Brand und Explosion in Bad Wiessee: Das ist die Lage am Tag zwei nach dem Unglück
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Bilder von den Abbrucharbeiten am Mittwochvormittag.
Brand und Explosion in Bad Wiessee: Das ist die Lage am Tag zwei nach dem Unglück
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Diese Sauerstoffflaschen waren - unfreiwillig - für einen Großalarm am Mittwochmorgen verantwortlich. 
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Bilder von den Abbrucharbeiten am Mittwochvormittag.
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Bilder von den Abbrucharbeiten am Mittwochvormittag.
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Bilder von den Abbrucharbeiten am Mittwochvormittag.
Brand und Explosion in Bad Wiessee: Das ist die Lage am Tag zwei nach dem Unglück
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Bilder von den Abbrucharbeiten am Mittwochvormittag.
Brand in Bad Wiessee: Explosion in Feuerwehrhaus in Bad Wiessee
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Diese Gasflaschen haben den Großalarm ausgelöst. 
Brand in Bad Wiessee: Explosion in Feuerwehrhaus in Bad Wiessee
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Der Unglücksort ist extrem einsturzgefährdet. Jetzt wurden dort gefährliche Stoffe gefunden. Das Gebiet ist großräumig abgesperrt.

Gebiet großräumig abgesperrt

News-Ticker: Explosion in Bad Wiessee - neuer Alarm am Mittwoch

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  • Gerti Reichl
    Gerti Reichl
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Nach der Explosion in Bad Wiessee am Montag wurde am Mittwoch gegen 9.30 Uhr erneut Alarm ausgelöst. Man befürchtete, dass mehrere Sauerstoffflaschen explodieren könnten. Doch die Sache beruht auf einem Missverständnis. 

Hier hat sich die Katastrophe ereignet

+++ AKTUALISIEREN +++

+++ 16.35 Uhr

Der ganze Ort und seine Rettungskräfte stehen noch immer unter Schock, nachdem eine Explosion Teile des Rettungszentrums in Bad Wiessee zerstörte. Vor allem nach dem erneuten Großalarm am Mittwochmorgen. Die Lage am Tag zwei nach der Katastrophe.

+++ 12.30 Uhr

In dem Zusammenhang weisen wir auch gerne nochmals auf das Spendenkonto des BRK hin. Da die rechtliche Situation wohl noch sehr lange entwirrt werden muss, ist das BRK in Bad Wiessee jetzt auf Hilfe angewiesen, um die Bereitschaft schnellstmöglich wieder aufzubauen:

Spenden nimmt das BRK entgegen unter folgender Bankverbindung: IBAN: DE78711525700000024190; BIC: BYLADEM1MIB; Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee.

+++ 12.16 Uhr

Während der Abbrucharbeiten wird das ganze Ausmaß der Zerstörung nochmal deutlich. Tiefe Risse ziehen sich durch das Gebäude, vom teuren Equipment der Retter sind nur noch geschmolzene und verkohlte Brocken übrig. 

Wer für den Schaden aufkommen muss, ist noch alles andere als unklar. Klar ist, dass sicher nicht nur eine Versicherung an dem Fall beteiligt sein wird. Die Gemeinde hat ja schon Kontakt mit ihrer Brandschutzversicherung aufgenommen. Robert Kießling vom BRK ist gerade mit der kommunalen Unfallversicherung vor Ort. Theoretisch könnten dann auch die beiden schwer verletzten Wasserwachtler, beziehungsweise deren Haftpflichtversicherungen, von den anderen Versicherungen zur Kasse gebeten werden. Gesetztenfalls, sie waren für die Explosion in irgendeiner Form mitverantwortlich. Aber das ist eine Diskussion die sicher bis zu deren Genesung warten kann. Und wir können den beiden nur wünschen, dass sie wieder vollkommen gesund werden. Die Wer-zahlt-Situation ist trotzdem alles andere übersichtlich.

