Bad Wiessees neuer Bürgermeister Robert Kühn SPD
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Als künftiger Wiesseer Bürgermeister möchte Robert Kühn (SPD) seinen Heimatort zunächst sicher durch die Corona-Krise bringen. Schon im Vorfeld verbringt er viel Zeit im Rathaus.

„Vieles, was ich gerne anpacken würde“

Bad Wiessees neuer Bürgermeister Robert Kühn: „Voller Vorfreude“

  • Gabi Werner
    VonGabi Werner
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Mit seiner Wahl zum neuen Wiesseer Bürgermeister hat Robert Kühn (SPD) für einen Paukenschlag gesorgt. Im Interview lässt er einen Einblick in seine Gemütslage zu.

Bad Wiessee – Mit seiner Wahl zum neuen Wiesseer Bürgermeister hat Robert Kühn (SPD) für einen Paukenschlag gesorgt. Der 37-Jährige setzte sich in der Stichwahl mit knappem Vorsprung gegen den etablierten CSU-Gemeinderat Florian Sareiter durch. Zum 1. Mai tritt Kühn nun offiziell sein Amt im Wiesseer Rathaus an. Im Interview lässt er einen Einblick in seine Gemütslage zu.

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Bad Wiessees neuer Bürgermeister Robert Kühn: „Voller Vorfreude“

Die offizielle Amtsübergabe steht kurz bevor. Wie fühlen Sie sich, Herr Kühn?

Ich bin voller gespannter Vorfreude.

Wie haben Sie sich auf den Tag X vorbereitet?

Ich habe schon viel Zeit im Rathaus verbracht. Peter Höß hat mich mit Informationen versorgt, sodass ich möglichst viel Hintergrundwissen gewinne. Der scheidende Bürgermeister gibt sich große Mühe, einen reibungslosen Übergang vorzubereiten. Außerdem habe ich möglichst vielen unserer Einrichtungen wie Spielbank, Kindergarten und Badehaus einen Besuch abgestattet.

Angesichts Corona steht Ihr Amtsantritt ja unter besonderen Vorzeichen.

Ich versuche, mich bestmöglich auf diese Situation vorzubereiten und bin froh, dass ich die Zeit habe, das ohne Druck zu tun. Ich nehme mir ganz bewusst schon jetzt Zeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit wir dann reibungslos starten können.

Gehen Sie als künftiger Wiesseer Bürgermeister nun mit anderen Augen durch den Ort?

Das eigentlich nicht. Mir war der Ort schon vorher sehr wichtig – und mir sind viele Dinge aufgefallen. Der Unterschied ist: Wenn ich jetzt beim Spazierengehen etwas sehe, was verbessert gehört, mache ich mir gleich Notizen. Die Konsequenz ist einfach eine andere.

Sie betreiben derzeit in Bad Wiessee noch gemeinsam mit Ihrem Mann ein Schuhgeschäft. Wie wird es dort weitergehen?

Mein Mann kümmert sich künftig vollumfänglich um den Laden, ich kümmere mich vollumfänglich ums Bürgermeisteramt. Etwas anderes lässt die Aufgabe auch gar nicht zu. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich mal einen Schuh verkaufe (lacht).

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Ihr Wahlsieg kam für viele überraschend. Wie haben die Leute Ihnen persönlich gegenüber reagiert?

An erster Stelle standen natürlich Gratulationen. Es sprechen einen ja meist die Leute an, die einen auch gewählt haben und die sich freuen. In erster Linie wollen die Leute – so wie Sie auch – von mir wissen, wie es mir geht und ob ich Angst habe vor der neuen Aufgabe. Ich sage dann immer: Ich freue mich auf die Herausforderung.

Was haben Sie sich als Erstes vorgenommen, wenn Sie Ihr Büro im Rathaus bezogen haben?

Es gibt vieles, was ich gerne anpacken würde. Aber Corona ist jetzt einfach das beherrschende Thema. In erster Linie möchte ich schauen, dass ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde kennenlerne und dass es ein reibungsloser Start wird. Außerdem will ich versuchen, für alle Bürger da zu sein. Die Corona-Krise trifft Händler, Gastronomen, Hoteliers – sie alle stehen vor einer unsicheren Zukunft. Umso wichtiger ist es, als Bürgermeister jetzt für alle da und ansprechbar zu sein.

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