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Geschlossen: Wie es mit dem Badepark weitergeht, ist Thema einer Bürgerversammlung. 

Fakten sollen auf den Tisch

Bürger sollen beim Badepark mitreden: Robert Kühn  lädt zu Versammlung ein

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Aktuell ist der Badepark geschlossen, aber wie geht‘s weiter? Das macht der Wiesseer Rathaus-Chef Robert Kühn zum Thema einer Bürgerversammlung am Donnerstag, 16. Juli. 

Bad Wiessee – Wie soll’s weitergehen mit dem Wiesseer Badepark? Das wird Thema einer Bürgerversammlung sein, zu der Rathaus-Chef Robert Kühn (SPD) am Donnerstag, 16. Juli, einlädt. Beginn ist um 19 Uhr im Saal des Gasthofs Zur  Post.

Es ist ein Thema, das bewegt. Aktuell ist der Badepark geschlossen, auch wenn eine Öffnung trotz Corona eigentlich möglich wäre. Aber der Betrieb wäre wegen der Auflagen noch viel teurer als ohnehin schon, weshalb die Einrichtung mindestens bis zum 8. September geschlossen bleibt.

Beschluss zu Abriss und Neubau im Januar gefasst

Was die Zukunft des Badeparks angeht, hatten der frühere Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) und der Gemeinderat kurz vor dem Ende ihrer Amtsperiode Pflöcke gesetzt. Im Januar beschloss das Gremium in einer nicht öffentlichen Sondersitzung, das Gebäude abzureißen und einen Neubau für rund 30 Millionen Euro hinzustellen. Abriss und Neubau an gleicher Stelle heißt auch: Es wird geschätzt drei Jahre lang keinen Badepark geben.

Ein Beschluss, den Kühn, damals Bürgermeister-Kandidat, aber kein Gemeinderat, heftig kritisiert hatte. „Eine solch weitreichende und für die Bürgerschaft wichtige Entscheidung in einer nicht-öffentlichen Sitzung zu treffen, zeugt von einem mangelnden Demokratieverständnis des gesamten Gemeinderats“, erklärte Kühn damals. Er sprach von einem eklatanten Verstoß gegen die Gemeindeordnung, den es mit ihm als Bürgermeister nicht geben würde.

Bürger soll mitreden

Kühn will Wort halten. Darum hat er nun die Bürgerversammlung anberaumt, bei der alle Informationen auf den Tisch kommen sollen. Der neu formierte Gemeinderat hat sich unterdessen bereits intensiv mit dem Thema befasst. Es genieße oberste Priorität, versichert Kühn: „Wir alle wissen, wie wichtig der Badepark für die Bürger ist.“ Aber es zeige sich deutlich, dass dessen Zukunft dringend zu klären sei.

Sorgen macht der Badepark schon lange. Rund eine Million Euro steckt die Gemeinde pro Jahr in den Betrieb. Unter Corona-Bedingungen wäre das Defizit wohl doppelt so hoch. Dem Steuerzahler sei ein solches Defizit nicht zumutbar, erklärt Kühn. Zumal alles Geld in ein Gebäude fließt, das nach Ansicht von Experten nicht zu retten ist. Kühn will nun mit den Bürgern im Hintergrund „klare Schritte“ vorantreiben, um die Planung in trockene Tücher zu bekommen: „Seit Jahren wird der Badepark geplant und es passiert nichts.“  

Lesen Sie auch: Bad Wiessee bekommt einen Badepark für 30 Millionen

Badepark: Helfen die Nachbarn mit?

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