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Da war SME-Chef Florian Kamelger noch zuversichtlich. Mittlerweile herrscht kompletter Stillstand auf dem alten Jodbad-Gelände.

SME wieder Thema im Gemeinderat

Baustopp in Bad Wiessee: Bürgermeister fordert anständigen Umgang mit Investor

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Seit Monaten herrscht Stillstand auf dem alten Jodbad-Gelände in Bad Wiessee. Der Ort wartet bisher vergeblich auf eine Aussage des Investors, wann der Bau weitergeht. Jetzt war SME wieder Thema im Gemeinderat.

Bad Wiessee – Geht die ins Stocken geratene Reise mit SME weiter oder macht sich der Investor bereit für den Absprung? Darüber gehen in Bad Wiessee die Meinungen auseinander. CSU-Bürgermeisterkandidat und Gemeinderat Florian Sareiter hatte bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung klar geäußert, dass er nicht daran glaube, dass die Sports Medicine Excellence Group ihr Hotel-Projekt auf dem früheren Gelände des Jodschwefelbads zu Ende bringe. Er stelle sich bereits auf Nachverhandlungen und die Forderung nach einer Wohnbebauung ein.

Bekanntlich herrscht auf dem Gelände seit acht Monaten Stillstand. Der Investor machte bisher keinerlei konkrete Angaben zu den Gründen, geschweige denn dazu, wann mit einem Ende des Baustopps zu rechnen sei. Alle drei Bürgermeister-Kandidaten – neben Sareiter sind das Johannes von Miller (Grüne) und Robert Kühn (SPD) – forderten daher bei der Podiumsdiskussion im Postsaal nachdrücklich, dass sich die Investoren endlich erklären müssten.

Im Rahmen der jüngsten Haushaltsdebatte im Gemeinderat nahm nun Noch-Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) den Faden auf und sah sich zu einer Klarstellung veranlasst. Mit 15:2 Stimmen habe der Gemeinderat 2015 beschlossen, sich mit SME auf den Weg zu machen, erinnerte Höß. Eine Mehrheit – nicht aber die CSU – habe dann auch für den Kaufvertrag gestimmt. Der Kaufpreis, so betonte Höß, sei von einem vereidigten Sachverständigen festgelegt worden.

„Wir haben zwei große Investoren in Bad Wiessee, die in den nächsten Jahren eine Viertelmilliarde im Ort investieren werden“, führte Höß weiter aus. Die Gemeinde müsse zwar auf Augenhöhe mit diesen Investoren verhandeln, aber auch „anständig und glaubwürdig“ bleiben, meinte der Bürgermeister. Ansonsten würden die Unternehmen in andere Regionen abwandern. „Das ist jetzt als Appell zu verstehen“, sagte Höß mit Blick auf die jüngsten Äußerungen.

Lesen Sie hier: SME-Projekt: Landratsamt sieht keinen Grund für Baustopp

Sareiter blieb bei seiner Haltung. Er sehe das Projekt kritisch, erwiderte er. Es sei an der Zeit, dass SME Rapport erstatte. Den Kaufvertrag habe die CSU seinerzeit aufgrund der Modalitäten abgelehnt, so Sareiter weiter. Der Kaufpreis sei zu gering gewesen, „der Ertrag war insgesamt zu wenig“.

gab

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