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Strommast fällt auf Stall - Kalb verendet

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Von: Klaus-Maria Mehr, Veronika Mahnkopf, Gerti Reichl

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Tegernseer Tal - Windstärken von bis zu 120 km/h auf Seehöhe. Davor warnt der Deutsche Wetterdienst für den gesamten Dienstag. In Folgen des Unwetters fahren keine Züge mehr.

+++18.30 Uhr+++ Auch auf die Asylbewerber, die man am Dienstag in Tegernsee erwartet hat, hatte der Sturm Auswirkungen.

+++18.23 Uhr+++ In Dürnbach knickte am Nachmittag ein Strommast auf den Stall eines Bauernhofs. Das Gebäude stand unter Strom, ein Kalb verendete. Das Gebäude hat laut Kreisbrandrat Anton Riblinger glücklicherweise nicht Feuer gefangen. "Das hätte uns gerade noch gefehlt an diesem Tag."

+++18.21 Uhr+++ Die Straße zwischen Schaftlach und Piesenkam ist derzeit gesperrt. Dort sind Bäume umgestürzt, die Feuerwehr kann derzeit nichts unternehmen - die Gefahr für Leib und Leben der Einsatzkräfte ist einfach zu hoch.

+++18.08 Uhr+++Hauptsächlich umgestürzte Bäume halten die Feuerwehr Gmund seit Mittag auf Trab. Stellvertretender Kommandant Thomas Hilgenrainer ist mit 25 Mann im Einsatz. Zunächst müssen Sturmschäden auf der Staatsstraße zwischen Gmund und Ostin beseitigt werden, dann auf der Bundesstraße 318 bei Kaltenbrunn, dann im Gmunder Ortsteil Eben. Fünf Einsätze leisten sie bis zum frühen Abend, und es scheint nicht abzureißen.

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An diesem Haus in Dürnbach hat die Feuerwehr Ziegel und Plane am Dach gesichert und die Straße sicherheitshalber gesperrt. © Thomas Plettenberg

+++15.17 Uhr+++ Die Dürnbacher Feuerwehr hat seit Mittag alle Hände voll zu tun. Rund zehn Bäume mussten laut Kommandant Franz Huber von den Straßen geschafft werden. An einem Nebengebäude beim Gasthaus Jennerwein gab es Probleme mit dem Dach. Die Einsatzkräfte haben Dachziegel und Planen gesichert und die Straße sicherheitshalber gesperrt.

+++15.06 Uhr+++ In Schaftlach (Gemeinde Waakirchen) zwingt der Sturm die örtliche Feuerwehr zu einer radikalen Maßnahme: Feuerwehr-Kommandant Franz Reiter Junior entscheidet, dass eine alte Linde, die sich an der Ortsdurchfahrt befindet, gefällt wird. "Es bestand Gefahr für Leib und Leben", rechtfertigt Reiter die Maßnahme. Der Baum war zur Hälfte angebrochen und drohte komplett auseinanderzufallen. Besonders bitter:

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In Schaftlach musste die Feuerwehr eine alte, gerade erst sanierte Linde fällen - sie drohte umzustürzen. © Thomas Plettenberg

Der Landkreis Miesbach hatte den Baum vor Kurzem sanieren lassen, weil er ihn unbedingt erhalten wollte. Jetzt lagert das Holz auf einer Wiese und muss entsorgt werden. Überhaupt sind die Schaftlacher Feuerwehrler im Dauereinsatz. Seit Mittag haben 25 Mann sieben Einsätze absolviert.

+++12.28 Uhr+++ Wie BOB-Sprecher Jens Däßler gerade mitteilt, stellen sowohl BOB und Meridian ihren Verkehr komplett ein. Dessler hofft, dass der Verkehr am Abend wieder anläuft. Wo es möglich ist, soll ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. „Die Straßen sind jedoch vielfach auch nicht passierbar“, so der Eisenbahnbetriebsleiter.

+++11.41 Uhr+++ Die BOB ab Tegernsee, Abfahrt: 12.22 Uhr, fällt aus. Bei Schaftlach ist ein Zug in einen umgestürzten Baum gefahren. Nähere Infos liegen noch nicht vor.  

Ursprünglicher Artikel von 11.14 Uhr

Derweil waren am Wiesseer Seeufer Feuerwehr, Wasserwacht und Polizei im Einsatz. Ein herrenloses Surfbrett trieb dort über den Tegernsee. Die Polizei hatte kurzzeitig eine Suche nach den Besitzern eingeleitet. Die Wasserwacht übernahm die Bergung des Surfbretts. Bereits gegen 8.30 Uhr war dann klar: Das Surfbrett war schwer beschädigt. Die Polizei geht davon aus, dass sich das Surfbrett irgendwo losgerissen hatte und stellte die Suche daher gegen 8.45 Uhr ein.

Auch die Wallbergbahn und Alpenbahnen Spitzingsee-Tegernsee haben inzwischen den Betrieb eingestellt. Die Schifffahrt am Tegernsee ist noch in Betrieb. Die Kapitäne entscheiden laut einer Mitarbeiterin in Absprache mit den Betriebsleitern, wann die Schiffe in den Bootshäusern bleiben - nämlich dann, wenn ein sicheres Anfahren der Stege nicht mehr gewährleistet ist.

Doch damit muss die Gefahr allerdings noch lange nicht gebannt sein. Der Deutsche Wetterdienst warnt noch bis Dienstagabend 21 Uhr vor extremen Orkanböen und Windstärken von bis zu 140 km/h. "Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können zum Beispiel entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen", warnt die Behörde weiter. Man solle allgemein möglichst vermeiden, sich im Freien aufzuhalten.

Weitere Meldungen zum Sturm in Kürze. Alle Infos zum Sturm in Oberbayern gibt's hier.

In Richtung München geht nichts mehr weiter. Die Bayerische Oberlandbahn verkehrt am Dienstagvormittag nur noch zwischen Tegernsee und Holzkirchen. Der Grund: Umgestürzte Bäume. Entgegen anderslautender Berichte gab es auf der Strecke zwischen Schaftlach und Tegernsee keine Behinderungen am Vormittag. Beim Meridian in Richtung Rosenheim gibt es zur Zeit größere Probleme.

Fahrgäste müssen evakuiert werden

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