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Dicht an dicht: Die Wohnsiedlung Tegernsee Villen in Abwinkl nähert sich der Fertigstellung. Die Massivität der Bebauung prangerte Kurt Sareiter im Gemeinderat an.

Kurt Sareiter (CSU) appelliert an den Wiesseer Gemeinderat 

Brenner Park: „Das  darf nie wieder passieren“

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Die Tegernsee Villen - früher Brenner Park - wachsen derzeit in Abwinkl in die Höhe. Die Bebauung ist dicht. Kurt Sareiter (CSU) nahm‘s zum Anlass für einen Appell an den Gemeinderat.

Bad WiesseeEigentlich ging es nur um die Ortsgestaltungssatzung für Bad Wiessee. Die ist wegen eines ganzen Bündels kleiner Änderungen – insgesamt 17 Punkte – vom Gemeinderat neu zu erlassen. Die Aufforderung zum Beschluss gab Kurt Sareiter (CSU) das Stichwort für einen flammenden Appell. „So etwas wie der Brenner Park darf nie wieder passieren“, beschwor er die Runde am Ratstisch. Nicht in dieser Gemeinderats-Generation und auch nicht in einer folgenden. Die Bürger hätten kein Verständnis, dass ein solches Vorhaben genehmigt sei. „Hunderte von Leuten sprechen mich deshalb an.“ Er wisse, dass dies nichts mit der Ortsgestaltungssatzung zu tun habe, sondern am Bebauungsplan liege, merkte Sareiter an. Es sei ihm aber wichtig, dies im Sinn der künftigen Entwicklung von Bad Wiessee anzusprechen.

Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) widersprach nicht. „Wir wissen, dass wir künftig besser aufpassen müssen“, meinte er nur. Der Gemeinderat sei sich da einig.

Das Projekt, um das es geht, heißt schon länger nicht mehr Brenner Park, sondern Tegernsee Villen. Die Grundidee stammte von FWG-Gemeinderat Jupp Brenner, dessen erstes Konzept scheiterte. Daraufhin übernahm der österreichische Bauträger Planquadrat. Inzwischen nähert sich das exklusive Wohngebiet in Abwinkl der Fertigstellung. Es entstehen 34 Luxuswohnungen, verteilt auf neun Häuser. Im Gemeinderat war das Projekt vor der Genehmigung umstritten, die CSU plädierte dagegen. Inzwischen findet auch Höß: „Ein Haus weniger wäre gut gewesen.“ Er denke aber, dass sich ein schönerer Anblick biete, wenn erst die Gerüste verschwunden seien.

Wenn Planquadrat in Bad Wiessee fertig ist, baut das Unternehmen am anderen Ufer weiter. In Tegernsee ist noch Größeres geplant: das „Quartier“ auf dem ehemaligen Krankenhaus-Grundstück. Das 70-Millionen- Projekt umfasst ein Vier-Sterne-Hotel mit 130 Zimmern sowie drei mehrstöckige Häuser mit insgesamt 85 Eigentumswohnungen. 21 Wohnungen werden kostengünstig im Tegernseer Modell vergeben.  

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