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Die Bauarbeiten an der Dr.-Scheid-Straße schreiten voran. Es entstehen 14 Wohnungen für Familien und Alleinstehende. Das Kommunalunternehmen will hier ein Generationen-Wohnprojekt realisieren.

Generationen-Wohnprojekt schreitet voran

Bezugsfertig ab 2018: Neues Gemeindehaus sucht Mieter

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Langsam wächst das neue Gemeindehaus an der Wiesseer Dr.-Scheid-Straße in die Höhe. Familien und Senioren sollen hier ein Zuhause finden – und in echter Nachbarschaft leben. 

Bad Wiessee – Zu vergeben sind vier Familienwohnungen und zehn Wohnungen für Alleinstehende und Paare an der Dr.-Scheid-Straße 27. Wenn die Bauarbeiten so voranschreiten wie geplant, können die Mieter im Sommer 2018 einziehen. Bauherr ist das Kommunalunternehmen (KU) Bad Wiessee, zuständig für die gemeindlichen Liegenschaften. Rund 200 Wohnungen hat das KU zu verwalten, die meisten davon bedürfen einer Sanierung. Aber neben der Renovierung des Bestands packt das KU jetzt auch einen Neubau an. Und hinter dem steht eine Idee. Die des nachbarschaftlichen Wohnens, wie Geschäftsführer Patrik Zeitler deutlich macht. Das Haus an der Scheidstraße soll ein Mehrgenerationenhaus werden. 

Ein Haus, in dem Alt und Jung sich gegenseitig unterstützen und voneinander profitieren.So sind neben den Wohnungen auch ein Gemeinschaftsraum und ein gemeinsames Gästezimmer vorgesehen. Wie das Zusammenleben genau aussieht, darüber wird noch viel zu reden sein. Zeitler bittet Miet-Interessen schon jetzt, sich zu melden. Um zu klären, welche Vorstellungen die späteren Bewohner von einem nachbarschaftlichen Miteinander haben, sollen schon in der Bauphase Treffen stattfinden. Das Projekt wird von der Regierung von Oberbayern finanziell gefördert.

„Es ist ein mutiges Projekt“, findet Bürgermeister Peter Höß, der mit der Arbeit des KU „außerordentlich zufrieden“ ist. Wie berichtet, war die Gründung des gemeindlichen Unternehmens im Gemeinderat höchst umstritten. Bis endlich die Struktur gefunden war und die Immobilien übertragen wurden, verstrich viel Zeit. „Es ist schade um jedes Jahr, das es später losgegangen ist“, stellt Höß fest. Seine Arbeit hat das KU im Oktober 2015 mit Amtsantritt des hauptamtlichen Geschäftsführers Zeitler aufgenommen. Unter seiner Regie wurden bereits die Wohnhäuser Sanktjohanserstraße 94 und 96 mit insgesamt 16 Wohnungen saniert. „Und die sind dermaßen schön geworden, dass sich alle Bewohner unserer älteren Häuser nur wünschen können, dass es bei ihnen auch bald losgeht mit der Sanierung“, findet Höß. Die gelungene Renovierung soll noch gefeiert werden – aber erst, wenn Vize-Bürgermeister Robert Huber wieder im Amt ist. Huber vertritt den Bürgermeister als Vorsitzender des KU-Verwaltungsrats und hat in dieser Funktion das Projekt betreut. Nach einem Herzinfarkt befindet er sich noch in Reha.

Die Sorge, die Gemeinde Bad Wiessee könne sich das KU nicht leisten, habe sich als unbegründet erwiesen, merkt Höß an. Der jüngst verabschiedete Haushalt zeige, dass die Gemeinde Bad Wiessee auch nach der Übertragung der Immobilien ans KU finanziell gut dastehe.

Die Mieten aus den gemeindlichen Wohnungen fließen seit der Transaktion nicht mehr in den Haushalt. Dort waren sie zuvor zum größten Teil versickert, statt in die Sanierung des Bestands zu fließen. Jetzt werden die Wohnungen Zug um Zug auf Vordermann gebracht. Das dürfte noch sehr viel Zeit kosten, wie Höß sagt. Geschäftsführer Zeitler werde die Arbeit sicher nicht ausgehen, weshalb die Vollzeitstelle auch nicht befristet sei: „Wenn man einmal durch ist, kann man vorne wieder anfangen.“

Interessenten

für das Generationen-Wohnprojekt können sich bei Patrik Zeitler unter 0 80 22 / 86 02 69 oder bei Petra Bollen unter 0 80 22 / 86 02 67 melden.

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