+++ 12.03 Uhr 

Die Beamten der Kripo sind seit heute Morgen ebenfalls vor Ort, überwachen die Abbrucharbeiten und sichern Spuren.

+++ 11.57 Uhr

Inzwischen ist das Münchner Bombenkommando, genannt Kampfstoffmittelräumdienst, am Unglücksort angekommen. Die Sauerstoffflaschen werden von den Beamten gesichert und abtransportiert. 

+++ 11.19 +++ Schwerstverletzter aus Koma aufgewacht

Soeben erfahren wir vom Unglücksort Neues über den Zustand der beiden Verletzten: Beide sind inzwischen wach und ansprechbar. Bis gestern lag einer von beiden noch im künstlichen Koma. Er musste mit schwersten Verbrennungen an den Händen operiert werden. Nun konnte man ihn aus dem Koma holen. Es scheint also so, als wären beide Explosions-Opfer inzwischen über den Berg. 

+++ 11.02 Uhr: Zum Missverständnis

Bei einem Telefonat gab man an den Sauerstoffflaschen-Hersteller durch, es befänden sich wohl noch 200 Bar in jeder Flasche, und ob das gefährlich sei? Mit der Einheit wird die Menge an gepresster Luft in den Flaschen angegeben. Der Hersteller verstand jedoch: Die Flaschen hätten noch 200 Grad. Daraufhin gab er sofort durch, dass das durchaus sehr gefährlich sei - was den Großalarm auslöste. Ein Missverständnis, das trotz der schlimmen Katastrophe einen fast kurz schmunzeln lässt. 

+++ 10.56 Uhr

Aktuelle Info: Der Kampfstoffmittelräumdienst der Polizei kommt nun doch. Da man schon so weit gefahren war, schaut man sich die Lage vor Ort jetzt doch an.

+++ 10.55 Uhr

Im Einsatz wahren heute morgen 60 Mann von den Feuerwehren Kreuth, Rottach-Egern und Bad Wiessee. Sie wurden per Sirenenalarm alarmiert und sperrten danach das Gelände großräumig ab.

+++ 10.53 Uhr

Die großflächige Absperrung wurde inzwischen wieder aufgehoben. Man kann wieder ganz nah an das Gebäude ran. Die Abbruchsarbeiten laufen auf Hochtouren.

+++ 10.36 Uhr: Entwarnung

Soeben wurde vorsichtige Entwarnung gegeben. Offenbar geht die ganze Aufregung zurück auf ein Missverständnis am Telefon zwischen der Herstellerfirma der Sauerstoffflaschen und der Polizei. Der Hersteller warnte daraufhin, die Flaschen könnten explodieren. Rund 10.000 Liter waren in dem BRK-Rettungszentrum gelagert. Die Explosion wäre also noch einmal verheerend geworden. Deshalb wurde wieder ein Großalarm initiiert und das Bombenkommando aus München herbeordert. 

+++ 10.24 Uhr

Uns beschleicht bei der Nachricht ein mulmiges Gefühl. Gestern noch waren wir gemeinsam mit dem BRK und den Rettungskräften ganz nah an dem Gebäude dran. Hier ein Video von Dienstagabend:

+++ 10.03 Uhr

Die Polizei meldet: Weil sich in dem betroffenen Gebäudeteil noch in größerer Mengen an Stoffen befinden (v.a. Sauerstoffflaschen), von denen eine Gefährdung ausgehen kann, muss im Umfeld des Gefahrenbereiches im Laufe des heutigen Vormittages eine Absperrung eingerichtet werden. Es kann zu Verkehrsbehinderungen kommen. Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) werden die Stoffe bergen.

+++ 10.00 Uhr

Inzwischen ist das Gebiet großräumig abgesperrt. Offenbar wurde unter anderem eine Sauerstoffflasche mit kaputtem Ventil unter den Trümmerteilen entdeckt. Ein Team aus München soll diese nun entschärfen und sicher bergen.

