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Die Ausfahrt Freihausstraße wurde im Zuge der Baustelle am Lindenplatz neu gestaltet. Ob die Einmündung für Sattelzüge auch künftig problemlos zu befahren ist, darüber scheiden sich in Bad Wiessee die Geister.

Fahrversuche am Lindenplatz 

Enge Einmündung bereitet Brummis Probleme

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Bad Wiessee - Werden große Lkw in Zukunft Probleme bekommen, wenn sie die Einmündung der Freihausstraße in die B318 befahren – oder nicht? Ein Streitthema, das jetzt im Wiesseer Gemeinderat hochkochte.

Die Neugestaltung des Wiesseer Lindenplatzes und der benachbarten Bundesstraße hat in den vergangenen Monaten für reichlich Kritik gesorgt. Auch einige Gewerbetreibende, die über die nun verengte Freihausstraße angefahren und beliefert werden, treibt eine Sorge um: Können größere Lastwagen wie Sattelzüge nach Abschluss der Baustelle überhaupt noch die Einmündung passieren, ohne Randstein und Verkehrsinsel in der B318 zu überfahren?

Florian Sareiter (CSU) brachte die Streitfrage im Gemeinderat nun erneut auf den Tisch. Er widersprach Aussagen im Protokoll der vorhergehenden Sitzung, dass Fahrversuche mit erfolgreichem Ausgang stattgefunden hätten. „Das ist das Gegenteil von dem, was mir berichtet wurde“, erklärte Sareiter. Zum Beweis, dass schwere Brummis dort künftig kaum noch um die Kurve kommen, hatte Sareiter ein Privatvideo ans Rathaus geschickt, das ein Baumarkt von seinen Lieferanten mit Sattelzug aufgenommen hatte. „Die Fahrzeuge stehen fast beim Müller Brot drinnen – wollt Ihr das etwa unter den Tisch kehren?“, zürnte Sareiter, der sich darüber ärgerte, dass die Verwaltung das Video nicht allen Gemeinderäten hatte zukommen lassen.

Tatsächlich gab es in den vergangenen Wochen nicht nur diese privaten, sondern auch offizielle Fahrversuche. Diese, so versicherte Rathaus-Geschäftsleiter Michael Herrmann, seien bis auf eine Ausnahme positiv verlaufen. Zwar räumt Herrmann ein, dass die Ausfahrt Freihausstraße „nicht übermäßig groß bemessen“ sei. Allerdings handle es sich hier auch nur um eine mit Tempo 30 versehene Dorfstraße, auf der nicht mit übermäßigem Lkw-Verkehr zu rechnen sei.

Der Geschäftsleiter verlas zudem eine Stellungnahme des zuständigen Architekturbüros Strohschneider. Darin versichert auch dieser, dass die Einmündung von einem Sattelzug ohne Probleme befahren werden könne. Was das Privatvideo anbelangt, so weist der Architekt darauf hin, „dass wir immer noch Baustelle haben, noch immer Absperrgitter auf der Südseite der Freihausstraße sind und die Situation noch immer nicht den endgültigen Verhältnissen entspricht“. Auch das Straßenbauamt Rosenheim habe als zuständige Fachbehörde festgestellt, „dass die Situation so in Ordnung ist“.

Trotzdem will die Gemeinde eine weitere Lösung anbieten. Herrmann teilte mit, dass die Verkehrsinsel in der Koglkopfstraße abgesenkt werden soll, damit diese künftig als alternative Zufahrt für schwere Lkw dienen kann. „Das ist bereits in Auftrag gegeben“, sagte der Geschäftsleiter. Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) appellierte zudem an die Gremiums-Kollegen, erst einmal abzuwarten, bis die Baustelle abgeschlossen ist. Bernd Kuntze-Fechner (SPD) wurde noch deutlicher. Zuerst, so meinte er an die Adresse Sareiters, sei die Neugestaltung des Lindenplatzes einstimmig beschlossen worden, und dann werde noch während der laufenden Baustelle „Öl ins Feuer geschüttet, anstatt abzuwarten“. „Das ist schon ein bisserl lächerlich.“

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