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So könnte nach den Entwürfen von Architekt Matteo Thun die Eingangshalle des neuen Badehauses aussehen, das neben dem Badepark entstehen soll.

Nur hauchdünne Mehrheit für Kostenaufstellung

Neues Badehaus verliert an Rückhalt

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Bad Wiessee - Der Rückhalt fürs geplante Badehaus in Bad Wiessee bröckelt: Nur mit einer hauchdünnen Mehrheit von 8:7 hat der Gemeinderat am Donnerstagabend die Kostenberechnung für den Neubau gebilligt.

Sowohl die CSU-Fraktion als auch die beiden Vertreter von ranBW stimmten gegen die Kostenaufstellung, die als Grundlage für den Förderantrag an die Regierung von Oberbayern dienen soll. Demnach betragen die Kosten für das neue Badehaus - inklusive Außenanlagen, Grundstücks-Kosten, Sanierung der Quellen und Heilwasseraufbereitung - 8,7 Millionen Euro. „Die Kostenberechnung können wir so nicht billigen“, machte Kurt Sareiter als CSU-Fraktionssprecher deutlich. Vielmehr pocht die CSU auf die vier Millionen Euro, die ursprünglich für den Neubau im Haushalt vorgesehen waren, und favorisiert einen „Zweckbau“ für 16 Wannenbäder.

Auch Rolf Neresheimer (ranBW) sprach mit Blick auf die jetzige Planung von Stararchitekt Matteo Thun von einem „Luxusobjekt“, das die Gemeinde so nicht stemmen könne und das für diesen Zweck nicht geeignet sei. Dem widersprach Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) deutlich. „Das Badehaus wird ein Teil der künftigen Erfolgsgeschichte von Bad Wiessee - da bin ich mir sicher“, erklärte er. Am Ende billigte das Gremium die Kostenaufstellung mit den Stimmen des Wiesseer Blocks und der SPD.

Der Förderantrag liegt der Regierung bereits vor. Die Gemeinde rechnet mit einem Zuschuss des Freistaats in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Höß hatte bereits in der Vergangenheit betont, dass der Bau des Badehauses an eine entsprechende Förderung gekoppelt ist. Erst wenn die Zusage vorliegt, werde eine endgültige Entscheidung zum Neubau getroffen.

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