+++ 9.46 Uhr

Nach aktuellen Infos unserer Zeitung hat die für den Abbruch beauftragte Spezialfirma Gas- oder Sauerstoffflaschen in den Autowracks entdeckt. Bisher ist noch unklar, ob von ihnen eine Gefahr ausgeht. Die Feuerwehr wurde nun alarmiert, die das Gefahrengut sicher entsorgen soll.

+++ EIL +++ Mittwoch, 9.30 Uhr

Soeben wurde erneut ein Alarm in Bad Wiessee und anderen Gemeinden des Tegernseer Tals ausgelöst. Der Alarm hängt mit den Abbrucharbeiten des BRK-Gebäudes in Wiessee zusammen.

+++ 15.30 Uhr

Hintergrund: Einen Tag nach der verheerenden Explosion im Wiesseer Rettungszentrum wird das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar. Wer trägt die Schuld? Wer zahlt? Soviel wissen wir am Tag danach.

+++ 15.20 Uhr

Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst das BRK aus dem ganzen Land. Fast minütlich nimmt Kreisgeschäftsführer Kießling Anrufe entgegen. Wer ebenfalls spenden möchte:

Spenden nimmt das BRK entgegen unter folgender Bankverbindung: IBAN: DE78711525700000024190; BIC: BYLADEM1MIB; Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee.

+++ 14.58 Uhr

Einsturzgefährdetes Gebäude - So geht es mit den Ermittlungen weiter

„Da geht im Moment keiner rein“, stellt Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim, auf Nachfrage klar. Die Gefahr ist zu groß. Das Haus kann offenbar jederzeit einstürzen. Dumm für die ermittelnden Kriminalbeamten und den Gutachter vom LKA. Aber es ist bereits Lösung in Sicht: Ein Spezialunternehmen ist zur Stunde zum Unglücksort unterwegs. Es wird in Kürze damit beginnen, das Dach ab zu tragen. Möglicherweise auch die Wände. 

Erst dann können Gutachter und Polizisten ins Gebäude vordringen. Bis dahin wird aber auch nicht geschlafen. Die beiden Ermittler haben bereits Kontakt zu den Schwersverletzten Wiesseern aufgenommen, die zum Zeitpunkt der Explosion im Gebäude waren und dem Vernehmen nach mit Schweißarbeiten beschäftigt waren.

+++ 13.55 Uhr

Hintergrund: Wer hilft nun im Notfall? Wie die Rettungskette trotz zerstörtem Zentrum funktionieren kann. 

+++ 13.27 Uhr

BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Dörder über den immensen Schäden:

„Hier ist in zwei Stunden kaputtgegangen, was wir in jahrelanger Arbeit aufgebaut haben.“

Zum Hintergrund: Während die Feuerwehr Bad Wiessee beim Bau ihres Gebäudeteils mit öffentlichen Geldern unterstützt wurde, musste das BRK seinen Anteil in Höhe von rund einer Million Euro komplett über eigene Mittel, Kredite und Spenden finanzieren. 

Hinzu kommen die unzähligen Stunden der Ehrenamtlichen, die ihre Fahrzeuge selbstständig für ihre Bedürfnisse fit machen. 

Dörder: „Diese Stunden der Eigenleistung ist in der Schadenssumme ja gar nicht drin.“

+++ 13.06 Uhr

Übrigens ist die Einsatzfähigkeit des Rettungsdienstes nicht durch das zerstörte Zentrum beeinträchtigt. In Wiessee waren lediglich die teuren Fahrzeuge der BRK-Bereitschaft sowie der Wasserwacht stationiert, nicht die normalen Rettungswagen. 

+++ 13.00 Uhr

Immer noch sind Vertreter mehrerer Behörden vor Ort und sondieren die Lage. Peter Höß, Bürgermeister von Bad Wiessee, versucht gerade, Versicherungsfragen zu klären. Da die Gemeinde Bauherrin des gesamten Komplexes war, könnte auch ihre Brandschutzversicherung greifen. Allerdings nur für das Gebäude selbst, nicht für das mindestens so teure zerstörte Equipment des BRK. 

