Neuer oder ter Stegen? Löw legt sich wohl auf Nummer 1 fest

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Dieses Haus In der Gschwändt soll abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden.

„Das ist schon ein ganz schönes Gerät“

Bauausschuss sagt: Fünf Wohnungen, mehr nicht

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Ein Haus In der Gschwändt in Bad Wiessee soll abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt werden. Der Bauwerber will hoch hinaus - und beantragte sieben Wohnungen. Zu viel, urteilte der Bauausschuss.

Bad Wiessee – Wo der Getränkebetrieb Aulechner die Kunden versorgte, soll ein Mehrfamilienhaus entstehen. Ein elf mal 16 Meter großer Bau war ursprünglich geplant, der Bauausschuss nahm auch schon vor Ort das Grundstück In der Gschwändt unter die Lupe, eine Genehmigung wurde daraufhin erteilt.

Jetzt reichte der Bauherr eine neue Anfrage ein – für ein mit 12,90 mal 16 Metern etwas größeres Haus. Statt fünf möchte er nun sieben Wohnungen in dem Haus unterbringen. Bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses äußerte Bauamtsleiter Helmut Köckeis seine Bedenken. „Das Gebiet ist schon so dicht bebaut, man muss es doch nicht auf die Spitze treiben“, fand Köckeis. Er würde zur Ablehnung raten, da sieben Wohnungen auch mehr Stellplätze bedeuten würden, „und damit wäre das Grundstück rappelvoll“.

Kurt Sareiter (CSU) war der Ansicht, dass der Antrag an der Parkplatzsituation scheitern werde. Schon beim vorigen Antrag habe sich die Gemeinde großzügig gezeigt und festgestellt, dass der am Hang situierte Parkplatz „gerade so“ ausreichen würde. „Eine ganz knappe Geschichte“, urteilte Sareiter. Und auch Bernd Kuntze-Fechner (SPD) bezeichnete vor allem die Parkplatz-Situation als größtes Problem. Während Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) überzeugt war, dass sich der Bauherr mit diesem Antrag keinen Gefallen tun werde, kritisierte sein Vize Robert Huber (SPD) den geplanten Anbau am Haus. „Das sieht grauslich aus“, fand Huber. Seiner Meinung nach habe der ursprünglich genehmigte Bau schon eine „stattliche Dimension“, damit sollte der Bauwerber zufrieden sein.

Unterdessen warb Markus Trinkl (Wiesseer Block) beim Antragsteller um Verständnis. Er könne ja nachvollziehen, wenn man das Maximale herausholen möchte, aber für ihn sei ein Haus mit fünf Wohnungen „schon ein ganz schönes Gerät“. Irgendwo müsse ein Limit erreicht sein, denn es könne nicht immer noch größer gebaut werden. Auch Fritz Niedermaier (Wiesseer Block) warnte davor, mit immer noch größeren Häusern neue Bezugsfälle zu schaffen. „Da müssen wir aufpassen“, fand er.

Der Bauausschuss war sich einig: Einstimmig entschieden die Mitglieder, dass die ursprünglich beantragte Größe ausreichend sei. Auch solle auf den geplanten Anbau verzichtet werden. Die Anfrage war damit abgelehnt.

gr

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