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Die Busparkplätze am Dourdanplatz sollen nach dem Willen der Gemeinde bald der Vergangenheit angehören.

Gemeinde erarbeitet nach Gerichtsverhandlung neues Konzept

Busse sollen von Dourdanplatz verschwinden

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Geht es nach dem Willen der Gemeinde, könnten die Busparkplätze am Dourdanplatz in Bad Wiessee schon bald verschwinden. Das wäre ganz im Sinne einer Nachbarin, die gegen die Parkplätze geklagt hatte.

Bad Wiessee – Die Busparkplätze am Dourdanplatz bescherten der Gemeinde Bad Wiessee zuletzt reichlich Ärger. Weil sich Anwohnerin Ursula Lederer an den Reisebussen störte, rückte im März sogar das Verwaltungsgericht an, um den Fall zu klären. Der Richter entschied unter anderem, dass die Gemeinde die Busparkplätze auf die gegenüberliegende Straßenseite verlegen muss. Nun allerdings sieht es danach aus, als würden die Reisebusse komplett vom Dourdanplatz verschwinden.

Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) informierte den Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung darüber, welche Gedanken sich die Verwaltung im Rathaus bezüglich des Dourdanplatzes und der Parkplätze gemacht habe. „Wenn der Zeiselbach hochwassersicher ausgebaut wird, müssen wir mit dem Ufer mehr in Richtung Parkfläche rücken“, erläuterte der Rathaus-Chef. Denn just an dieser Stelle benötige der Bach mehr Platz, um nicht mehr über die Ufer zu treten. „Für die Busse wird es dann extrem schwierig zu wenden“, führte Höß weiter aus. Die Verwaltung sei daher zu dem Schluss gekommen, den Busparkplatz „dort unten“ am besten ganz aufzugeben und stattdessen den Platz neu und schön zu gestalten. Letzteres ist ohnehin seit Längerem geplant.

Für die Reisebusse gebe es ausreichend andere Möglichkeiten zu parken, meinte Höß. „Wir haben zwei Busbuchten gegenüber dem ehemaligen Postamt – die können die Reisebusse zum Be- und Entladen nutzen“, schlug Höß vor. Unter der Woche könnte man die Busse zudem beim Bauhof unterbringen, am Wochenende stehe zusätzliche Fläche hinterm Rathaus zur Verfügung.

Diese Vorschläge wird die Gemeinde nun dem Verwaltungsgericht bis 20. April unterbreiten. Diese Frist war bei der Verhandlung im März gesetzt worden. Der Gemeinderat indes nahm das von der Verwaltung ausgearbeitete Konzept ohne weitere Diskussion zur Kenntnis.

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