+
Über eine eigene Kunsteis-Arena verfügt Tegernsee. Die Arena hat den Betrieb für diesen Winter zwar schon eingestellt, könnte aber grundsätzlich auch von Wiesseer Kindern genutzt werden, meinte Bürgermeister Höß.

Verwaltung soll verschiedene Standorte prüfen

Ein Eisplatz für Bad Wiessee: Die Suche geht weiter

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
    schließen

Der Winter neigt sich dem Ende zu - unterdessen geht in Bad Wiessee die Suche nach einem Standort für einen neuen Eisplatz weiter. Spätestens zur nächsten Saison soll es wieder einen geben.

Bad Wiessee – Der Natureisplatz an der Freihausstraße in Bad Wiessee ist Vergangenheit, die Suche nach einem Ersatz gestaltet sich schwierig. Dennoch will Bad Wiessee – vorrangig die CSU – das Thema nicht aufgeben: Die Rathaus-Verwaltung wurde jetzt mit der Prüfung neuer Standorte beauftragt. Der (neue) Gemeinderat solle zeitnah eine Entscheidung treffen, heißt es in dem einstimmigen Beschluss.

Auf dem Areal der Spielarena, beim Musikpavillon an der Seepromenade, auf dem Parkdeck der Spielbank, auf der Parkfläche der Driving-Range beim Hotel Bussi Baby: Überall dort könnte möglicherweise eine Fläche zum Eislaufen und Eisstockschießen entstehen, meint die Wiesseer CSU und brachte im Gemeinderat den Antrag auf den Tisch, die Alternativen zu prüfen.

Auch über die Beschaffenheit des Eises hatte sich die Fraktion bereits Gedanken gemacht. In Frage komme für eine solche Anlage neben herkömmlichem Kunst- und natürlichem Eis auch so genanntes synthetisches Eis. „Das wäre eine recycelbare Möglichkeit“, erklärte CSU-Gemeinderat und -Bürgermeisterkandidat Florian Sareiter in der Sitzung.

Noch-Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) räumte zwar ein, dass auch er persönlich „beste Erinnerungen“ an den einstigen Wiesseer Natureisplatz habe. Er gab aber auch zu bedenken, dass angesichts zunehmend milderer Temperaturen Flächen mit Natureis kaum noch überlebensfähig seien. Auch seien die Stromkosten für eine künstlich betriebene Eisfläche nicht zu unterschätzen. Höß wollte daher noch eine andere Möglichkeit „in Erinnerung rufen“: So könnten die Kinder und Jugendlichen aus Bad Wiessee auch die bestehende Kunsteisarena in Tegernsee nutzen, „so lange es bei uns noch keine Lösung gibt“. Immerhin könnten die jungen Eissportler kostenlos mit dem Bus in die Nachbargemeinde gelangen.

Lesen Sie hier: Wiesseer vermissen ihren Natur-Eisplatz - „Ersatz eine Katastrophe“

Schon bei der Sitzung wurde klar: Zwei von der CSU vorgeschlagene Standorte werden wohl kaum realisierbar sein. Die Fläche beim Bussi Baby werde im Winter von den Langläufern als Parkplatz genutzt, klärte der Bürgermeister auf. Und Thomas Holzapfel vom Bauamt wusste zu berichten, dass die Alternative im Bereich der Spielarena schon früher einmal untersucht worden war. Ein Gutachten aus dem Jahr 1997 besage, dass hier öffentlicher Eislauf aufgrund der für ein Kurgebiet geltenden Lärmschutz-Richtlinien so gut wie nicht möglich sei.

Bernd Kuntze-Fechner (SPD) war dennoch dafür, alle Möglichkeiten zu prüfen und auch die Kosten für die verschiedenen Anlagen zu eruieren. Und Markus Trinkl (Wiesseer Block) fand, dass „die Kunsteisgeschichte“ für den Standort am See durchaus interessant wäre. Die Verwaltung soll nun herausfinden, wo eine Anlage realisierbar wäre und welche Kosten entstehen würden. Die CSU hatte ihr Ziel klar formuliert: Sie will, dass im nächsten Winter eine neue Eissportfläche im Ort in Betrieb gehen kann.

Auch interessant: Seltenes Schauspiel dank Kälte-Rekord: Tegernsee friert zu

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare