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Spatenstich für das SME-Projekt.

Es gibt auch schon Eröffnungstermin

Spatenstich für SME-Luxushotel und OP-Zentrum: Großprojekt auf Jodbad-Gelände gestartet

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Das Großprojekt SME auf dem Jodbad-Areal nimmt ganz offiziell Fahrt auf: Am Dienstag erfolgte der Spatenstich. Es gibt auch schon einen Eröffnungstermin.

Bad Wiessee – „Eine Vision wird Realität“, sagt Florian Kamelger, Verwaltungspräsident der SME, und schnauft durch. Gerade hat er bei strömendem Regen im Beisein von Landrat Wolfgang Rzehak, dem stellvertretenden und derzeit für den erkrankten Peter Höß amtierenden Rathauschef Robert Huber sowie am Bau verantwortlichen Firmenvertretern den Spatenstich vollzogen. Das SME-Großprojekt nimmt also weiter Fahrt auf.

Am Dienstag, 11. Dezember, hat es einen Unfall auf der Baustelle gegeben.

Neues Luxushotel und Operationszentrum für Bad Wiessee

Auf dem 18 000 Quadratmeter großen Areal des früheren Jod- und Schwefelbades lässt das Schweizer Unternehmen jetzt ein Hotel mit 121 Zimmern, Spa-, Wellness und Sportbereich, mehreren gastronomischen Outlets sowie einem davon unabhängigen medizinischen Funktionsgebäude bauen. Star-Architekt Matteo Thun hat die Pläne entworfen. 

Die Abrissarbeiten der alten Gebäude und die Entsorgung des Bauschutts, so steht’s im Vertrag, musste die Gemeinde übernehmen. Auf 1,087 Millionen Euro belaufen sich nach neuesten Angaben die Kosten. Fast auf den Tag genau sieben Jahre, nachdem die Gemeinde das Areal erworben hatte, kann SME, der neue Besitzer, nun also den Spatenstich vornehmen.

In der trockenen Eventhütte des Hotels Terrassenhof folgt dann, was zu einem Spatenstich gehört: Ansprachen, essen und trinken. Kamelger begrüßt zahlreiche Gäste – Gemeinderäte und Vertreter regionaler Wirtschafts- und Unternehmerverbände ebenso wie Vertreter des Jodbads. Er wolle nicht viel sagen, sondern großen Dank aussprechen an viele Menschen, sagt der Orthopäde und Investor. „Wir freuen uns sehr, dass wir heute mit diesem Spatenstich den nächsten Schritt in unserem Vorhaben tun können, nämlich ein Hotel der Luxusklasse mit einem Operationszentrum zu bauen.“

Dank für viel Unterstützung

Kamelger dankt den Gemeinderäten, die ihn in den vergangenen vier Jahren intensiv begleitet hätten, besonders Robert Huber als Unterstützer und Verfechter des Projekts, aber auch dem erkrankten Peter Höß. Andreas Bänzinger, der die SME 2007 gegründet hat, dankt er ebenso wie Alexander Meissl, der als Architekt die Visionen Matteo Thuns umsetze. „Ohne euch würde das Projekt nicht stehen“, lobt Kamelger und meint damit auch seine „rechte Hand“, Chief Hospitality Officer Felix Penner, und SME-Geschäftsführer Patrik Wettstein.

Lesen Sie hier auch: Florian Kamelger über sein Projekt

„Die Symbiose von alten und neuen Gebäude spiegelt wieder, wie wir uns als Gemeinde ausdrücken wollen“, sagt Robert Huber in seiner Rede. Bad Wiessee stelle sich über Gastronomie und medizinische Anwendungen dar, „all dies ist in diesem Projekt vorhanden.“ Diese Symbiose werde den Ort stärken und weit über seine Grenzen ausstrahlen. Mitbewerber sollten das Projekt nicht als Konkurrenz sehen, so Huber. Sie könnten vielmehr davon profitieren, dass der Standort Bad Wiessee noch attraktiver werde, als er schon sei. Die unmittelbare Nähe zum neuen Jodbad könne nicht schöner sein. „Danke, dass Sie sich in Bad Wiessee ansiedeln, das Wagnis eingehen und unheimlich viel Geld in die Hand nehmen“, bedankt sich Huber bei Kamelger. Der Ort werde ein anderes Gesicht bekommen und sich mit diesem Leuchtturmprojekt in aller Welt darstellen. „Bad Wiessee, der schlafende Riese, wird zu alter Stärke auferstehen“, formuliert Huber, ehe er eine unfallfreie Baustelle wünscht und „Glück auf“.

Lesen Sie hier auch: So verlief die Übergabe des Areals an SME

Er sei stolz auf die Gemeinde, dass sie so hinter dem Projekt gestanden sei, lobt Landrat Wolfgang Rzehak. „Es war ja lange umstritten und nicht immer einfach.“ Bad Wiessee habe seine Geschichte gehabt und lange davon gelebt, ehe sich die Zeiten geändert hätten. „Künftig wird der Ort wieder mitspielen in der europäischen Klasse“, ist Rzehak überzeugt. „Mit dem Jodbad und diesem Leuchtturmprojekt wird sich die Attraktion der Gegend weiter steigern, was auch die Betriebe positiv zu spüren bekommen werden.“ 

Mit einem Schlag zapft Kamelger dann ein Fass an, ehe sich die Gesellschaft mit einer Weißwurst-Brotzeit stärken dürfen.

Draußen im Regen machen derweilen die Bagger weiter. Bohrpfähle müssen in den Boden gerammt werden, um so die Standfestigkeit der Gebäude zu sichern. Der Rohbau soll nach der Kranaufstellung im Frühsommer 2019 erfolgen. Die Eröffnung wird für Ende 2021 angepeilt.

Lesen Sie hier auch, was sich alles in Bad Wiessee verändert

gr

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