+++ 12.51 Uhr

Erklärung zu den Gebäudeschäden:

Das BRK-Rettungszentrum im Bad Wiessee bestand aus zwei Gebäudeteilen in L-Form (siehe Karte oben). In dem langgezogenen Teil des L-Baus ist die Feuerwehr Bad Wiessee untergebracht. Dieser Gebäudeteil konnte gerettet werden. Der kurze Teil wurde durch die Explosion und dem folgenden Großbrand komplett zerstört und ist extrem einsturzgefährdet.

+++ 12.36 Uhr

Was da genau alles an Stoffen verbrannt ist, wird derzeit auch noch geklärt. Die dichte schwarze Rauchwolke war im ganzen Tegernseer Tal zu riechen. Wegen der Inversionswetterlage konnte der Rauch auch nicht gut abziehen. 

Klar ist: Die Feuerwehr richtete gestern während der Löscharbeiten sehr schnell eine Ölsperre im Breitenbach ein, der in den Tegernsee mündet. So sollte verhindert werden, dass kontaminiertes Löschwasser in den See gelangt.

Nach unseren Informationen wurden gestern 30.000 Liter an kontaminiertem Löschwasser gesichert und abtransportiert. 

+++ 12.31 Uhr

Die Beamten der Kriminalpolizei Miesbach, Rainer Kehrer und Alfred Geipel, haben ihre Ermittlungen aufgenommen. Zur Stunde wird noch auf einen LKA-Gutachter aus München gewartet. Wie die Ermittlungen vonstatten gehen sollen, wird noch spannend. Denn das Gebäude ist stark einsturzgefährdet. 

+++ 12.05 Uhr

Die Einsatzkräfte der Feuerwehren haben gestern Übermenschliches geleistet. Trotz der krassen Rauchentwicklung konnte wenigstens die benachbarte Feuerwehrwache komplett vor den Flammen gerettet werden. Lediglich einige Räume im Obergeschoss der Wache wurden leicht in Mitleidenschaft gezogen. Christian Stiglmeier, Kommandant der Wiesseer Feuerwehr, bedankte sich sichtlich gerührt bei allen Helfern. 

+++ 11.49 Uhr

Infos zu den beiden Schwerstverletzten: Einer der beiden liegt im Koma, er hat schwerste Brandverletzungen an beiden Händen. Sie sind im Klinikum Bogenhausen untergebracht.

+++ 11.47 Uhr

Die kaputten Fahrzeuge samt Schadenssumme: 

Ein Einsatzleitwagen der Marke MAN - der modernste in Bayern, geschätzter Wert: 300.000 Euro; ein Gerätewagen Sanität, MAN, ebenfalls 300.000 Euro; im Gerätewagen befanden sich neben anderem teuren Equipment drei EKG-Geräte, je 25.000 Euro; ein Wasserwacht-Wagen der schnellen Einsatzgruppe (SEG) plus Anhänger, Wert: 160.000 Euro; das brandneue Boot, an dem die beiden Schwerstverletzten und mutmaßlichen Auslöser der Explosion Schweißarbeiten durchführten, Wert: rund 200.000 Euro. Allein die kaputten Fahrzeuge hatten also gemeinsam einen Wert von rund einer Million Euro.

+++ 11.40 Uhr

Die Schäden sind gigantisch. BRK-Bereitschaftsleiter Dörder gibt eine Auflistung: Sieben Fahrzeuge und das Boot der Wasserwacht sind unter anderem zerstört. 

+++ 11.17 Uhr

Ein THW-Mann beschreibt die Szene so:

„Das sind Bilder, die man sonst nur von einem Anschlag in Afghanistan kennt.“

+++ 11.14 Uhr

Sichtlich gerührt: BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Dörder (l.) nimmt gemeinsam mit BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling (r.) eine Sofortspende von Andreas Günther entgegen. 

