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Gefeiert wurde die Sanierung der Gemeindehäuser. Unser Bild zeigt (v.l.) Bauleiter Robert Kuntsch, KBW-Vorstand Patrik Zeitler, Peter Höß, Robert Huber und Architektin Marlen Holm mit Daniel.  

Sanierung der Wiesseer Gemeindehäuser an der Sanktjohanser Straße

Ein Fest nach bestandener Feuerprobe

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Die alten Häuser an der Sanktjohanserstraße sind fast wie neu. Um das zu feiern, richtete das Kommunalunternehmen Bad Wiessee (KBW) am Dienstag ein Hoffest aus.

Bad Wiessee– Für Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) war am Dienstag ein großer Tag. Er hatte die Gründung des Wiesseer Kommunalunternehmens (KBW) vorangetrieben und dafür viel Kritik eingesteckt. Jetzt, zwei Jahre nach der Gründung des KBW, ist mit der Sanierung der Häuser Sanktjohanserstraße 94 und 96 die erste große Maßnahme abgeschlossen. „Ich denke, es ist der Beweis erbracht, dass es sinnig war, ein Kommunalunternehmen zu gründen“, sagt Huber.

Mit der Einweihungsfeier hatte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) gewartet, bis sein Stellvertreter wieder dabei sein konnte. Huber musste sich von einem im Mai erlittenen Herzinfarkt erholen. Das Hoffest war sein erster öffentlicher Auftritt, künftig wird Huber auch wieder am Ratstisch sitzen. „Es geht mir wieder gut“, meinte er.

1,1 Millionen Euro hat es gekostet, die 1956 errichteten zwei Häuser mit insgesamt 16 Wohnungen zu modernisieren. Die Regierung von Oberbayern bewilligte einen Zuschuss von 83 300 Euro und ein zinsverbilligtes Darlehen über den Rest der Summe. Die Bauphase war Weihnachten abgeschlossen, die Arbeiten an den Außenanlagen erst im Mai. 

Ganz glatt lief’s nicht. „Das war unsere Feuerprobe“, erklärt Huber. Die schlechte Substanz der alten Häuser erschwerte die Arbeiten. Wegen des Brandschutzes musste das KBW um die weitere Nutzung der vier Wohnungen im Dachgeschoss kämpfen. „Das hat uns alle sehr gefordert“, berichtet Huber. 

Das Ergebnis stellt ihn mehr als zufrieden. „Die Häuser lassen sich jetzt wunderbar ansehen“, findet er. Vor allem aber lässt sich jetzt gut darin wohnen. „Das ist nahe am Neubau“, meint Huber. Neben der energetischen Sanierung ließ das KBW auch individuelle Renovierungen in den Wohnungen durchführen. So haben nun alle Mieter Balkone oder Terrassen. Durch die Sanierung seien die Unterhaltskosten der beiden Häuser fürs KBW auch kalkulierbar, so Huber. 

Die Investition hat allerdings auch eine Mieterhöhung nach sich gezogen. „Sozialverträglich“, wie KBW-Vorstand Patrik Zeitler erklärt. Künftig müssen die Mieter pro Quadratmeter Wohnfläche 1,70 bis 2,40 Euro mehr bezahlen. Bei der Berechnung fand unter anderem die Kundentreue Berücksichtigung – also die Anzahl der Jahre, die ein Mieter bereits im Haus gewohnt hat. Die Mehrkosten sind laut Zeitler relativ zu sehen. Schließlich sinken durch die energetische Sanierung die Nebenkosten.

Für Zeitler bedeutet der Abschluss der Arbeiten einen wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zur Instandsetzung des gesamten gemeindlichen Bestands von rund 200 Wohnungen.

Und das KBW baut neu: An der Dr.-Scheid-Straße errichtet das Unternehmen ein Haus mit 14 Wohnungen, in dem ein Mehr-Generationen-Modell realisiert werden soll. Auf den ersten Aufruf der Gemeinde haben sich rund 20 Interessierte gemeldet. „Eine schöne Zahl“, findet Zahl. Ende Juli/Anfang August soll ein erstes Treffen stattfinden. Wer eine der günstigen Wohnungen beziehen will, braucht einen Berechtigungsschein des Landratsamtes - und Interesse an einem Konzept, das auf einem Miteinander von Alt und Jung fußt. Wie das aussehen kann, wird Inhalte der Gespräche sein. Fertig sein soll das Haus im Juli 2018.

jm

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