Trotz Corona: Menschen-Ansammlung an der Seepromenade Bad Wiessee
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Gruppen-Bildung: Mehrere junge Leute hatten sich am Freitagabend beim Bootshaus an der Wiesseer Seepromenade versammelt - ohne Maske, ohne Abstand.

Polizei rückt an

„Wie bei einem Fest“: Passant ärgert sich über Menschen-Ansammlung an Wiesseer Seepromenade

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Das Wetter wird frühlingshafter, die Menschen zieht es nach draußen. Auch an der Wiesseer Seepromenade gab‘s am Freitagabend Ansammlungen. Ein Passant ärgerte sich - und alarmierte die Polizei.

Bad Wiessee – Junge Leute, die ohne Abstand und Maske gesellig beisammen stehen und das eine oder andere Bierchen trinken: Das Bild, das sich ihm am Freitagabend beim Bootshaus an der Wiesseer Seepromenade bot, ließ einen Passanten verärgert zurück. „Das war wie bei einem Fest“, berichtet der Leser, der nicht genannt werden möchte. Angesichts steigender Infektionszahlen ein Zustand, den er so nicht dulden wollte.

Der Passant machte ein Foto und verständigte zudem die Polizei über die Ansammlung. Rund 30 Leute zwischen 20 und 30 Jahren, so schätzt er, seien es gewesen, die sich hier amüsiert hätten. Das war gegen 18.45 Uhr.

Streife löst gegen 22 Uhr Menschen-Ansammlung an Wiesseer Seepromenade auf

Die Polizei bestätigte am Sonntag auf Nachfrage, dass am Freitagabend eine Streife vor Ort gewesen sei. Als die Beamten kurz nach 19 Uhr eintrafen, habe es schon nichts mehr zu beanstanden gegeben, teilt ein Sprecher mit. Allerdings schauten die Beamten zu späterer Stunde, gegen 22 Uhr, noch einmal an der Wiesseer Seepromenade vorbei. Tatsächlich musste dann eine Menschen-Ansammlung aufgelöst werden, berichtet die Polizei. Insgesamt zehn Leute, die hier den Freitagabend gemeinsam genossen, müssen nun mit Anzeigen rechnen. Neben anderen Hotspots gehört die Wiesseer Seepromenade zu einem jener Orte, wo die Polizei öfter die Einhaltung der Corona-Regeln überprüfen müsse, bestätigt der Sprecher.

Bürgermeister: Keine Beschwerden wegen To-go-Ständen an der Seepromenade

Das mag zum Teil auch an den beiden beliebten To-go-Ständen liegen, die sich dort unten seit Februar etabliert haben. Bürgermeister Robert Kühn verneint auf Nachfrage jedoch, dass es rund um die Hütten vermehrt zu Ärger oder Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz komme. „Der Start war etwas holprig, seither läuft es aber gut“, so die Bilanz Kühns. Das Rathaus habe keine einzige Beschwerde mehr registrieren müssen.

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Zudem betont der Bürgermeister, dass die Gemeinde den Betreibern der beiden Hütten „scharfe Auflagen“ verordnet habe, um die Situation in geordneten Bahnen zu halten: So müssten die Betreiber einen Ordner stellen, der dafür Sorge trägt, dass sich innerhalb des vorgeschriebenen Umkreises von 50 Metern keine Ansammlungen vor den Hütten bilden, zudem dürfe nur bis 19 Uhr geöffnet sein. Was sich abseits dieses Radius tut, ist dann aber nicht mehr Sache der Betreiber.

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