+++ 11.10 Uhr

Die Lage vor Ort von uns ergänzend zur Agenturmeldung:

Tiefe Erschütterung mischt sich mit einer großen, berührenden Hilfsbereitschaft. Bereits in den frühen Morgenstunden sind erste Geschäftsleute aus dem Tegernseer Tal vorbeigekommen und haben Sofortspenden abgegeben. 

Der Wiesseer BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Dörder ist eigentlich kein gefühlsbetonter Mensch und niemand, den etwas so schnell umwirft. Aber als wir ihn nach den Schäden fragen, muss er sich wegdrehen. Es ist zu viel für alle Beteiligten im Moment. Man versucht immer noch zu verstehen, wie so etwas nur passieren konnte.

+++ 10.30 Uhr

Am Tag nach der Explosion im Rettungszentrum von Bad Wiessee am Tegernsee ist das ganze Ausmaß des Unglücks sichtbar geworden. Die Fahrzeughalle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wurde bei dem Feuer komplett zerstört, auch die Fahrzeugflotte wurde ein Raub der Flammen. „Die Halle muss neu gebaut werden“, sagte BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk am Dienstag. Der Schaden ist noch nicht exakt beziffert, könnte aber nach Schätzungen von örtlichen BRK-Mitarbeitern um die 2,5 Millionen Euro betragen.

Bei der Explosion waren am Montag zwei Männer im Alter von 34 und 42 Jahren schwer verletzt worden, einer von ihnen ein ehrenamtlicher Wasserwacht-Helfer. Die Ursache der Detonation ist weiter unklar. Fest steht aber, dass vor dem Unglück in dem Gebäude Schweißarbeiten an einem Boot der Wasserwacht liefen. Die Kripo ermittelt.

Wie hoch der Schaden ist, zeigt eine Zahl: Nach Angaben von Stärk stand in der Fahrzeughalle ein nagelneues Einsatzleitfahrzeug, dessen Anschaffung 250.000 Euro kostete. In dem Rettungszentrum stehen Fahrzeuge und technische Ausstattung, die den BRK-Helfern der Region bei Katastropheneinsätzen zur Verfügung stehen.

Weniger schlimm erwischte es die in dem Gebäudekomplex ebenfalls untergebrachte Feuerwehr. Ihre Fahrzeuge konnten gerettet werden. Allerdings wurden die gemeinsam von Feuerwehr und BRK genutzten Schulungsräume bei dem Brand erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

dpa/lby

+++ 10.10 Uhr

Aktuelle Infos zur Lage folgen in Kürze.

+++ Dienstag, 9.30 Uhr

Der Unglücksort am Tag danach. Das Gebäude ist abgesperrt und darf nicht betreten werden. Es ist einsturzgefährdet.

+++ 18.27 Uhr

Die Brandwache ist eingerichtet. Die Feuerwehrler suchen noch nach letzten Glutnestern. Ein Statiker des THW nimmt das Gebäude in Augenschein. Wenn der Brandherd komplett abgelöscht ist und der Statiker sein OK gegeben hat, kann die Kripo mit der Ursachensuche beginnen. 

+++ 18.17 Uhr

Hintergrund:

Der kurze, teure Traum des BRK-Rettungszentrums. Warum der Verlust des Gebäudes so schmerzt. 

+++ 18.05 Uhr

Auch Andreas Guillon von der Bergwacht Rottach-Egern war vor Ort und hat seine Hilfe als First Responder angeboten.

+++ 18.01 Uhr

Michael Herrmann, Geschäftsleiter von Bad Wiessee:

Michael Herrmann, Geschäftsleiter von Bad Wiessee: „Wahnsinnig bitter, was hier passiert ist.“

„Als wir im Rathaus von der Explosion gehört haben, bin ich natürlich gleich losgefahren. Ich hab’ es dann noch zweimal krachen hören. Es ist wahnsinnig bitter, dass das hier passiert ist, wo doch das BRK so um Spenden gebettelt hat für den Bau.“

+++ 17.36 Uhr

Die Polizei spricht von neun anstatt 12 Feuerwehrlern mit Rauchvergiftungen und von einem „siebenstelligen Bereich“ was die Höhe des Sachschadens angeht. „Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Gebäudeschaden, einschließlich dem Wert der verschiedenen eingestellten Fahrzeuge und Gerätschaften“, schreibt Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd in Rosenheim.  

