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Auf dieser Fläche an der Freihausstraße befand sich früher ein beliebter Eisplatz. Mittlerweile entstehen dort neue Wohnhäuser, eine Wiedereröffnung des Platzes ist nicht möglich.

Im Gemeinderat kamen jetzt einige Ideen auf den Tisch

Bad Wiessee will unbedingt wieder einen Eisplatz - nur wo?

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Die Zeiten, als Bad Wiessee einen attraktiven Eisplatz hatte, sind vorbei. Doch damit wollen sich die Wiesseer Gemeinderäte nicht abfinden. Sie wollen das Angebot unbedingt zurück. Nur wo?

Bad Wiessee – Die Hoffnungen, dass der alte und von vielen Generationen genutzte Natureisplatz beim Hotel Wilhelmy wieder eröffnet werden kann, ließen mittlerweile die Behörden dahin schmelzen. Am 1. April dieses Jahres hatte es auf einen CSU-Antrag hin eine Begehung auf dem Biotop-Gelände an der Freihausstraße gegeben. Damals, so berichtete Rathaus-Mitarbeiter Maximilian Macco am Donnerstagabend im Gemeinderat, sei eine „konsequente Ablehnung“ seitens der zuständigen Behörden-Vertreter nicht zu spüren gewesen.

Die Ernüchterung kam erst später: Während es von der Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miesbach überhaupt keine Rückmeldung mehr darüber gegeben habe, unter welchen Umständen der Eisplatz wieder eröffnet werden kann, winkte der Fachbereich für Immissionsschutz kategorisch ab. Tenor: Der Lärm, der von den Schlittschuhläufern ausgehe, sei den Anliegern nicht zuzumuten. Noch kritischer sei die Nutzung durch Eisstockschützen – hier würden regelrechte „Pegelspitzen“ erreicht, zitierte Macco die Behörde.

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„Wir haben uns daher auf die Suche nach Alternativen gemacht“, berichtete Macco. Aus Sicht der Verwaltung kam neben einem Aufpeppen der provisorischen Eisanlage an der Hagngasse („die wird nicht gut angenommen“) auch die Schaffung einer mobilen Eisbahn in Frage. Solche Anlagen gebe es beispielsweise in Wolfratshausen und Penzberg, berichtete Macco, fügte aber sogleich hinzu: „Das ist natürlich eine Kostenfrage.“ Etwa 75 Euro pro Quadratmeter Eisfläche könnte ein solches Angebot pro Monat schon verschlingen.

Während Fritz Niedermaier (Wiesseer Block) eine solche Bahn aus ökologischer Sicht als „totalen Irrsinn“ bezeichnete, kam Gemeinderatskollege Florian Sareiter, seines Zeichens Bürgermeisterkandidat der CSU, mit einem eigenen Vorschlag ums Eck. Ganz aktuell habe ihm der Betreiber der Wiesseer Spielarena, Josef Niedermayer, mitgeteilt, dass er den „Center Court“-Tennisplatz für eine Eisfläche zur Verfügung stellen würde. „Das wäre doch eine sehr gute Geschichte“, fand Sareiter, der zugleich harsche Kritik am Landratsamt übte: Es könne doch nicht angehen, dass man nach einem Ortstermin sechs bis sieben Monate lang einer klaren Stellungnahme der Naturschutzbehörde hinterher laufen müsse. „So geht man als Dienstleister nicht mit den Leuten um!“

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CSU-Sprecher Kurt Sareiter brachte noch einen anderen Standort für eine neue Eisfläche ins Spiel: die Seepromenade im Bereich des Pavillons. Konkret beschlossen wurde an diesem Abend zwar nichts, doch wurde deutlich, dass die meisten Gemeinderäte auf einen Eisplatz in ihrem Ort nicht verzichten wollen. „Wir müssen unser dörfliches Leben schützen und dürfen uns nicht immer gleich ins Boxhorn jagen lassen“, meinte Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) mit Blick auf Anlieger und Lärmschutz-Argumente.

Kernige Worte fand auch Markus Trinkl (Wiesseer Block): „Es kann nicht sein, dass sich die Leute über den Lärm aufregen. Der Eisplatz war immer schon Bestandteil von Bad Wiessee.“ Hier hätten zahlreiche Wiesseer Burschen ihre Jugend verbracht, wusste Trinkl zu berichten. „Das ist in meinen Augen eine wichtige Institution – auch für die Vermieter.“

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