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Beim Bauern in der Au haben bereits Umbaumaßnahmen stattgefunden. Unter anderem wurde ein neuer Küchentrakt angebaut.

Bauer in der Au, Söllbachklause und Niederstub‘n

Wie geht‘s weiter mit den Haslberger-Immobilien?

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Bauer in der Au, Söllbachklause, die Niederstub’n: Drei Immobilien in Bad Wiessee warten derzeit auf eine Wiedereröffnung in neuem Glanz. Eigentümer ist in allen drei Fällen Großgrundbesitzer Franz Haslberger.

Bad Wiessee – Schon einige Bergsommer sind verstrichen, seit das beliebte Ausflugslokal Bauer in der Au zum letzten Mal geöffnet hatte. 2013 machte es die Schotten dicht. Zuletzt glich das ehemalige Bergidyll einer Großbaustelle. Eine Tiefgarage wurde gebaut, die Gaststätte selbst um einen Küchentrakt erweitert, die Terrasse aufwendig gestaltet, neue Nebengebäude geschaffen, eine Stromversorgung installiert.

Doch wann – so fragen sich viele angesichts der bevorstehenden Wandersaison – steht der Bauer in der Au endlich wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung? Die Antwort des Eigentümers fällt spärlich aus. Es stehe noch die Klärung einiger bautechnischer Themen aus, lässt der umstrittene Großgrundbesitzer Franz Haslberger über seinen Anwalt Mathias Dürr verlauten. „Deshalb können wir auch keinen konkreten Termin der Wiedereröffnung nennen.“

Im Rathaus weiß man ebenfalls nichts Genaueres. Sowohl Bauamtsleiter Helmut Köckeis als auch Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) hatten schon länger keinen Kontakt mehr mit Haslberger. „Ich hoffe natürlich auf eine baldige Wiedereröffnung, kann dem Eigentümer aber nichts vorschreiben“, meint Höß. Der müsse ja auch erst den richtigen Betreiber für die Berggaststätte finden.

Grundsätzlich glaubt man im Rathaus aber schon an eine Wiedereröffnung als Gaststätte: Schließlich, so Köckeis, habe der Eigentümer „mit einem Riesenaufwand“ eine große Tiefgarage erstellt – inklusive Nebenräumen für die Gaststätte. „Warum hätte er das sonst verwirklichen sollen?“ Höß findet zudem lobende Worte für die Neugestaltung des Bauern in der Au: „Insgesamt handelt es sich um eine sehr schöne und gefällige Anlage.“

Auch was die unterhalb liegende Söllbachklause betrifft, hatte Haslberger bereits im Herbst 2014 umfangreiche Modernisierungspläne bei der Gemeinde vorgelegt – und auch genehmigt bekommen. Der Gemeinderat war damals hocherfreut über die geplante Rundumerneuerung inklusive Aufstockung und Bau einer Tiefgarage. Viel passiert ist seither – augenscheinlich – nicht.

„Das Problem war der Kanalanschluss“, sagt der Bürgermeister. Die Verlegung habe vor allen weiteren Maßnahmen erfolgen müssen, was seines Wissens nach mittlerweile geschehen sei. Haslberger selbst gibt sich auch beim Thema Söllbachklause zugeknöpft: Es bestehe „die Notwendigkeit einer Tektur der Genehmigung“, erklärt sein Anwalt. Weitere Details könne man dazu nicht nennen. Ganz offensichtlich sollen die bereits abgenickten Planungen noch einmal verändert werden. „Dazu liegt uns aber nichts vor“, sagt Köckeis auf Nachfrage.

In der Warteschleife befindet sich auch Objekt Nummer drei, das Haslberger in Bad Wiessee erworben hat. Diesmal nicht am Berg, sondern mitten im Zentrum. Es handelt sich um das in die Jahre gekommene Wohn- und Geschäftshaus mit den Niederstub’n. Auch hier hat der Unternehmer umfassende Sanierungen und Umbauten angekündigt. Unter anderem war von der Schaffung eines Biergartens mit etwa 70 Sitzplätzen die Rede. Auch das war im Herbst 2014.

Wann dort tatsächlich die Baumaschinen anrollen, weiß Köckeis nicht. Die Gemeinde jedenfalls habe alle Schwierigkeiten auf dem Weg zur Realisierung des Bauvorhabens beseitigt. Bekanntlich wurde im Zuge der Umgestaltung des Lindenplatzes der Heissenbach verlegt, der auch unterhalb der Niederstub’n verlief. „Wir haben also unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt der Bürgermeister. Wann nun der Eigentümer mit den Umbauarbeiten anfängt, „liegt in seiner Hand“.

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