Den einen oder anderen stolzen Preis hat er schon errungen: „Das war immer Cash, mal 800, mal 2000 Euro bei Qualifikationsturnieren.“ Der Höhepunkt seiner Karriere war eine Reise ins Spielerparadies Las Vegas. „Aber das Finale hier am Tegernsee hat schon auch etwas, die ganze Atmosphäre. Der erste Platz wäre natürlich schon schön, und bis jetzt habe ich gute Karten.“ Seine Lebensgefährtin, die ihn begleitete, hat es mit den Karten nicht so: „Die spielt lieber Roulette, das macht ihr mehr Spaß.“

Zum ersten Mal saß Heike Aschenbrenner aus Bad Kötzting am Pokertisch. Lediglich in einem kurzen Schnupperkurs hat sie ein wenig Erfahrung gesammelt, bevor es ernst wurde. „Es macht wirklich Spaß. Vor allem, weil es für einen guten Zweck ist.“ Glück mit den Karten hatte sie an diesem Abend zwar nicht, nahm es aber leicht: „Ich hoffe, es wird noch besser. Das ist eben immer Glückssache.“

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Bad Wiessee: Bürgermeister Peter Höß pokert mit

Neuland betrat am Pokertisch auch Wiessees Bürgermeister Peter Höß. „Wir hatten vorher eine kurze Einführung in die Regeln, aber ganz blicke ich noch nicht durch“, meinte er lachend, erntete aber sofort Widerspruch in der VIP-Runde: „Der Bürgermeister spielt uns hier grade alle unter den Tisch“, entgegnete Josef Müller, Vize-Präsident der staatlichen Lotterieverwaltung. Für Höß war’s eine Ehrensache: „Es ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung, da gehört es sich, dass man teilnimmt“, meinte er und zeigte sich erstaunt, dass kaum Vertreter der Lokalpolitik der Einladung gefolgt waren.

Am Ende des Abends gab es vier glückliche Sieger. Sebastian Gschwendner aus Bad Kötzting erreichte Platz eins, prämiert mit einem neuen iPad. Ein Spielbank-Wochenende gewann Michael Fabricius, eine Ballonfahrt für den dritten Platz Holger Schmidtke, und einen Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten konnte Ralf Item mit nach Hause nehmen. „Organisation und Ablauf waren top, und ich habe nur zufriedene Gesichter gesehen“, zeigte sich Organisator Oliver Fisch, Marketingchef der bayrischen Spielbanken, zufrieden. „Wir sind super happy.“

Am Samstag spielten dann die 240 besten Spieler Bayerns, die sich in mehr als 350 Ranglistenturnieren qualifiziert hatten, um den Einzug ins Finale am Sonntag. Dort warteten Preisgelder in Höhe von insgesamt 180 000 Euro – davon 40 000 Euro für den ersten Platz.

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von Stefan Gernböck

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