Gleichzeitig will die Polizei noch keine Aussage über die Ursache für die Explosion „oder Verpuffung“ treffen. 

+++ 17.28 Uhr

Da die Kripo erst morgen mit ihren Ermittlungen beginnt, lässt sich derzeit nur über die Höhe der Schadenssumme sowie die genaue Ursache der Explosion spekulieren. 

Klar ist, dass sich in dem betroffenen Gebäudeteil sechs Fahrzeuge des BRK sowie das Boot der Wiesseer Wasserwacht befunden haben. Alle Fahrzeuge und Geräte sind komplett zerstört. Das ganze Haus ist wie berichtet einsturzgefährdet. An dem Boot haben wohl die beiden Schwerstverletzten (42 und 34) vor der Explosion Schweißarbeiten durchgeführt. Ohrenzeugen berichten auch von mehreren Explosionen hintereinander.

Ein Feuerwehrmann gibt zu Bedenken, dass es sich bei den späteren Explosionen auch um wegen der Hitze platzende Autoreifen gehandelt haben könnte. 

Die beiden schwerverletzten Wiesseer wurden in der benachbarten Polizeiinspektion erstversorgt. 

+++ 17.24 Uhr

Die Feuerwehr Bad Wiessee hat ihre Zentrale im selben Gebäude wie Wasserwacht und BRK. Die Feuerwehr befindet sich aber im hintern Teil des Gebäudes und war so nicht direkt von dem Brand betroffen. Trotzdem wurden die Räume der Feuerwehr durch die starke Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb erlitten 12 Feuerwehrler aus Bad Wiessee eine leichte Rauchvergiftung. Sie werden im Krankenhaus Agatharied behandelt.

+++ 17.20 Uhr

Insgesamt waren 11 Feuerwehren mit rund 150 Mann im Einsatz, davon 40 Atemschutzträger. Letztere kamen überwiegend von den Feuerwehren Valley, Warngau und Agatharied. Außerdem waren alle Feuerwehren des Tegernseer Tals sowie die Feuerwehren Holzkirchen und Miesbach im Einsatz. 

+++ 17.17 Uhr

Es sind 20 Mann vom Technischen Hilfswerk (THW) angerückt. Sie müssen das einsturzgefährdete Gebäude sichern. Die Kripo wird erst morgen mit ihren Ermittlungen beginnen. Die Feuerwehr hat gemeinsam mit dem THW eine Brandwache für die Nacht eingerichtet. Das Areal ist abgesperrt. Noch ist nicht klar, welche Gefahrenstoffe genau für die Explosion verantwortlich waren. Ohrenzeugen sprechen auch von mehreren Explosionen. 

+++ 17.09 Uhr

Soeben erreicht uns die gute Nachricht, dass die beiden Schwerstverletzten außer Lebensgefahr sind. Sie befinden sich im Münchner Klinikum Bogenhausen. Und sie sind ansprechbar.

Dafür erreicht uns die Meldung, dass mehrere Wiesseer Feuerwehrler, dem Vernehmen nach zwölf Mann, mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus Agatharied gebracht worden sind.

