Jodbad Bad Wiessee Eröffnung
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Überschaubarer Kreis bei der Eröffnung: Jodschwefelbad-Geschäftsführerin Renate Zinser (r.) begrüßte unter anderem (v.r.) Bürgermeister Robert Kühn, seinen Vorgänger Peter Höß und Landrat Olaf von Löwis. 

20 Geladene Ehrengäste durften dabei sein

Jodschwefelbad mit kleiner Feier offiziell eröffnet

  • Alexandra Korimorth
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Statt mit einer großen Einweihungsfeier wurde das Jodschwefelbad nur in kleinem Rahmen eröffnet. Und die ersten Badegäste waren auch schon da. 

Bad Wiessee „Der erste offizielle Tag mit unseren Badegästen lief gut. Es wird zwar noch ein bisschen dauern, bis alles perfekt sein wird. Aber wir fühlen uns sehr wohl“, erklärte Jodschwefelbad-Chefin Renate Zinser, nachdem sie die rund 20 Ehrengäste empfangen hatte. Nach vier Jahren Planung und Bau musste die für den 15. April geplante große Eröffnungsfeier coronabedingt verschoben werden und nun in kleinem Kreis stattfinden.

Zinser freute sich besonders, dass das Konzept der individuellen Betreuung, das die Grundlage für die architektonischen Planungen war, nicht nur im Echtbetrieb funktioniert, sondern auch der Grund war, dass der Badebetrieb wegen der 14 Einzelkabinen den aktuellen Hygienebestimmungen entspricht und somit starten konnte. Andere Betriebe, in denen die Bäder in großen Becken stattfinden, können das noch nicht. „Unser Alleinstellungsmerkmal gibt uns in Zeiten von Corona recht“, sagte sie und betonte, dass sie auch deshalb jetzt auf großen Zulauf hoffe. Das Heilwasser aus der Wilhelmina- und der Adrianus-Quelle wirke stimulierend und verjüngend auf das Immunsystem.

„Das Bad ist etwas ganz Besonderes“, pflichtete ihr Bürgermeister Robert Kühn bei. Ihn freute es besonders, dass durch die vielen Diskussionen und die langen Planungen des neuen Jodschwefelbads die Einrichtung heute wirklich zum Ort gehört. „Es ist das Bad von Bad Wiessee“, betonte er glücklich. Früher sei es im Empfinden der Wiesseer Bürger lediglich das Bad der Holländer gewesen. Kühn dankte daher dem Gemeinderat und seinem Vorgänger im Bürgermeisteramt für die bahnbrechenden und mutigen Entscheidungen, die jetzt zu diesem Leuchtturmprojekt führten.

Jodbaderöffnung in Bad Wiessee: „Wir haben alles richtig gemacht“

Altbürgermeister Peter Höß blickte dann auch stolz auf das lichte, transparente Gebäude nach den Plänen von Stararchitekt Matteo Thun, um das herum alles im Fluss zu sein scheint: „Die großartige Architektur wirkt wie Balsam für die Seele“, sagte er bedeutungsvoll und blickte auf den Projektverlauf zurück. „Dass wir als Gemeinde das Bad selber bauen, war 2015 keine leichte Entscheidung. Und wenn die Kalkulationen damals nicht niedriger ausgefallen wären, als sie sich letztlich dargestellt haben, hätten wir es uns nicht getraut“, räumte Höß ein und sagte mit Blick auf den Neubau, die Quellensanierung und die Heilwasseraufbereitung: „Wir haben alles richtig gemacht.“

Landrat Olaf von Löwis wünschte dem neuen Bad viele Gäste und ein kräftiges, nie enden wollendes Sprudeln der beiden 300 000 Jahre alten Heilquellen. In Anbetracht dieses Alters nähmen sich die 19 Monate Bauzeit verhältnismäßig gering aus. Architekt Thun selbst war nicht zur kurzfristig angesetzten Eröffnung gekommen, dafür aber Projektleiter Matthias Marscher vom ausführenden Münchner Architekturbüro Hirner und Riehl. Er wollte die moderne Architektur des Gebäudes nicht als Kontrast zur traditionellen Bauweise im Tegernseer Tal, sondern vielmehr als Anknüpfung und mit ihr in Kommunikation stehend verstanden wissen. Es sei ein beeindruckendes Gesamtergebnis gelungen. Von diesem konnten sich die Eröffnungsgäste überzeugen, nachdem Pfarrerin Ute Kopp-von Freymann und Pfarrer Wieland Steinmetz um „Heil und Heilung“ für die Besucher sowie den göttlichen Segen für das Gebäude erbeten hatten.

Neue Spielbank-Direktorin und neuer Gastrochef haben losgelegt.

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ak

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