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So soll das Bootshaus aussehen.

Beratung im Bauausschuss über feste statt schwimmende Variante

Auch Wiessee segnet neue Bootshauspläne ab

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Die Garage für das Wiesseer Polizeiboot soll nicht schwimmend im Tegernsee, sondern teils am Ufer gebaut werden. Nach der Stadt Tegernsee ist auch die Gemeinde Bad Wiessee einverstanden.

Bad Wiessee –  Die Regierung von Oberbayern möchte das Bootshaus für das Wiesseer Polizeiboot nun doch nicht schwimmend, sondern teilweise an Land bauen. Ganz in trockenen Tüchern ist das Vorhaben allerdings noch nicht. Zwar hat der Tegernseer Stadtrat die geänderten Pläne bereits befürwortet. Er ist für alles zuständig, was sich auf dem Wasser abspielt. Weil das Haus jetzt aber teilweise an Land und damit auf Wiesseer Gemeindegebiet stehen soll, musste sich der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung damit befassen.

Dass das Thema offiziell nicht auf der Tagesordnung stand, war kein Problem. Alle waren einverstanden, dass der Antrag behandelt und damit schnell weiterverfolgt und nicht verzögert wird. „Der Antrag geht jetzt direkt zur Regierung von Oberbayern und nicht ans Landratsamt Miesbach“, informierte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block). Er berichtete, dass sich die Ausmaße des Bootshauses mit der Neuplanung nur geringfügig ändern werden. Eine Größe von 7,60 mal 15,50 Meter wird das Haus haben, die Wandhöhe wird nun 4,60 statt 4,10 Meter betragen. „Bei Hochwasser darf das Polizeiboot ins Freie an einen Steg“, kommentierte der Rathauschef die Pläne für einen festen Holzsteg auf der südlichen Seite.

„Das ist durchaus sinnvoll so, da kann ich zustimmen“, fand Kurt Sareiter (CSU). Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) hoffte, „dass wir nun endlich den letzten Akt aufschlagen in dieser Bootsgeschichte.“ Es werde Zeit, dass das Polizeiboot in Bad Wiessee eine Heimat finde. Vor allem, weil der Tegernsee ein „hochfrequentiertes Gewässer“ sei. Er hoffe auch, dass jetzt keine „unsäglichen Debatten“ mehr geführt werden, in denen die Polizei angegriffen wird. Huber spielte damit auch auf die Wortmeldung von Georg Erlacher (CSU) an, der aus seiner Kritik kein Geheimnis machte: „Ich bin gegen das Bootshaus, weil ich die Sinnhaftigkeit nicht nachvollziehen kann“, sagte Erlacher. Höß verteidigte die Pläne kurz und knapp: „Es ist gut, wenn das Boot zur Bereithaltung da ist.“

Bauamtsleiter Helmut Köckeis machte darauf aufmerksam, dass der Grund an der Breitenbachmündung, auf dem das Haus gebaut werde, Herzog Max in Bayern gehöre. „Die Gemeinde hat also keinen Einfluss.“

Gegen die Stimme Erlachers wurden das fest verankerte Bootshaus am Ende befürwortet. 

 gr

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