+++ 16.27 Uhr

Das Feuer ist nach einer Explosion im BRK-Rettungszentrum in Bad Wiessee fast gelöscht. Auch Landrat Wolfgang Rzehak machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Uns liegen keine Meldungen über weitere Verletzte vor. Der Gebäudeteil für die Fahrzeuge ist dem Vernehmen nach einsturzgefährdet. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. An den Fahrzeugwracks in den Garagen kann man die extreme Hitzeentwicklung ablesen. Hier ein aktuelles Video:

+++ 16.15 Uhr

Die Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Rottach/Kreuth meldet:

Nach der Verpuffung im Hilfeleistungszentrum des BRK und der Wasserwacht in Bad Wiessee haben die Johanniter in Rottach/Kreuth außerplanmäßig einen Krankentransportwagen und den First Responder in Betrieb genommen, um bei Notfällen im Tegernseer Tal zu helfen, während zahlreiche Rettungskräften noch vor Ort gebunden waren. Zudem wurden ehrenamtliche Kräfte der Schnell-Einsatz-Gruppen der Johanniter aus Wasserburg alarmiert. Den verletzten Kameraden wünschen wir von Herzen eine rasche Genesung.

+++ 16.14 Uhr

Wir haben mit einem Augenzeugen der Explosion gesprochen

Erwin Lettko aus Bad Wiessee wollte sich gerade beim Tengelmann eine Semmel holen, als ihn der ohrenbetäubende Knall fast umriss. Wenig später hat Lettko einen Mann aus dem Gebäude laufen sehen. Er schien schwere Brandverletzungen im Gesicht zu haben. 

+++ 16.10 Uhr

Soeben erreicht uns ein Statement des Landesgeschäftsführers des BRK, Leonhard Stärk:

„Wir müssen bestätigen, dass unser BRK-Rettungszentrum Bad Wiessee heute einer fürchterlichen Brandkatastrophe zum Opfer gefallen ist, wir beklagen zwei Schwerverletzte und den Verlust unseres kompletten Fahrzeugbestandes. Der aktuell in München tagende BRK-Landesvorstand drückt seine tiefe Betroffenheit aus und wünscht den Opfern eine baldige Genesung.“

+++ 15.50 Uhr

Ein weiteres Video von den Löscharbeiten - Polizei hebt amtliche Warnmeldung auf

Das Feuer scheint inzwischen gut unter Kontrolle zu sein, war aber wohl sehr schwer in den Griff zu bekommen. Die Rauchentwicklung war enorm. Das Rauchgas hält sich auch hartnäckig im Ort unter der Nebelglocke. Trotzdem hat die Polizei die Polizei die Warnmeldung für die Bevölkerung inzwischen aufgehoben. Türen und Fenster müssen laut einer aktuellen Meldung des Polizeipräsidiums Rosenheim nicht mehr geschlossen bleiben.

+++ 15.29 Uhr

Weitere Fotos von kurz nach der Explosion haben uns erreicht. (siehe Bilderstrecke oben.) Die Feuerwehr kämpft derweil weiter mit den Flammen. Immer noch werden Atemschutzträger aus dem ganzen Landkreis nachalarmiert. 

+++ 15.18 Uhr

Ergänzend dazu haben wir noch eine Information über den Fortschritt bei den Löschmaßnahmen bekommen. Das Feuer ist unter Kontrolle. Aber der Schaden am Gebäude ist tatsächlich gigantisch. Offenbar ist ein Teil des Gebäudes einsturzgefährdet. 

+++ 15.16 Uhr

Die Polizei berichtet aktuell: Wie berichtet, haben sich in Bad Wiessee, Hügelweg, gegen 13.50 Uhr, eine oder mehrere Explosionen oder Verpuffungen ereignet, anschließend ist das betroffene Gebäude in Brand geraten.

Bei dem Objekt handelt es sich um das gemeinsam genutzte Feuerwehr- und Rettungsdienstgebäude, welches sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Polizeiinspektion Bad Wiessee befindet. Dorthin wurden nach dem Ereignis auch die beiden schwerverletzten Personen gebracht und von Rettern erstversorgt. Mittlwerweile befinden sich die beiden Schwerverletzten in Krankenhäusern. Weitere Verletzte werden bisher nicht verzeichnet, auch ist derzeit nicht davon auszugehen, dass sich noch andere Personen in dem Gebäude befinden.

Im Einsatz sind die gesamten Feuerwehren des Tegernseer Tals. Die Löscharbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Der zu erwartende Sachschaden geht in die Millionenhöhe.

