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Die Ampelregelung am Dourdanplatz sorgt für Staus. 

Bachverlegung in Bad Wiessee 

Bauarbeiten: Am Wochenende droht Mega-Stau

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Bad Wiessee - Am Wochenende droht ein Riesenstau in Bad Wiessee: Anders als geplant, bleibt die Ampelregelung auf der Ortsdurchfahrt auch am Samstag und Sonntag bestehen. 

Endlich steht ein schönes Wochenende bevor. „Aber ich wünsch mir tatsächlich, dass es regnet“, seufzt Wiessees Gemeinde-Geschäftsleiter Michael Herrmann. Am Mittwochnachmittag erreichte ihn die schlechte Nachricht. Weil es Probleme bei den Arbeiten zur Verlegung des Heissenbachs gibt, ist die Baustelle an der Ortsdurchfahrt auch am Wochenende nur einspurig befahrbar, eine Ampel regelt den Verkehr. Wie berichtet, hatte die Gemeinde ursprünglich angekündigt, die Baustelle – sie dient der Umgestaltung des Lindenplatzes – sei an allen Wochenenden offen. „Aber das ist leider nicht möglich, weil die Rohre für die Bachverlegung nicht überfahren werden dürfen“, erklärt Herrmann.

Er könne nur an alle Autofahrer appellieren, der Umleitungsbeschilderung zu folgen. Demnach rollt der gesamte Verkehr über Tegernsee. Auch an den Werktagen staut es sich in Bad Wiessees Mitte derzeit mächtig. Verbessern dürfte sich die Lage voraussichtlich erst nach Freitag, 1. Juli, in Sicht. Bis dahin müsse die bestehende Ampelregelung mit einspuriger Fahrbahn leider bestehen bleiben. Danach rückt der Bautrupp weiter zum Lindenplatz. Ab 4. Juli gehen die Bauarbeiten dort im Gehwegbereich weiter. 

Während dieser Bauphase werde man versuchen, den Verkehr zweispurig durch die Baustelle zu leiten, meint Herrmann. Dies könne durch eine geringfügige Verlegung der Fahrbahn geschehen. Damit sollte es gelingen, die Bildung von Staus weitestgehend zu vermeiden. „Die Bauarbeiten werden in erster Linie wegen der für den Verkehrsfluss wichtigen Querungshilfen durchgeführt“, erinnert Herrmann. Auch vom zeitlichen Ablauf habe es keine Alternative gegeben, erklärt der Geschäftsleiter. Die Arbeiten könnten wegen der ansonsten bestehenden Frostgefahr nur nach April und vor Oktober durchgeführt werden. Die Gemeinde bedaure die Einschränkungen für die betroffenen Gewerbetreibenden und die Gäste sehr, so Herrmann: „Im Sinn der Ortsentwicklung sind Maßnahmen dieser Art aber unabdingbar.“ 

Stark betroffen sein dürfte Roberto Andreetta, Betreiber der Eisdiele am Lindenplatz. Im Moment beeinträchtige die Baustelle ihn noch nicht, meint der Italiener. Dies werde erst der Fall sein, wenn die Arbeiten am Dourdanplatz beendet sind und es am Lindenplatz weitergeht. Dann aber dürfte der Außenbereich vor der Eisdiele, auf dem Stühle und Tische für die Kundschaft stehen, kaum zum Verweilen einladen. „Wir stellen deshalb einen anderen Platz zur Verfügung“, erklärt Geschäftsleiter Herrmann. Ein Angebot, das Andreetta wohl wahrnehmen wird, wie er sagt: „Aber wir schauen erst mal, wie es wird.“ 

Mit dem Abschluss der Arbeiten ist erst im September zu rechnen. Dann wird der Lindenplatz sich neu präsentieren. Erhalten bleibt übrigens die Skulptur „Das Boot des Mönchs“ des Hohendilchinger Bildhauers Karl Jakob Schwalbach. „Das muss auch unverändert bleiben, das ist vertraglich gesichert“, sagt der Künstler.

 Die Kosten für das Gesamtpaket Lindenplatz sind im aktuellen Haushalt der Gemeinde Bad Wiessee mit 1,14 Millionen Euro veranschlagt. Das Gute daran: Die Maßnahme wird durch die Städtebauförderung bezuschusst. Rund die Hälfte der Mittel kommen damit von der Regierung von Oberbayern.

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