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Erhardt JänschEx-VdK-Vorsitzender

Erhardt Jänsch machte Werbung als VdK-Vorsitzender und wusste davon angeblich nichts

Wahl-Flyer hat Nachspiel

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In seiner Funktion als VdK-Ortsvorsitzender hatte Erhardt Jänsch Werbung auf einem Wahl-Flyer gemacht. Jetzt distanziert er sich davon. Was ist da schiefgelaufen?

Bad Wiessee – Kurz vor der Stichwahl in Bad Wiessee hatte ein CSU-Flyer für Wirbel gesorgt. Unter anderem hatte darauf Erhardt Jänsch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Wiesseer VdK-Ortsverbands für den – später knapp unterlegenen – Florian Sareiter geworben. Was nicht ohne Folgen blieb: Der Kreisverband distanzierte sich mit Verweis auf seine parteipolitische Unabhängigkeit von der Wahlwerbung und enthob Jänsch von seinem Posten.

Jetzt hat die Kündigung ein Nachspiel, denn auch Jänsch distanziert sich inzwischen von dem Flyer. Der sei ohne sein Einverständnis erfolgt, schreibt Jänsch an den VdK-Kreisgeschäftsführer Kristian Müller. „Ein verbandsschädigendes Verhalten, wie mir dies unterstellt wurde, ist also nicht zutreffend und muss zurückgenommen werden“, fordert Jänsch und stellt klar, dass er sein Amt ohnehin wegen seines Alters zur Verfügung gestellt hätte. „Schon im Februar habe ich dies angekündigt.“ Zur Hauptversammlung mit Neuwahl kam es wegen Corona nicht.

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Ist da tatsächlich etwas schiefgelaufen bei der Erstellung des Wahlprospekts? Sebastian Dürbeck, der mit seiner Marketingfirma den Prospekt erstellt hat, räumt eine Panne ein: „Alles musste sehr schnell gehen, dieser Fehler ist uns unterlaufen.“ Allerdings betreffe dies nur die Nennung des Titels. Grundsätzlich sei Jänsch klar gewesen, dass er seine Äußerung, wonach Sareiter für die Senioren ein offenes Ohr habe, so gesagt habe. Das räumt Jänsch, der selbst auf der CSU-Liste kandidierte, jedoch nicht genug Stimmen erhielt, auch ein.

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„Die Wahl ist vorbei, Deckel drauf“, das findet auch Korbinian Herzinger. Auch ihm wurde vor der Wahl angekreidet, in seiner Funktion als Feuerwehrkommandant geworben zu haben. Ob auch das richtig gelaufen ist, dazu möchte er jetzt nicht mehr Stellung nehmen.  

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gr

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