Von polizeilicher Seite liegt die Einsatzleitung bei der Polizeiinspektion Bad Wiessee. Die Ermittlungen zur Klärung der Ursache wird die Kriminalpolizeistation Miesbach übernehmen, hierzu liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.

+++ 15.03 Uhr

Immer noch ist die Rauchentwicklung sehr stark. Atemschutzträger sind vor Ort. Mehrere Schläuche sind inzwischen zum Brandherd verlegt. Es sind alle Feuerwehren aus dem Tegernseer Tal im Einsatz, außerdem unterstützend die beiden Feuerwehren Miesbach und Holzkirchen. Letztere Infos stammen von Kreisbrandrat Anton Riblinger, der die Lage ebenfalls vor Ort managet.

+++ 14.56 Uhr

Soeben erreicht uns die Meldung, dass weitere Personen durch Rauchgas ebenfalls verletzt worden sein könnten. Das ist allerdings alles andere als gesichert. Aber: Der direkt angrenzende Tengelmann ist bereits seit 14.30 Uhr geschlossen, die Ortsdurchfahrt ist gesperrt. Die Polizei bittet nach wie vor alle Anwohner im Haus zu bleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

+++ 14.55 Uhr

Robert Huber (SPD), zweiter Bürgermeister von Bad Wiessee, ist ebenfalls vor Ort und sichtlich von der Tragödie getroffen. Er hatte damals das neue Rettungszentrum mit forciert.

+++ 14.50 Uhr

Die beiden Schwerstverletzten, dabei handelt es sich um zwei Wiesseer, die ehrenamtlich für die Wiesseer Wasserwacht tätig sind, sind bereits per Hubschrauber auf dem Weg ins Krankenhaus. 

Hier hat es gekracht: Das BRK-Rettungszentrum bei seiner Einweihung 2013

Bad Wiessee: Neues Rettungszentrum eingeweiht 

+++ 14.31 Uhr +++ Erste Meldungen über Ursache der Explosion

Soeben haben wir mit dem Wiesseer Polizeichef Wilhelm Sigel gesprochen. Nach seinen Informationen ist etwas bei Schweißarbeiten an einem Wasserwachtboot schief gelaufen. Es gibt nach ersten Meldungen zwei Schwerstverletzte. Offenbar erlitten beide Personen schwere Verbrennungen und werden nun mit den Rettungshubschraubern in die Krankenhäuser transportiert.

+++ 14.28 Uhr

Wir sind inzwischen vor Ort. Dicke Rauchschwaden ziehen über den Hügelweg in Bad Wiessee. Ein ADAC-Rettungshubschrauber sowie ein weiterer Hubschrauber sind gelandet. Mehrere Feuerwehren sind mit den Löscharbeiten betraut.

Update, 14.19 Uhr

Soeben landet ein Rettungshubschrauber. Offenbar gibt es Schwerverletzte. Im ganzen Landkreis wurde ein Großalarm ausgelöst. Überall gehen die Sirenen.

Update, 14.17 Uhr

Das ist die Erstmeldung der Polizei: In Bad Wiessee, Hügelweg, hat sich gegen 13.50 Uhr eine Art Detonation oder Verpuffung ergeben, bei der mehrere Personen den ersten Erkenntnissen nach Verletzungen erlitten haben. Vor Ort brennt es, es hat sich eine starke Rauchwolke gebildet, die Richtung Südosten zieht. Anwohner werden gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Polizei und Rettungskräfte sind in hoher Zahl vor Ort um zu helfen und weitere Informationen zu erlangen.

Erstmeldung, 14.03 Uhr

Anwohner wollen einen lauten Knall gehört haben. Weitere Informationen zu Ausmaß und Ursache des Feuers sowie möglichen Verletzten liegen uns noch nicht vor. Wir halten Sie aktuell auf dem Laufenden.

+++ 14.42 Uhr +++ Video vom Ort der Katastrophe

kmm/gr

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